klar-6°
DE | FR
18
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sport
Fussball

Guillemenot sieht Gelb für Gruss an toten Freund Gazzetta, Amdouni nicht

St. Gallens Jeremy Guillemenot bejubelt sein 1-0, im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel, am Sonntag, 22. Januar 2023, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Eh ...
Jérémy Guillemenot nach seinem frühen Tor zum 1:0 gegen den FCB.Bild: keystone

Letzter Gruss an toten Freund – St.Galler sieht dafür Gelb, Basler nicht

Jérémy Guillemenot, Stürmer des FC St.Gallen, erhielt nach seinem Treffer gegen den FC Basel eine Verwarnung, weil er kurz sein Trikot hochgezogen hatte. Das Erstaunliche daran: Ein Gegenspieler machte im selben Spiel dasselbe, ohne dafür eine Karte zu erhalten.
23.01.2023, 10:1923.01.2023, 11:17

Es gibt die Regel und den Geist der Regel. Fussballer, die ihr Trikot ausziehen, um ein Tor zu bejubeln, erhalten dafür üblicherweise eine gelbe Karte.

Als Jérémy Guillemenot am Sonntag gegen den FC Basel (1:1) das Tor für den FC St.Gallen erzielte, behielt er sein Trikot an. Er zog es einfach über seinen Kopf, um eine Botschaft sichtbar zu machen.

Jérémy Guillemenot Karim Gazzetta FCSG Basel
Guillemenot zeigt seine Botschaft.Bild: SRF

Guillemenot wollte mit der Geste Karim Gazzetta die letzte Ehre erweisen. Der ehemalige Schweizer Junioren-Nationalspieler schied am 21. November 2022 in Bosnien und Herzegowina aus dem Leben. Dass sich Guillemenot dafür entschied, ein Herz unter den Namen und das Todesdatum des Ex-Fussballers zu zeichnen, liegt daran, dass der St.Galler den verstorbenen Spieler sehr mochte. Die beiden waren zwischen 2014 und 2016 Teamkollegen bei Servette Genf.

Schiedsrichter Urs Schnyder entschied sich, die Regeln genau zu befolgen. Er zeigte Guillemenot die gelbe Karte.

Doch das Unglaubliche kam erst noch. Denn der Basler Zeki Amdouni machte 25 Minuten später vermeintlich das Gleiche. Nach einer halben Stunde erzielte der FCB-Stürmer per Elfmeter den 1:1-Ausgleich. Auch er zog sein Trikot hoch, um Karim Gazzetta zu ehren.

Der Basler Torschütze wurde jedoch vom Schiedsrichter nicht verwarnt und konnte das Spiel ohne gelbe Karte fortsetzen.

Warum war die Behandlung verschieden? Vielleicht wegen einer Feinheit: Guillemenot zog sein Trikot zwar nicht aus, aber er zog es über seinen Kopf. Amdouni hingegen zog es nur hoch. (ram via watson.ch/fr)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die besten Bilder der Australian Open 2023

1 / 64
Die besten Bilder der Australian Open 2023
quelle: keystone / fazry ismail
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Erster «Space Walk» dieses Jahres

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

18 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
LiveTicker3000
23.01.2023 10:31registriert Dezember 2022
Die heutigen Schiedsrichter haben einfach kein Feingefühl mehr.
Trikot ausziehen für exzessiven Jubel gibt Gelb und das ist gut so.
Aber Trikot hochziehen um eine letzte Nachricht an einen geliebten Menschen zu senden, sollte in keinem Falle eine Karte nach sich ziehen.
1158
Melden
Zum Kommentar
avatar
Alan Chiaradia
23.01.2023 13:25registriert Januar 2023
Der Grund ist relativ einfach erklärt. Denn das Regelwerk sagt:

Ein Spieler wird verwarnt, selbst wenn das Tor aberkannt wird, wenn er:
• das Trikot auszieht oder über den Kopf zieht.

So einfach.... Da Zeki clever genug war das Trikot nur hoch zu ziehen und nicht über den Kopf, wurde er von der Verwarnung verschont.
456
Melden
Zum Kommentar
avatar
Osteinwohner
23.01.2023 10:28registriert Mai 2018
Gleiches ist nicht immer gleich.
Scheinbar muss der Torhüter (Penalty 87min) auch nicht mehr mit beiden Füssen auf der Linie stehen.
> SFL, klären Sie auf.

St. Gallen hätte unabhängig davon gewinnen müssen, resp. den Penalty cleverer schiessen. Soll keine Ausrede sein.
4432
Melden
Zum Kommentar
18
Pinturault schreibt Märchen an Heim-WM – Meillard enttäuscht in Kombi

Einen besseren Start in die Heim-WM hätte sich Alexis Pinturault wohl kaum vorstellen können. Bereits im Super-G distanzierte Pinturault, der in Courchevel heimisch ist und auch sein eigenes Hotel besitzt, fast die gesamte Konkurrenz. Einzig die Österreicher Marco Schwarz und Raphael Haaser konnten mit dem Franzosen mithalten. Dass die beiden Techniker bereits den Speed-Teil am schnellsten absolvierten und somit im Slalom als Erste starten durften, verschaffte ihnen einen zusätzlichen Vorteil. So kamen die beiden verbliebenen Techniker Loïc Meillard und Atle Lie McGrath, die im Slalom als Einzige schneller waren als Pinturault, nicht mehr an den 31-Jährigen heran.

Zur Story