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Notorische Versager: Die Spieler des FC Schalke 04 kriegen kein Bein mehr vor das andere.
Notorische Versager: Die Spieler des FC Schalke 04 kriegen kein Bein mehr vor das andere.Bild: keystone

Die Anti-Schalkes dieser Welt – 22 wahnwitzige Erfolgsserien

08.01.2021, 16:4509.01.2021, 15:08

Tasmania Berlin zittert. Wenn Schalke 04 auch am Samstag gegen Hoffenheim nicht gewinnt, dann ist das die 31. sieglose Bundesliga-Partie in Folge. Der Bundesliga-Negativrekord von Tasmania – und damit dessen Alleinstellungsmerkmal – wäre eingestellt. «Ich rate Schalke, die eigene Intensität in das Spiel zu bringen und niemals aufzugeben», macht Atze Becker den Verlierern Mut. Der heute 82-Jährige war 1965/66 Kapitän der erfolglosen Berliner. «Im Fussball ist nichts unmöglich.»

Diese Sportler und Teams kennen keine solche Sorgen wie sie Schalke, das zum zweiten Mal nach dem 0:3 bei Hertha BSC vom Zürcher Trainer Christian Gross gecoacht wird, hat. Sie legten grandiose Erfolgsserien hin:

Toni Bou

Der Spanier ist DIE ganz grosse Nummer im Trial, dem Geschicklichkeitsfahren mit dem Töff. Seit 2007 ist Bou jedes Jahr sowohl in der Halle wie auch im Freien Weltmeister geworden. Bislang kamen so 28 Titel zusammen – und er ist noch nicht müde.

Im Lockdown trainiert Bou halt im Haus.Video: YouTube/Trialworld

Jahangir Khan

Ich war etwa zwölf Jahre alt, als ich mir für den ersten PC, einen 286er mit 16-Farben-EGA-Bildschirm, im Laden für 20 Franken ein Paket mit vier Computerspielen kaufte. Eines davon – es lief leider nicht – hiess «Jahangir Khan Squash». Der sechsfache Weltmeister galt schon damals und gilt bis heute als die grosse Legende im Glaskasten. Der Pakistaner gewann in den 1980er-Jahren innerhalb von fünfeinhalb Jahren 555 Matches in Folge.

Bild: imago/Pressefoto Baumann
Endlich weiss ich, was ich damals verpasst habe! So sah das Game aus, das auf meinem PC nicht lief.Video: YouTube/Squakenet

Esther Vergeer

Die Niederländerin war ein Jahrzehnt lang unantastbar. Als sie im Februar 2013 vom Rollstuhl-Tennis zurücktrat, endete gleichzeitig eine Serie von 470 siegreichen Partien seit 2003. 120 Turniere gewann sie damit, darunter drei paralympische. In 95 dieser Spiele gab sie kein einziges Game ab, insgesamt verlor sie nur 18 Sätze und sie musste nur ein einziges Mal einen Matchball abwehren, gegen ihre Landsfrau und Doppelpartnerin Korie Homan im Final der Paralympics 2008.

Bild: imago/Action Plus

Alexander Karelin

Der russische Ringer machte nach den Olympischen Spielen 2000 in Sydney das einzig logische: Er trat auf der Stelle zurück. Denn im Final des griechisch-römischen Superschwergewichts verlor «Alexander der Grosse» gegen den Amerikaner Rulon Gardner – und kassierte damit die erste Niederlage in einem internationalen Wettkampf überhaupt und die erste nach 13 Jahren. «Der russische Bär» beendete die Laufbahn als dreifacher Olympiasieger, neunfacher Weltmeister und zwölffacher Europameister mit der Wahnsinnsbilanz von 887 Siegen und zwei Niederlagen. Vor Gardners Sensation gelang es sechs Jahre keinem Ringer, gegen Karelin auch nur einen Punkt zu holen.

Rulon gegen Karelin wird wenig überraschend als Duell von Gut gegen Böse inszeniert.Video: YouTube/Wrestling With Character

Johnny Weissmüller

Weltberühmt wurde er als Tarzan-Darsteller im Kino, zuvor war er der beste Schwimmer der Welt. Weissmüller, dessen Eltern mit ihm als Baby aus Österreich-Ungarn in die USA übersiedelten, wurde 1924 fünffacher Olympiasieger. Er war der erste Mensch, der 100 Meter in unter einer Minute schwimmen konnte, stellte über 50 Weltrekorde auf – und soll angeblich während seiner ganzen Karriere kein einziges Rennen verloren haben.

Die Lebensgeschichte von Johnny Weissmüller.Video: YouTube/Remembering Famous People

Edwin Moses

122 Rennen über 400 m Hürden gewann der Amerikaner zwischen 1977 und 1987. In dieser Zeit wurde er Olympiasieger, Weltmeister und verbesserte vier Mal den Weltrekord.

Ein Portrait von Edwin Moses.Video: YouTube/Athlete Sport

Carl Lewis

Während zehn Jahren blieb «King Carl» im Weitsprung unbesiegt, gewann 65 Wettkämpfe in Folge, bis es an der WM 1991 in Tokio zum legendären Duell mit Mike Powell kam. Zwar übersprang auch Lewis (windunterstützt) den Fabelweltrekord von Bob Beamon – aber Powell kam noch etwas weiter, landete erst nach 8,95 m in der Sandgrube. Der Weltrekord hat immer noch Bestand, nun schon bald 30 Jahre, und damit länger als Beamons «Sprung ins Jahrhundert».

Kenias Steeple-Läufer

Wenn an Olympischen Spielen der Hindernislauf über 3000 m startet, kann die Flagge für den Sieger bereits an den Mast gehängt werden. Seit 1984 kam der Steeple-Olympiasieger immer aus Kenia, neun Mal in Folge. Highlights waren die Sweeps 1992 und 2004. In WM-Finalrennen sind gebürtige Kenianer seit 1991 in mittlerweile 15 Rennen unbesiegt (Stephen Cherono errang seine Titel 2003 und 2005 nach Nationenwechsel als Saif Saaeed Shaheen aus Katar).

Der amtierende Weltmeister: Conseslus Kipruto.
Der amtierende Weltmeister: Conseslus Kipruto.Bild: keystone

Arsenal

Die Londoner wurden 2003/04 ungeschlagen Meister. Saisonübergreifend verlor Arsenal während 49 Partien nicht. Im Sommer 2020 wurde Bayern München mit der Bilanz von elf Siegen in elf Spielen Champions-League-Sieger, Steaua Bukarest legte zwischen 1986 und 1989 eine Serie der Ungeschlagenheit in Liga und Cup hin, die 119 Spiele lang dauerte.

Sébastien Loeb

Von 2004 bis 2012 wurde der Franzose neun Mal in Folge Rallye-Weltmeister. Loeb hält mit 79 Rallyesiegen und 925 Erfolgen in den Wertungsprüfungen die Rekorde, ebenso wie er mit 119 die meisten Podestplätze erreicht und die meisten Punkte in der Geschichte der Rallye-WM gesammelt hat.

Bild: www.imago-images.de

Olympiakos Piräus

Am 25. Oktober 2020 endete mit einem 61:62 gegen Panathinaikos eine Serie von 137 Siegen in Folge für die Basketballerinnen von Olympiakos. Sie holten damit ungeschlagen fünf Meistertitel und vier Cupsiege in Serie, der Cup 2020 wurde wegen des Coronavirus nicht abgeschlossen.

Bild: imago sportfotodienst

New York Yacht Club

1851 gewannen die US-Segler den ersten America's Cup. Sie verteidigten die kleine Sieger-Kanne 132 Jahre lang gegen sämtliche Herausforderer – bis sie 1983 gegen den Royal Perth Yacht Club aus Australien den Kürzeren zogen.

Bild: imago stock&people

Wassyl Lomatschenko

Die exakte Zahl seiner Siege in Folge ist unklar, aber sie ist sehr, sehr hoch. Denn als der ukrainische Boxer 2013 von den Amateuren zu den Profis wechselte, tat er dies mit der Bilanz von 396 Siegen und nur einer Niederlage. Diese hatte er 2007 erlitten, danach wurde er unter anderem zwei Mal Olympiasieger und Weltmeister. 2014 wurde Lomatschenko in seinem erst dritten Profikampf Weltmeister, 2017 erhielt er den «Sugar Ray Robinson Award» für den Boxer des Jahres.

Highlights aus Lomatschenkos Amateur-Karriere.Video: YouTube/Amateur Boxing

Stephen Hendry

Das Crucible Theatre in Sheffield war jahrelang seine Stube. Ab 1992 gewann Hendry dort 29 WM-Spiele in Folge, wurde fünf Mal in Folge Snooker-Weltmeister. Der Lauf endete im Final 1997, als er gegen Ken Doherty verlor.

Bild: www.imago-images.de

Phil Taylor

Die Darts-Ikone blieb an Weltmeisterschaften während acht Jahren unbesiegt, zwischen 1995 und 2003. Insgesamt holte der Engländer 16 Weltmeistertitel – Rekord.

Bild: AP PA

Camarero

Wer sein Geld zwischen April 1953 und August 1955 auf den Vollblüter setzte, sahnte vermutlich nicht gross ab. Camarero mauserte sich in Puerto Rico von Start zu Start zum noch grösseren Favoriten. Der Hengst gewann sein allererstes Rennen, das zweite auch, das dritte auch und wurde erst nach 56 Siegen in Folge erstmals bezwungen. Camareros Begräbnis wohnten rund 10'000 Anhänger bei.

Bild: Wikipedia

Rafael Nadal & Roger Federer

Die zwei Tennis-Stars halten die Rekorde auf ihren Lieblingsunterlagen. Nadal blieb zwischen 2005 und 2007 in 81 Sandplatzspielen unbesiegt, bis ihn Federer im Final von Hamburg schlug. Der Schweizer seinerseits gewann zwischen 2003 und 2008 auf Rasen 65 Partien in Folge, bis ihn Nadal im epischen Wimbledon-Final 2008 besiegte.

Misti May-Treanor / Kerri Walsh Jennings

Das Duo gilt im Beachvolleyball als das Mass aller Dinge. 2004, 2008 und 2012 gewann es Olympia-Gold, dazu auch drei WM-Titel. 2007/08 siegte es in 112 Turnierspielen in Folge, was 19 Turniersiege einbrachte.

Bild: imago/Colorsport

Deutschlands Rodlerinnen

Während mehr als 13 Jahren gelang es keiner «Ausländerin», ein Weltcuprennen zu gewinnen. In 105 Rennen jubelte am Ende immer eine Deutsche, bis die Serie im Februar 2011 durch die Kanadierin Alex Gough beendet wurde.

Bild: imago/Kosecki

Ingemar Stenmark

Dem Schweden gelang die längste Siegesserie in einer Disziplin des Skiweltcups. Stenmark gewann 14 Riesenslaloms in Folge: den letzten 1977/78, alle zehn 1978/99 und die ersten drei 1979/80. «Schweizer Rekord» sind acht Slalom-Siege in Folge von Vreni Schneider.

Bild: Getty Images Europe

THW Kiel

Besser als 2011/12 kann der deutsche Handballklub nie mehr sein: Er wurde mit 34 Siegen in 34 Spielen deutscher Meister, er gewann den Cup und die Champions League.

Bild: imago/objectivo
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