Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Im Testspiel gegen 1860 München trug Frei noch die Captainbinde. bild: twitter/fcbasel1893

Stocker ist der neue FCB-Captain – Koller-Kritiker Frei als Vize abgesetzt

Der FC Basel hat einen neuen Captain. Wider erwarten ist dies nicht Fabian Frei, sondern Valentin Stocker. Frei gehört nicht einmal mehr zum Captain-Trio. Es ist die Konsequenz aus seinen Antipathien gegenüber dem Trainer.

céline Feller / ch media



Es ist der grosse Knall vor dem Anpfiff des Testspiels gegen 1860 München: Valentin Stocker ist neuer Captain des FC Basel. Nicht Fabian Frei, der als Vize-Captain der vergangenen Saison die logische Wahl gewesen wäre. Sondern Stocker. Es kommt aber noch dicker: Frei ist nicht einmal einer der zwei Vizes von Stocker. Diese sind nämlich Taulant Xhaka (Vize-Captain) und Jonas Omlin (dritter Captain). Es ist eine grosse Überraschung, die Marcel Koller da präsentiert.

Dass Fabian Frei nicht unbedingt zu den grossen Koller-Fürsprechern gehört, ist mittlerweile kein gut gehütetes, sondern viel mehr ein offenes Geheimnis rund um den FCB. Er gehörte zu den Rädelsführern der Revolte gegen Coach Koller im Dezember.

Das neue Captain-Team des FCB:

Die nicht gerade grosse Sympathie gegenüber dem Coach dürfte Frei nun die Captainbinde gekostet haben. Zwar trug er diese im Testspiel in der ersten Halbzeit noch, aber auch nur, weil keiner der drei neuen Captains zu diesem Zeitpunkt auf dem Platz stand. Sich zu der brisanten Entscheidung äussern wollte Frei sich wenig überraschend nicht. Er stand nach dem Testkick gegen 1860 nicht für Interviews zur Verfügung.

Den Frust aber konnte er immerhin mit seinem Treffer zum 3:0 raus lassen. Am Ende siegten die Basler mit 5:1 gegen ein schwaches 1860. Doch das Spiel, das gar von FCB-Präsident Bernhard Burgener persönlich beobachtet wurde, war nicht mehr als eine reine Randnotiz.

Natürlich, Stocker ist eine verständliche Wahl. Genau so wie seine zwei Assistenten. Stocker und Xhaka verkörpern die rotblaue DNA, sie gehören zu den Gesichtern dieses Klubs, der auf selber ausgebildete Spieler setzen will. Ausserdem sind sie beide angesehene Profis, die in der Kabine eine gewichtige Stimme haben und sowohl mit den jungen als auch mit den alten Kollegen gut können.

Und Omlin hat sich die Nomination mit seinen starken Leistungen in seiner ersten Saison verdient, wie auch Koller sagt. Ausserdem streicht Koller Omlins Persönlichkeit als wichtigen Punkt heraus. Und was sagt der Trainer zum ganzen neuen Trio? «Wir wollten etwas Neues machen auf die neue Saison hin. Ich hatte sehr gute Gespräche mit Vali Stocker, er hat ausserdem eine riesige Vergangenheit hier.» Des Weiteren streicht Koller die Kämpfermentalität und den Willen Stockers heraus. Auch Stocker wollte am Mittwoch nichts sagen zu seiner neuen Rolle. Er wird erst am Donnerstag öffnetlich sprechen.

Dafür hatte Koller noch Worte zu Xhaka übrig: «Taulant ist eine Vereinsikone, mit dem sich viele identifizieren.» Die Entscheidung sei im Trainerteam gemeinsam gefällt worden. «Ich habe dann mit den Spielern geredet und sie waren alle bereit, diese Rollen anzunehmen», so Koller. Für Frei hingegen bleiben nur noch ein Sitz im Spielerrat sowie die Worte von Koller, mit denen er den abgesägten Vizecaptain «noch immer als Persönlichkeit» bezeichnet. Es ist nur ein kleiner Trost. Vile mehr ist diese Entscheidung ein Nackenschlag für den Ostschweizer, der immer wieder sagte, dass er gerne eines Tages die Rolle des Captains inne gehabt hätte.

Zürcher Reizfiguren beim FC Basel

Unvergessene Schweizer Fussball-Geschichten

Ein Carlos Varela in Höchstform: «Heb de Schlitte, du huere Schissdrägg»

Link zum Artikel

Die «Nacht von Sheffield» – Köbi Kuhn sorgt für den grössten Skandal der Nati-Geschichte

Link zum Artikel

Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel

Jörg Stiel stoppt den Ball an der EM mit Köpfchen – weil er es kann

Link zum Artikel

Elf kleine Schweizer liegen 0:2 zurück und sorgen dann für Begeisterung in der Heimat

Link zum Artikel

Im Heysel-Stadion werden 39 Menschen zu Tode getrampelt

Link zum Artikel

Filipescu macht den FC Zürich in Basel in der 93. Minute zum Meister

Link zum Artikel

Cabanas fordert Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

Link zum Artikel

Märchenprinz Volker Eckel legt GC mit 300-Millionen-Versprechen aufs Kreuz

Link zum Artikel

Der «entführte» Raffael wird zum Fall für die Polizei – und muss ein Nachtessen blechen

Link zum Artikel

Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Switch_on 27.06.2019 13:44
    Highlight Highlight Die Degradierung von Frei finde ich persönlich nicht so schön, da auch er die rotblaue "DNA" verkörpert.

    Die Wahl der ersten beiden Captains sieht nach einer klaren Ansage aus. Es sind zwei Spieler, welche Kampfgeist verkörpern. Das finde ich sehr positiv.

    Amüsant finde ich auch die abwertenden Kommentare über Stocker. Es ist ja oft so, dass man Spieler bei den Gegnern hat, die man nicht mag.

    Und für alle die jetzt wieder mit dem "unfair"-Argument kommen: Stocker war in seiner ersten Zeit immer einer der meistgefoulten Spieler der Liga.
    • Sutterli 27.06.2019 14:26
      Highlight Highlight Der meistgefoulte Spieler wohl in erster Linie weil er regelmässig wie von Geisterhand zu Boden geht, sobald er die Strafraumgrenze überschritten hat. Zack, liegt der Valentin wieder am Boden.
    • Switch_on 27.06.2019 15:57
      Highlight Highlight Ja ja. Die alte Leier vom FCB Bonus.
      Da gab es meiner Meinung nach viel schlimmere, wie Steffen, Chermiti, usw.
  • Sutterli 27.06.2019 13:00
    Highlight Highlight Wunderbar! Das Rumpelstilzli passt eh besser zu Basel, als der besonnene Frei.
  • Team Insomnia 27.06.2019 11:21
    Highlight Highlight Ausgerechnet der Stolperi-Stocker😂
    Besser als jede Seifenoper...
    • Bud Spencer 27.06.2019 12:11
      Highlight Highlight Stimmt, dass waren noch Zeiten, als er in den Finalissimas jeweils denn Ball ins Tor gestolpert hat...

  • Magenta 27.06.2019 11:14
    Highlight Highlight Fabian Frei als Captain zu ersetzen, finde ich unter den gegebenen Umständen richtig. Ob Valentin Stocker jedoch die richtige Wahl ist, das wage ich sehr stark zu bezweifeln.
  • TodosSomosSecondos 27.06.2019 10:59
    Highlight Highlight Solange F. Frei kein Problem mit dieser Entscheidung hat, ist sie wohl richtig. Sollte dem nicht so sein - und das ist doch irgendwie wahrscheinlich, hat Koller dem FCB damit schon wieder einen Bärendienst erwiesen.

    Dass ein Charakter wie Stocker die Integrationsfigur sein kann, die der FCB dringend braucht, wage ich doch mehr als nur zu bezweifeln.

    Aber hey... mir als YB Supporter kann's ja eigentlich egal sein, wenn die sich selber sabotieren.
    • Magenta 27.06.2019 15:50
      Highlight Highlight Sollte Fabian Frei ein Problem mit dieser Entscheidung haben, wäre sie umso richtiger.
  • fandustic 27.06.2019 10:50
    Highlight Highlight Der Ergänzungsspieler und „Alain Sutter light“ (kommt mir in den Interviews jeweils so vor) wird also Captain....Meine Fresse🤦🏼‍♂️
    • Bud Spencer 27.06.2019 12:08
      Highlight Highlight Stocker hat einen Stammplatz...
  • Zaungast 27.06.2019 10:47
    Highlight Highlight Da wird wieder viel zu viel überinterpretiert. Immerhin war Fabian Frei gestern gegen 1860 München Captain. Wenn das Verhältnis wirklich so schlecht wäre, hätte er von Koller auch gestern die Binde nicht bekommen...

So übel hat's Basel-Trainer Koller bei seinem Mountainbike-Sturz erwischt

Der FC Basel steht nach einem 4:1-Sieg in Pully in der 2. Runde des Schweizer Cups. Trainer Marcel Koller fehlte im Waadtland – er war tags zuvor mit dem Mountainbike schwer gestürzt. Glasscherben hätten ihn bei einem Tempo von etwa 40 km/h zu Sturz gebracht, erläuterte Koller nun im «Blick». Diese hätten seinen Reifen beschädigt.

Der 58-Jährige brach sich am Freitagabend ein Schlüsselbein, eine Schulter wurde ausgekugelt, Bänder zerstört und an der linke Körperhälfte hat er Schürfwunden. …

Artikel lesen
Link zum Artikel