DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss national soccer team head coach Vladimir Petkovic, left, and Swiss soccer player Fabian Schaer, right, speak at a press conference one day prior to qualifying match for the European Football Championship 2016, between Switzerland and Estonia, in SwissPro Arena, Luzern, Switzerland, on Thursday, March 26, 2015. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Vladimir Petkovic will gegen Estland keine Kompromisse machen. Bild: KEYSTONE

Petkovic vor Estland-Match: «Wir haben keine Ausreden und suchen auch keine. Wir sind verdammt, zu gewinnen»

Mit Estland wartet am Freitag ein unangenehmer Gegner auf die Schweizer Nati. Trainer Vladimir Petkovic will an der Pressekonferenz vor der Partie trotzdem keine Ausflüchte suchen und wird sich nur mit drei Punkten zufrieden geben.



Vladimir Petkovic hat in seinem Fussballer-Leben schon grössere Herausforderungen gemeistert. Estland, der morgige Gegner der Schweizer Nati, liegt derzeit auf Platz 87 der Weltrangliste. Nur Captain Ragnar Klavan, der sein Geld als Abräumer in Augsburg verdient, ist in einer Top-5-Liga engagiert. Dafür stehen gleich 14 Kicker aus der heimischen «Premium Liiga» im Kader. Eine Meisterschaft, die, trotz des klingenden Namens, unter Fussball-Gourmets eher den Ruf einer verranzten Imbissbude geniesst.

AUGSBURG, GERMANY - OCTOBER 25:  Admir Mehmedi of Freiburg is tackled by Ragnar Klavan of Augsburg during the FC Augsburg v SC Freiburg Bundesliga match at SGL Arena on October 25, 2014 in Augsburg, Germany.  (Photo by Adam Pretty/Bongarts/Getty Images)

Ragnar Klavan macht den Schweizern auch in der Bundesliga das Leben schwer. Bild: Bongarts

Dennoch hat Estland in zwei seiner bisher vier Partien der EM-Qualifikation mit erfolgreichem Defensiv-Beton für Aufsehen gesorgt. Gegen die Slowenen, an denen die Schweiz später gescheitert ist, feiert das Team von Trainer Magnus Pehrsson zum Auftakt einen 1:0-Erfolg. Im Oktober murkst sich das grosse England im Baltikum nur dank Wayne Rooney zu einem Mini-Sieg.

Das beeindruckt Vladimir Petkovic nicht im geringsten. An der Pressekonferenz vor der Partie macht er klare Ansagen an sein Team.

Vladimir Petkovic über die lange Nati-Pause:

«Ich habe gemerkt, dass die eine oder andere Sache vergessen wurde. Wir haben zwei Tage gebraucht, um wieder in den Rhythmus zu gelangen. Die Spieler kommen von verschiedenen Vereinen und kämpfen für verschiedene Ziele. Aber ich bin mit den Fortschritten in dieser Woche zufrieden.»

epa04678698 Swiss national soccer team head coach Vladimir Petkovic (back) leads his team's training session in Freienbach, Switzerland, 25 March 2015. Switzerland will face Estonia in the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match in Lucerne on 27 March 2015.  EPA/STEFFEN SCHMIDT

Vladimir Petkovic musste das Gedächtnis seiner Mannschaft auffrischen. Bild: EPA/KEYSTONE

...über die Müdigkeit zum Saisonende

«Das wird keine Rolle spielen. Wir haben keine Ausreden und suchen auch keine. Wir sind verdammt, das Spiel zu gewinnen und werden alles dafür tun. Wir sind stark und werden das gegen Estland auch auf dem Platz zeigen.»

...darüber, wie das Estland-Bollwerk zu knacken ist

«Gegen Litauen haben wir zu nervös angefangen. Mit dem ersten Tor wurde plötzlich alles einfacher. So haben wir 4:0 gewonnen, aber es war kein optimales Spiel. Im Fussball läuft viel über den Kopf. Das wird auch gegen Estland so sein. Wir müssen ab der ersten Minute hochkonzentriert agieren. Wenn es nicht sofort klappen sollte, dann müssen wir geduldig arbeiten und an uns glauben.»

15.11.2014; St.Gallen; Fussball EM Quali - Schweiz - Litauen;
Admir Mehmedi (SUI) Goekhan Inler (SUI) Stephan Lichtsteiner (SUI) Josip Drmic (SUI) (Andy Mueller/freshfocus)

Wie gegen Litauen: Morgen soll die Schweizer Nati wieder jubeln. Bild: freshfocus

...über den Druck der engen Tabellensituation

«Der lastet ja auch auf den Gegnern und meine Spieler sind es gewohnt, damit umzugehen. Es war wichtig, dass wir auf den zweiten Platz zurückgekehrt sind. Nun haben wir alle Möglichkeiten, die Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen.»

Auch Fabian Schär ist vor dem Kräftemessen mit Estland optimistisch:

«Es wird sicher ein schwieriges Spiel. Wir müssen geduldig bleiben. Gegen Litauen haben wir gesehen, dass wir so zu unseren Chancen kommen und diese dann auch nützen können. Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass wir uns für die EM in Frankreich qualifizieren werden. Wir haben in den letzten Spielen gezeigt, dass wir eine sehr starke Mannschaft sind und guten Fussball spielen.»

epa04680175 Swiss national soccer team head coach Vladimir Petkovic (L) and player Fabian Schaer (R) during a press conference in Lucerne, Switzerland, 26 March 2015. Switzerland will face Estonia in the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match in Lucerne on 27 March 2015.  EPA/ANTHONY ANEX

Fabian Schär gibt sich an der Pressekonferenz siegesgewiss. Bild: EPA/KEYSTONE

Nati-Zusammenzug vor dem Estland-Spiel (März 2015)

1 / 12
Nati-Zusammenzug vor dem Estland-Spiel (März 2015)
quelle: andreas meier/freshfocus / andreas meier/freshfocus
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

UEFA verbietet Regenbogen-Arena

Die Münchner EM-Arena sollte im letzten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Ungarn in den Regenbogen-Farben erstrahlen. Dies als Zeichen der Toleranz, da in Ungarn Homosexuelle kriminalisiert werden. Das Parlament hatte unter anderem kürzlich ein Gesetz beschlossen, welches es verbietet, in den Schulen über Homosexualität aufzuklären.

Wie die «Bild» berichtet, hat die UEFA die geplante Regenbogen-Arena nun aber verboten. Die Begründung: Die elf Stadien sollen nur in den Farben der UEFA und der …

Artikel lesen
Link zum Artikel