Sport
Fussball

Atalanta Bergamo ist Europa-League-Sieger – 3:0 gegen Leverkusen

Ademola Lookman: trois buts en finale
Ademola Lookman hat alle drei Tore fĂŒr Atalanta geschossen.Bild: fxp-fr-sda-rtp

Die Ungeschlagen-Serie von Leverkusen hat ein Ende! Atalanta ist Europa-League-Sieger

22.05.2024, 23:3023.05.2024, 06:42

FĂŒr Bayer Leverkusen und Granit Xhaka endet die Serie der Ungeschlagenheit im Final der Europa League. In Dublin unterliegt der deutsche Meister den Italienern von Atalanta Bergamo durch drei Tore von Ademola Lookman mit 0:3.

51 Partien hatte Leverkusen in dieser Saison aneinandergereiht ohne eine einzige Niederlage. Der im letzten Sommer gekommene Granit Xhaka musste sich bis zum Mittwochabend nicht einmal in einem Pflichtspiel mit Leverkusen geschlagen geben. Wiederholt konnten sich die scheinbar Unbezwingbaren in den letzten Wochen und Monaten aus verzwickten Situationen retten und ihre bemerkenswerte Serie fortsetzen.

Diesmal fanden Leverkusens Trainer Xabi Alonso und seine Spieler keine Lösung gegen ein intelligent spielendes Atalanta Bergamo, das vor allem in der ersten halben Stunde von der IntensitĂ€t her den Deutschen ĂŒberlegen war und dank Ademola Lookman daraus Profit schlug.

Der nigerianische StĂŒrmer traf in der 12. Minute ein erstes Mal nach einer guten Kombination der Italiener und ein zweites Mal eine Viertelstunde spĂ€ter, als ein versuchter schneller Angriff von Leverkusen misslang und indirekt zur Vorlage fĂŒr Lookman wurde. Dieser beschleunigte, dribbelte Xhaka aus und traf mit grosser Klasse zum 2:0. Der dritte Streich von Lookman brachte nach einem Konter in der 76. Minute die frĂŒhzeitige Entscheidung und ein Eintrag ins Geschichtsbuch fĂŒr den dreifachen TorschĂŒtzen, den ersten sechsten in einem Europacup-Final.

Leverkusen fand keine Lösung

In Dublin war Lookman der gefĂ€hrlichste StĂŒrmer einer Mannschaft, die ausserordentlich geschickt die PlĂ€ne von Leverkusen durchkreuzte. Mit dem von Coach Gian Piero Gasperini geschĂ€tzten Pressing zwangen sie den deutschen Meister, fĂŒr jeden Pass viel zu arbeiten. Das in dieser Saison oft gesehene Leverkusen-Powerplay blieb mehrheitlich aus.

epa11361553 Teun Koopmeiners (L) and Ederson (R) of Atalanta and Granit Xhaka of Leverkusen in action during the UEFA Europa League Final soccer match of Atalanta BC against Bayer 04 Leverkusen, in Du ...
Granit Xhaka konnte Leverkusen nicht zum Sieg verhelfen.Bild: keystone

Oft fehlte die Genauigkeit im Spiel der Deutschen, die nach der Pause dominanter, aber nicht sonderlich gefĂ€hrlich wurden. Auch Granit Xhaka konnte das Spiel nicht so dirigieren, wie er es sich gewĂŒnscht hĂ€tte. Mit einem Weitschuss kurz vor der Pause sorgte der Schweizer, der zum zweiten Mal nach 2019, damals mit Arsenal, einen Europacup-Final verlor, immerhin fĂŒr einen von wenigen gefĂ€hrlichen Momenten in Atalantas Defensive um den gebĂŒrtigen ZĂŒrcher und albanischen Internationalen Berat Djimsiti.

Ende von Atalantas Durststrecke

Djimsiti, der 2016 vom FC ZĂŒrich zu Atalanta gewechselt hatte, durfte als Captain die lange Durststrecke seines Vereins beenden. Seit 1963 warteten die Nerazzurri auf ihren zweiten Titel. Erst am Mittwoch hatten sie ihn im Cupfinal gegen Juventus Turin erneut verpasst. Nun gewannen sie als erste italienische Mannschafts seit Parma 1999 die Europa League. FĂŒr Leverkusen folgt immerhin schon am Samstag die nĂ€chste Möglichkeit auf eine TrophĂ€e. Dann trifft Alonsos Team im Cupfinal auf den Zweitligisten Kaiserslautern.

Atalanta - Leverkusen 3:0 (2:0)
Dublin. - 47'135 Zuschauer. - SR Kovacs (ROU).
Tore: 12. Lookman 1:0. 26. Lookman 2:0. 75. Lookman 3:0.
Atalanta: Musso; Djimsiti, Hien, Kolasinac (46. Scalvini); Zappacosta (84. Hateboer), Ederson, Koopmeiners, Ruggeri (91. Toloi); De Ketelaere (57. Pasalic), Scamacca (84. Touré), Lookman.
Leverkusen: Kovar; Stanisic (46. Boniface), Tah, Tapsoba; Frimpong (81. Tella), Xhaka, Palacios (68. Andrich), Hincapie; Wirtz (81. Schick); Grimaldo (69. Hlozek), Adli.
Bemerkungen: Verwarnungen: 22. Djimsiti. 35. Scamacca. 35. Wirtz. 60. Zappacosta. 70. Koopmeiners. 73. Andrich. (hkl/sda)

DANKE FÜR DIE ♄
WĂŒrdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstĂŒtzen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstĂŒtze uns per BankĂŒberweisung.
Die Mehrfach-TorschĂŒtzen in der Champions League
1 / 22
Die Mehrfach-TorschĂŒtzen in der Champions League
5 Tore: Erling Haaland (Manchester City) beim 7:0 gegen Leipzig am 14. MĂ€rz 2023.
quelle: imago/pro sports images / imago images
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Chefsache: Keine Fussball-Fans im BĂŒro, bitte!
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular ĂŒbermitteln.
33 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank fĂŒr dein VerstĂ€ndnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
PĂŒmpernĂŒssler
22.05.2024 22:56registriert Juli 2018
Was fĂŒr eine Reise von Djimsiti. Als Vereinsloser, dank HyppiĂ€, bot ihm Atalanta einen Neuanfang. Wurde ausgeliehen und wĂ€re fast aussortiert worden. Blieb nur im Team wegen vielen Verletzten. Heute stemmt er als Captain den Pokal in die Höhe. Fussball schreibt wunderbare Geschichten.
571
Melden
Zum Kommentar
avatar
Octa
22.05.2024 23:01registriert Oktober 2018
Boah kein Land hat Leverkusen gesehen đŸ˜± bin durchaus ĂŒberrascht ĂŒber die deutlichkeit...
583
Melden
Zum Kommentar
avatar
Lemmyking
22.05.2024 23:35registriert Februar 2015
Durchgehend hohes, agressives Pressing. Mutig. Leidenschaftlich. Zweikampfstark. So wie Atalanta schon seit Jahren spielt. Sie haben den Titel absolut verdient. Eine sensationlle Leistung - wie schon gegen Liverpool und Marseille. Überragend war Lookman. Aber die Mittelfeldspieler Ederson & Koopmeiners sowie Abwehrspieler Hien waren auch herausragend. Leverkusen konnte all dem nichts entgegensetzen. Bravo Gasperini und Atalanta
230
Melden
Zum Kommentar
33
«Kann mir nicht viel vorwerfen» – Bencic bleibt in Melbourne an Qualifikantin hĂ€ngen
Belinda Bencic ist am Australian Open in der 2. Runde ausgeschieden. Sie verliert gegen die Tschechin Nikola Bartunkova.
Nach einem fulminanten Start in die Saison mit fĂŒnf Siegen am United Cup und dem souverĂ€nen Auftakterfolg in Melbourne kam das Aus fĂŒr Belinda Bencic in der 2. Runde völlig aus heiterem Himmel. Mit Ausnahme des zweiten Satzes kam die Olympiasiegerin von 2021 beim 3:6, 6:0, 4:6 gegen die Qualifikantin und Grand-Slam-DebĂŒtantin Nikola Bartunkova (WTA 126) nie richtig ins Spiel.
Zur Story