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FILE - In this Nov. 5, 2019 file photo, Barcelona's Lionel Messi reacts during a Champions League Group F soccer match against Slavia Praha at Camp Nou stadium in Barcelona, Spain. Lionel Messi has told Barcelona he wants to leave the club after nearly two decades with the Spanish giants. The club has confirmed that the Argentina great has sent a note expressing his desire to leave. The announcement comes 11 days after Barcelona's humiliating 8-2 loss to Bayern Munich in the Champions League quarterfinals, one of the worst in the player's career and in the club's history. (AP Photo/Joan Monfort, File)

Lionel Messi im Barcelona-Trikot – gehören solche Bilder der Vergangenheit an? Bild: keystone

Barcelona bestätigt: Lionel Messi will weg – darf den Vertrag aber wohl nicht auflösen



Lionel Messi will den FC Barcelona nach 20 Jahren verlassen. Der Klub bestätigte am Dienstagabend entsprechende Medienberichte aus Argentinien.

Der TV-Sender TyC Sports und Fox Sports hatten berichtet, dass Messi dem FC Barcelona seinen Wechselwunsch schriftlich mitgeteilt habe. Der 33-Jährige wolle eine Klausel in seinem Vertrag ziehen, durch die er am Ende jeder Saison einseitig kündigen und somit ablösefrei wechseln könne, hiess es.

Allerdings gibt es diesbezüglich ein Problem: Die Frist zur Aktivierung der Klausel in diesem Sommer ist aus Sicht des Vereins bereits im Juni abgelaufen, schreiben «Mundo Deportivo» und andere Medien. Auch der ehemalige Barça-Präsident Joan Gaspart ist überzeugt: «Ich habe den Vertrag gesehen, er ist sehr klar. Die Klausel ist im Juni abgelaufen, es gibt keinen anderen Weg», so Gaspart gegenüber Radio Marca.

Messi soll hingegen der Ansicht sein, die Frist müsse verlängert werden, weil auch die Saison wegen der Corona-Zwangspause verlängert worden sei.

Während Messi für seinen Entscheid von einigen Barcelona-Fans auf den sozialen Medien kritisiert wird, bekommt er von ehemaligen und aktuellen Teamkollegen Rückendeckung. «Respekt und Bewunderung, Leo. Du hast meine Unterstützung», so Barcelonas Verteidiger-Legende Carles Puyol auf Twitter. Barça-Stürmer Luis Suarez, der selbst bald wechseln könnte, antwortete mit zwei Emojis von applaudierenden Händen.

Seit dem Bayern-Debakel abgetaucht

Messi selbst hat sich nach dem desaströsen 2:8 im Viertelfinal der Champions League gegen Bayern bislang nicht öffentlich zu seiner Zukunft geäussert. Der Vertrag des Argentiniers, der vor 20 Jahren von Rosario in die katalanische Metropole kam und beim FC Barcelona unter anderem zum sechsfachen Weltfussballer und dienstältesten Spieler des Klubs wurde, ist noch bis Ende Juni nächsten Jahres gültig.

Barcelona's Lionel Messi holds his head during the Champions League quarterfinal match between FC Barcelona and Bayern Munich at the Luz stadium in Lisbon, Portugal, Friday, Aug. 14, 2020. Gerard Piqué says Barcelona

Gegen Bayern München ging Barcelona gleich mit 2:8 unter. Bild: keystone

Spekulationen, dass Messi den Klub verlassen könnte, gibt es seit längerem. Durch die erste titellose Saison seit zwölf Jahren und die Pleite gegen die Bayern nahmen sie neue Fahrt auf. Ronald Koeman, der den Verein wieder zum Erfolg führen soll, will eigentlich eine Mannschaft um Messi aufbauen.

Diese Hoffnung soll sich nach einem Gespräch mit Messi zerschlagen haben. Barça-Präsident Josep Bartomeu hatte die Gerüchte um einen Messi-Weggang bei der Vorstellung des 57-jährigen Koeman jüngst energisch zurückgewiesen.

Da nun Messi doch gehen will, werden immer mehr Stimmen laut, die Bartomeus Rücktritt fordern. Barcelonas Präsidentschaft-Kandidat Victor Font äusserte heftige Kritik auf Twitter: «Du warst nicht fähig, den besten der Welt halten zu können, einen hausgemachten Mythos. Deshalb bestehen wir darauf: Bartomeu soll zurücktreten und es soll so schnell wie möglich Wahlen geben!»

Und auch die Barcelona-Anhänger fordern Konsequenzen nach Messis Wechselwunsch. Viele Fans versammelten sich vor dem Camp Nou und skandierten «Bartomeu! Dimision!» – «Bartomeu! Rücktritt!». Zudem versuchten einige, Messi zum Verbleib zu überzeugen. «Bleib, Messi! Wir lieben dich!», sangen einige Anhänger vor dem Stadion.

Wohin Messi bei einem Abgang aus Barcelona wechseln könnte, ist derweil noch unklar. Der Argentinier wurde zuletzt immer wieder mit Manchester City in Verbindung gebracht, wo er auf seinen ehemaligen Trainer Pep Guardiola treffen würde. Auch Inter Mailand ist gemäss italienischen Medien eine Option. (dab/sda/dpa)

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