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Infantino provoziert: «Ich fühle mich schwul, ich fühle mich behindert»

Video: twitter/beIN SPORTS

Infantino provoziert: «Ich fühle mich schwul, ich fühle mich behindert»

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat kurz vor dem Start der Fussball-WM eine Pressekonferenz gegeben. Mit seinen Aussagen sorgt er für Kopfschütteln.
19.11.2022, 11:2119.11.2022, 13:42
Ein Artikel von
t-online

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat einen Tag vor dem Eröffnungsspiel der Fussball-WM in Katar eine Pressekonferenz gegeben und diese mit folgenden Worten eröffnet:

«Heute fühle ich sehr starke Gefühle, heute fühle ich mich als Katarer, heute fühle ich mich als Araber, heute fühle ich mich afrikanisch. Heute fühle ich mich schwul. Heute fühle ich mich behindert, heute fühle ich mich als Arbeitsmigrant.»
Video: twitter/beIN SPORTS

Worte, die für Unverständnis sorgen. Zudem hat er die «Doppelmoral» westlicher Nationen gegen WM-Gastgeber Katar angeprangert. «Ich denke, was wir Europäer in den vergangenen 3000 Jahren weltweit gemacht haben, da sollten wir uns die nächsten 3000 Jahre entschuldigen, bevor wir anfangen, moralische Ratschläge an andere zu verteilen», sagte der 52-Jährige während einer Pressekonferenz in Al-Rajjan. Es sei «traurig», diese «Doppelmoral» erleben zu müssen.

«Wer kümmert sich um die Arbeiter? Wer? Die FIFA macht das»

Katar steht seit Jahren wegen des schlechten Umgangs mit Menschenrechten sowie den Lebensbedingungen für ausländische Arbeiter in der Kritik, die auch von unabhängigen Organisationen wie Amnesty International geäussert wurde. Die Regierung des Emirats weist das zurück.

«Wie viele dieser westlichen Unternehmen, die hier Milliarden von Katar erhalten – wie viele von ihnen haben über die Rechte von Arbeitsmigranten gesprochen? Keines von ihnen», sagte Infantino, ohne Beispiele anzuführen. «Wer kümmert sich um die Arbeiter? Wer? Die FIFA macht das, der Fussball macht das, die WM macht das – und, um gerecht zu sein, Katar macht es auch.»

Er verstehe nicht, wieso die Fortschritte in Katar nicht anerkannt würden, sagte der FIFA-Präsident, der in Doha einen Nebenwohnsitz hat. «Diese Art und Weise, einseitig Lektionen erteilen zu wollen, das ist heuchlerisch.» (ram/sid/t-online)

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