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Belgium's Kevin De Bruyne reacts after Thorgan Hazard scored during the Euro 2020 soccer championship group B match between Denmark and Belgium, at the Parken stadium in Copenhagen, Thursday, June 17, 2021. (Wolfgang Rattay, Pool via AP)

Kevin de Bruyne feiert den Ausgleichstreffer zum 1:1. Bild: keystone

«Von der Hölle in den Himmel» – mit De Bruyne, dem «König von Belgien», kam die Wende

Zweiter Sieg im zweiten Spiel für Belgien: Der Titelaspirant hat seine Ansprüche untermauert. Gegen Dänemark musste nach einem Blitzstart des Gastgebers eine Wende her – und die wechselte der Trainer ein.



Es war eine Partie, die alles andere als normal war. Fünf Tage nach dem Drama um Christian Eriksen musste Dänemark wieder antreten. Nach zehn Minuten ruhte das Spiel deswegen und die Spieler, Funktionäre und 23'395 Zuschauer im Stadion klatschten laut, um dem 29-Jährigen, der auf dem Platz einen Herzstillstand erlitten hatte, damit ihre Unterstützung zu zeigen.

Zu diesem Zeitpunkt lag Dänemark bereits in Führung. Ein Blitzstart legten die Rot-Weissen hin, Yussuf Poulsen erzielte schon nach 99 Sekunden das 1:0. Angepeitscht von einem lautstarken Publikum legten die Nordländer furios los.

Poulsen mit dem frühen 1:0 für Dänemark. Video: SRF

«Unsere erste Halbzeit war dramatisch», sagte Belgiens Stürmerstar Romelu Lukaku. «Wir haben unter schwierigen Umständen gespielt. Es ist nicht einfach, mit einem solchen Publikum Fussball zu spielen.»

Die hochdotierten Belgier hatten indes noch Trümpfe in der Hinterhand. Trainer Roberto Martinez wechselte zu Beginn der zweiten Halbzeit Kevin De Bruyne ein und nach einer Stunde mit Eden Hazard einen weiteren Mittelfeld-Star.

Und mit diesen beiden kam die Wende. De Bruyne legte zunächst für Edens Bruder Thorgan zum Ausgleich auf und erzielte in der 70. Minute nach Pass von Eden Hazard das Siegtor. De Bruyne schloss eine herrliche Kombination zum 2:1 ab.

Wunderbar kombiniert: De Bruyne mit Belgiens 2:1. Video: SRF

«Von der Hölle in den Himmel» schreibt die belgische Zeitung «Hets Laatste Nieuws» und von einem «magistralen De Bruyne». Sein Kürzel KDB stehe für «Koning der Belgen» («König von Belgien»). Der Star von Manchester City, der sich im Champions-League-Final im Gesicht verletzt hatte, gab gegen die Dänen sein Comeback – und war sofort der entscheidende Faktor.

Seinen Treffer feierte De Bruyne, ohne gross Freude zu zeigen. «Natürlich war ich glücklich», sagte er auf der UEFA-Website, «aber ich respektiere die Menschen hier zu sehr, um ausgelassen zu jubeln. Ich ging an den Ort, an dem Christian kollabierte und blieb bewusst ruhig.»

Neben De Bruyne kehrte auch Axel Witsel, nach einem Achillessehnenriss wieder fit, auf den Rasen zurück. Auch er wurde eingewechselt. «Dieses Trio bringt uns natürlich einen Vorteil. Wenn sie nicht da sind, spürt man das sofort», sagte Verteidiger Jan Verthongen. «Sie sind glücklich, dass sie wieder da sind und ich bin es auch.»

Mit sechs Punkten aus zwei Spielen kann Belgien mit den Achtelfinals planen. Im dritten Vorrundenspiel trifft es am Montag auf Finnland. (ram)

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