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Basel vor dem Knüller gegen ManCity: 12 Superhelden müsst ihr heute sein

Achtelfinal der Champions League: Basel gegen Manchester City, das momentan wohl beste Team der Welt. Will der FCB bestehen, braucht es eine übermenschliche Leistung. Wir haben der mutmasslichen Startelf und dem Trainer jene Superheldenkräfte zugeordnet, die sie heute brauchen.

sebastian lavoyer, céline feller / bz basel



Tomas Vaclik: Superman

Keiner wird heute so gefordert sein wie FCB-Keeper Tomas Vaclik. Manchester City ist die Tormaschine Europas. Damit der FCB das zu erwartende Geballer ohne Schaden übersteht, braucht es einen überirdischen Vaclik, einen, der durch sein Gehäuse fliegt wie Superman – von Pfosten zu Pfosten, von links nach rechts. Da hilft es, dass er stärker und schneller ist als jeder Mensch. Natürlich dient ihm auch die Unverwundbarkeit, denn City wird kommen wie eine Dampfwalze und alles niedermähen, was sich da in die Quere stellt.

Léo Lacroix: Iceman

Kein Gegentor kassieren – das wird für den FCB heute zentral sein. Genauso wie die Dreierkette, mit der FCB-Coach Raphael Wicky heute operieren dürfte. Und damit auch Neuzugang Léo Lacroix. Mit seiner Härte, seiner Kopfballstärke und seiner Ruhe soll er die City-Stürmer zur Verzweiflung bringen. Oder noch besser: Er lässt sie wie Iceman zu Eissäulen erstarren. Sobald das Gewusel mal gestoppt ist, wird es ein Leichtes sein, dem Eis-De-Bruyne den Ball vom Fuss zu nehmen und in die eigenen Reihen zirkulieren zu lassen.

Marek Suchy: Wolverine

«Kämpfen, kratzen, beissen» – das verlangte Raphael Wicky von seinen Spielern, als sie letzten Herbst in die Krise taumelten. Die Grundlagen des Fussballs. Auch heute geht‘s nicht ohne diese. Und wer geht voran? Der Captain, natürlich. Als Wolverine kann er 30 Zentimeter lange knöcherne Auswüchse aus seinem Handrücken ausfahren – und kratzen wie kein Zweiter. Ausserdem heilen alle Verletzungen innert Kürze, hat er übermenschliche Reflexe und Ausdauer. Genau das wird Suchy brauchen, um Agüero & Co. zu stoppen.

Eder Balanta: Iron Man

Eder Balanta ist ähnlich introvertiert wie intelligent. Auf dem Platz ist er wie verwandelt, wird zum unerbittlichen Kämpfer. Als ob er in eine andere Haut schlüpfen würde. Wie Tony Stark, der zwar hochintelligent, aber eigentlich ein ganz normaler Mensch ist. Bis er einen seiner Anzüge überzieht. Jeder mit anderen Eigenschaften, sodass er in praktisch jeder Situation zurechtkommt und fast jeden Gegner auseinandernimmt. Guardiola könnte wechseln und umstellen, wie er will, Balanta würde jeden Magier entzaubern.

Michael Lang: Batman

Michael Lang ist der Vorzeige-Profi schlechthin. Er ist der Erste in der Kabine und der Letzte, der geht. Nichts überlässt er dem Zufall, ordnet alles dem Fussball unter. Darum passt zu Lang kein Superheld besser als Batman. Bruce Wayne, wie Batman im bürgerlichen Leben heisst, hat keine übernatürlichen Kräfte. Aber dank jahrelangem geistigem und körperlichem Training ist er in absoluter Topform – und er beherrscht unterschiedlichste Kampfkünste. Wenn Lang wie Batman abräumt, dann kommt es gut.

Taulant Xhaka: Hulk

Wenn man Taulant Xhaka neben dem Feld trifft, ist er zwar stets für einen Spruch gut. Doch wenn es um das Wirken in der Öffentlichkeit geht, ist er schüchtern. Interviews bringen ihn ins Schwitzen, lieber antwortet er auf dem Platz. Dort verwandelt er sich in eine komplett andere Person. Wie Hulk wird er plötzlich von Temperament, Explosivität, Mut, Wildheit und Kraft dominiert. Es ist dieses Alter Ego, vor dem sich City in Acht nehmen muss. Denn einmal zu Hulk verwandelt, ist Xhaka kaum mehr zu stoppen.

Raoul Petretta: Dr.Light

Er war der Lichtblick nach dem harzigen Saison-Start: Raoul Petretta. Gegen Benfica feierte er sein Debüt, nachdem er sich in den Wochen zuvor fast unsichtbar gemacht hatte. Wie bei Dr. Light sind auch bei Petretta die Grenzen seines Könnens und seiner Kraft unbekannt. Doch es wirkt, als würde er aus strahlenden Gegnern nur noch mehr Kraft ziehen und stärker werden. Und wo Licht ist, ist auch Schatten. Kann er sich durch diesen bis an den City-Strafraum schleichen, gelingt vielleicht die perfekte Flanke im perfekten Moment.

Fabian Frei: Spiderman

Fabian Freis Aufgabe gegen Manchester City ist klar: Er muss im Mittelfeld die Fäden ziehen. In alle Richtungen muss er diese streuen, geschossen aus den Füssen – fast wie Spiderman. Findet er dann noch schier unsichtbare Räume wie eine Spinne, dann entfesselt er wie Spiderman seine übermenschlichen Fähigkeiten. Im Defensiv-Verhalten muss er wie eine Spinne ihre Beute die Citizens in sein Netz laufen und sie dort zappeln lassen und damit um deren Stärken berauben. Dann hat er das Zentrum im Griff.

Mohamed Elyounoussi: Magneto

Mohamed Elyounoussi ist der Meister des Magnetismus. Oder er soll es sein. Er soll die Bälle anziehen wie ein Magnet. Er soll wie Magneto Impulse setzen, an sich und das ganze Team und Kraftfelder schaffen. Schliesslich obliegt ihm das als Kreativ-Leader dieser Mannschaft. Schafft er es zudem, anderen Menschen durch die Manipulation des Eisens in den roten Blutkörperchen seinen Willen aufzuzwingen – wie der Superheld –, dann kann er energiegeladen durch die englische Abwehr tanzen.

Ricky van Wolfswinkel: Plastic Man

Unverwundbar wie Plastic Man ist Ricky van Wolfswinkel zwar nicht. Das musste er auf bittere Weise lernen. Aber jetzt, wo er zurück ist, soll er andere Attribute, die er mit dem Superhelden gemein hat, wieder auf den Platz bringen: Agilität und Flexibilität. Diese sollen ihn in Positionen vor dem Tor bringen, die der Gegner nicht verteidigen kann. Und dass er seinen Fuss so strecken kann, dass er Bälle noch kriegt, die für andere verloren wären. Gepaart mit seiner Unbeschwertheit im Spiel kann er City in Verlegenheit bringen.

Dimitri Oberlin: Flash

Atemberaubend war es, als Dimitri Oberlin wie ein Blitz vom eigenen Strafraum an jenen von Benfica sprintete und dort den Ball im Tor unterbrachte. Manch einer meinte, auf dem Spielfeld eben Flash gesehen zu haben. Wobei, an diesem Abend verschmolzen die beiden tatsächlich zu einer Person. Genau das braucht es auch heute wieder, um die Defensive der Citizens auszuhebeln. Und rauscht Oberlin noch einmal so übers Feld, werden sich die Abwehrkräfte Citys fühlen wie vom Blitz getroffen.

Raphael Wicky: Wickie

Es wird die grösste Prüfung für Raphael Wicky, dieses Spiel gegen Manchester City, gegen Pep Guardiola, von dem er in höchsten Tönen spricht. Um gegen den detailversessenen Katalanen bestehen zu können, braucht Wicky aber nicht übermenschliche Kräfte, sondern vor allem List, Cleverness und überraschende Ideen. Wie Wickie aus «Wickie und die starken Männer». Der bringt es dank genau dieser Fähigkeiten immer wieder fertig, sich aus ausweglosen Situationen zu retten und scheinbar übermächtige Gegner zu besiegen.

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

Mit ihren Kräften dürfen die Basler heute nicht geizen:

Video: watson/Nico Franzoni, Emily Engkent

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