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Deportivo La Coruna's Dutch player Makaay celebrates his team's second goal against RCD Espanol on the last day of the Spanish league championship in La Coruna, northern Spain Friday, May 19, 2000. A win for Deportivo La Coruna would give them the league title. (KEYSTONE/AP Photo/Delmi Alvarez)

Komm Welt, lass' dich umarmen, welch ein Tag! Roy Makaay ballert La Coruña zum Titel. Bild: AP

So wie heute vor 18 Jahren wird die Tabelle der Primera Division nie mehr aussehen

Es ist nur eine Momentaufnahme, über die ich am Morgen gestolpert bin. Aber eine historische. Denn dass Real Madrid kurz vor Saisonhälfte jemals wieder so schlecht da stehen wird wie im Dezember 1999, scheint ausgeschlossen.



Real Madrid und der FC Barcelona dominieren Spaniens Fussball nach Belieben. In den letzten dreissig Jahren haben die beiden Giganten den Titel fast immer unter sich ausgemacht. Nur Atlético Madrid und der FC Valencia konnten in dieser Zeitspanne je zwei Mal die Trophäe holen – und ein Mal Deportivo La Coruña. 

Aus dem Jahr 2000 datiert der einzige Meistertitel in der Geschichte von «Superdepor». Heute vor 18 Jahren führte das Team aus Spaniens Nordwesten die Tabelle der Primera Division bereits an – und diese Tabelle ist rückblickend äusserst bemerkenswert. Die Spitze:

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Deportivo La Coruña vor dem grossen Lokalrivalen Celta Vigo – Galizien im Allzeithoch. Real Saragossa und der Madrider Quartierverein Rayo Vallecano dahinter, und auf Rang 5 der aufstrebende baskische Klub Deportivo Alaves.

Und wo sind die Grossen? Erst auf Rang 6 das stolze Barcelona – abgerutscht nach einer Niederlage beim Tabellenletzten FC Sevilla. Real Madrid? Auf dem lächerlichen 15. Platz, nur einen Punkt vor den Abstiegsrängen. Unvorstellbar!

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tabelle: weltfussball

Ende Saison reichte es Barcelona dann immerhin noch zu Rang 2 hinter Deportivo La Coruña, während Real Madrid nicht über Rang 5 hinauskam. Eine schlechtere Abschlussposition hatten die «Königlichen» seither nie mehr.

Zum Trost gewann Real Madrid in jenem Mai 2000 die Champions League. Mit Stars wie Casillas, Raul, Roberto Carlos, McManaman, Anelka oder Morientes schlug es im Final Valencia 3:0.

Während «Superdepor» um Goalgetter Roy Makaay im Sommer 2000 den Titel feierte, herrschte in Sevilla tiefe Trauer: Sowohl Betis wie auch der FC stiegen ab. Nur vier Jahre nach dem Double-Gewinn ging's auch für Atlético Madrid runter in die Segunda Division. 1999/2000 war eine wirklich verrückte Saison!

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Tore, Platzsturm, Siegerinterviews, Polonaise: Deportivo La Coruña ist Meister 1999/2000. Video: YouTube/zagor1974

In der Zwischenzeit stiegen alle Klubs, die heute vor 18 Jahren die ersten fünf Tabellenplätze belegten, mindestens ein Mal aus der Primera Division ab. Dafür wurde Barcelona seither acht Mal Meister, Real Madrid holte sechs Titel, Atlético zwei. Und Sevilla gewann seither immerhin fünf Mal die Europa League.

Deportivo La Coruña holte seinen einzigen Titel im Jahr 2000. «Super Depor» wurde das Team um Noureddine Naybet, Diego Tristan, Djalminha, Fran, Roy Makaay and Mauro Silva damals genannt.

Die ganze Stadt ist auf den Beinen, als Deportivo den Titel feiert. Bild: EFE

In der aktuellen Saison liegt La Coruña als 17. nur einen Platz vor den Abstiegsrängen, während Barcelona die Tabelle anführt. Real Madrid, das morgen im Final der Klub-WM spielt, ist zurzeit enttäuschender Tabellen-4.

Multikulti-Meistertruppe

Einige Spielernamen von Deportivo La Coruñas Triumph sind Fans noch heute ein Begriff, wie das Goalie-Duo mit dem Tschechen Petr Kouba und dem Kameruner Jacques Songo'o. Die Abwehr hielt der Marokkaner Nourredine Naybet zusammen, im Mittelfeld spielten die Brasilianer Djalminha, Donato und Flavio Conceiçao sowie der Einheimische Fran. Im Sturm konnte Trainer Javier Irureta auf den Holländer Roy Makaay und den Portugiesen Pedro Pauleta setzen.

Ebenfalls im Sommer 2000: Der FC St.Gallen wird nach 96 Jahren wieder Schweizer Meister

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Video: YouTube/FCSGVideosection

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Video: watson/Emily Engkent

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