Die Ungeschlagen-Serie von Leverkusen hat ein Ende! Atalanta ist Europa-League-Sieger
FĂŒr Bayer Leverkusen und Granit Xhaka endet die Serie der Ungeschlagenheit im Final der Europa League. In Dublin unterliegt der deutsche Meister den Italienern von Atalanta Bergamo durch drei Tore von Ademola Lookman mit 0:3.
51 Partien hatte Leverkusen in dieser Saison aneinandergereiht ohne eine einzige Niederlage. Der im letzten Sommer gekommene Granit Xhaka musste sich bis zum Mittwochabend nicht einmal in einem Pflichtspiel mit Leverkusen geschlagen geben. Wiederholt konnten sich die scheinbar Unbezwingbaren in den letzten Wochen und Monaten aus verzwickten Situationen retten und ihre bemerkenswerte Serie fortsetzen.
Diesmal fanden Leverkusens Trainer Xabi Alonso und seine Spieler keine Lösung gegen ein intelligent spielendes Atalanta Bergamo, das vor allem in der ersten halben Stunde von der IntensitĂ€t her den Deutschen ĂŒberlegen war und dank Ademola Lookman daraus Profit schlug.
Der nigerianische StĂŒrmer traf in der 12. Minute ein erstes Mal nach einer guten Kombination der Italiener und ein zweites Mal eine Viertelstunde spĂ€ter, als ein versuchter schneller Angriff von Leverkusen misslang und indirekt zur Vorlage fĂŒr Lookman wurde. Dieser beschleunigte, dribbelte Xhaka aus und traf mit grosser Klasse zum 2:0. Der dritte Streich von Lookman brachte nach einem Konter in der 76. Minute die frĂŒhzeitige Entscheidung und ein Eintrag ins Geschichtsbuch fĂŒr den dreifachen TorschĂŒtzen, den ersten sechsten in einem Europacup-Final.
Leverkusen fand keine Lösung
In Dublin war Lookman der gefĂ€hrlichste StĂŒrmer einer Mannschaft, die ausserordentlich geschickt die PlĂ€ne von Leverkusen durchkreuzte. Mit dem von Coach Gian Piero Gasperini geschĂ€tzten Pressing zwangen sie den deutschen Meister, fĂŒr jeden Pass viel zu arbeiten. Das in dieser Saison oft gesehene Leverkusen-Powerplay blieb mehrheitlich aus.
Oft fehlte die Genauigkeit im Spiel der Deutschen, die nach der Pause dominanter, aber nicht sonderlich gefĂ€hrlich wurden. Auch Granit Xhaka konnte das Spiel nicht so dirigieren, wie er es sich gewĂŒnscht hĂ€tte. Mit einem Weitschuss kurz vor der Pause sorgte der Schweizer, der zum zweiten Mal nach 2019, damals mit Arsenal, einen Europacup-Final verlor, immerhin fĂŒr einen von wenigen gefĂ€hrlichen Momenten in Atalantas Defensive um den gebĂŒrtigen ZĂŒrcher und albanischen Internationalen Berat Djimsiti.
Ende von Atalantas Durststrecke
Djimsiti, der 2016 vom FC ZĂŒrich zu Atalanta gewechselt hatte, durfte als Captain die lange Durststrecke seines Vereins beenden. Seit 1963 warteten die Nerazzurri auf ihren zweiten Titel. Erst am Mittwoch hatten sie ihn im Cupfinal gegen Juventus Turin erneut verpasst. Nun gewannen sie als erste italienische Mannschafts seit Parma 1999 die Europa League. FĂŒr Leverkusen folgt immerhin schon am Samstag die nĂ€chste Möglichkeit auf eine TrophĂ€e. Dann trifft Alonsos Team im Cupfinal auf den Zweitligisten Kaiserslautern.
Atalanta - Leverkusen 3:0 (2:0)
Dublin. - 47'135 Zuschauer. - SR Kovacs (ROU).
Tore: 12. Lookman 1:0. 26. Lookman 2:0. 75. Lookman 3:0.
Atalanta: Musso; Djimsiti, Hien, Kolasinac (46. Scalvini); Zappacosta (84. Hateboer), Ederson, Koopmeiners, Ruggeri (91. Toloi); De Ketelaere (57. Pasalic), Scamacca (84. Touré), Lookman.
Leverkusen: Kovar; Stanisic (46. Boniface), Tah, Tapsoba; Frimpong (81. Tella), Xhaka, Palacios (68. Andrich), Hincapie; Wirtz (81. Schick); Grimaldo (69. Hlozek), Adli.
Bemerkungen: Verwarnungen: 22. Djimsiti. 35. Scamacca. 35. Wirtz. 60. Zappacosta. 70. Koopmeiners. 73. Andrich. (hkl/sda)
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