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Barcelona-Präsident Josep Bartomeu spricht über die Zukunft des Klubs. Bild: fcbarcelona

Mit Messi und tieferen Löhnen – so will Präsident Bartomeu Barça aus der Krise führen



Nach dem verpassten Meistertitel, der 2:8-Klatsche im Champions-League-Viertelfinal gegen Bayern München und Spekulationen zu einem möglichen Abgang Lionel Messis ist die Luft beim FC Barcelona sehr dick geworden. Gestern wurde bekannt, dass auch Sportchef Eric Abidal den Klub verlässt, laut Präsident Josep Bartomeu auf eigenen Wunsch.

Nun wollte Bartomeu über die Zustände des katalanischen Traditionsklubs Klarheit schaffen und sprach bei «Barca TV» diverse Punkte an.

Das sagte der Barça-Präsident ...

... über Ronald Koeman als neuen Trainer:

«Wenn nichts schief geht, wird er nächste Saison unser neuer Trainer sein. Er kennt unsere Philosophie sehr gut und glaubt, dass der Klub mit seinem Spielstil erfolgreich sein kann. Koeman war der erste Coach, mit dem wir bereits im Dezember gesprochen haben. Damals konnte ich noch nichts sagen. Barcelona zu trainieren, ist für Koeman ein Traum, der wahr wird.»

... zur Zukunft von Lionel Messi

«Messi hat noch einen Vertrag bis 2021. Ich spreche regelmässig mit ihm und er ist enttäuscht im Moment. Wir alle sind enttäuscht. Aber er weiss, dass es hier ein Projekt mit einem neuen Trainer gibt. Koeman sagt, Messi wird ein Pfeiler in seinen Plänen sein. Messi will seine Karriere hier in Barcelona beenden.»

... über die finanzielle Situation des Klubs:

«Wir haben Geld, aber wir haben auch Probleme mit den Lohnausgaben. Die sind zu gross. Wegen dem Coronavirus fehlen uns Einnahmen. Deshalb müssen wir zuerst die Lohnsumme reduzieren, bevor wir neue Spieler holen. In der nächsten Saison werden wir 320 Millionen Euro an Einnahmen verlieren und Corona wird uns noch härter treffen als in der gerade beendeten Saison.»

... zu möglichen Abgängen:

«Es ist Zeit, dass wir uns von gewissen Spielern verabschieden. Wer unverkäuflich ist? Lionel Messi. Er weiss es, er ist der beste Spieler der Welt. Ich würde auch Marc-Andre ter Stegen, Frenkie de Jong, Clement Lenglet, Ousmane Dembele, Ansu Fati und Antoine Griezmann nennen. Auf diese Spieler zählen wir und sie werden noch lange bei Barça spielen.»

Barcelona's Luis Suarez reacts after Bayern Munich scored during the Champions League quarterfinal match between FC Barcelona and Bayern Munich at the Luz stadium in Lisbon, Portugal, Friday, Aug. 14, 2020. Gerard Piqué says Barcelona

Luis Suarez gehört nicht zu den Unverkäuflichen. Bild: keystone

... über anstehende Veränderungen bei Barça:

«Wir sind uns alle einig, dass der Moment gekommen ist, um frisches Blut in den Klub zu bringen. Wir haben momentan eine Fussball-Krise, aber keine institutionelle Krise. Das Modell und der Spielstil werden gleich bleiben, aber gewisse Dinge innerhalb des Systems müssen verbessert werden. Wir müssen einen physischeren Fussball entwickeln. Es geht dabei aber nicht nur um die Spieler. Der Umbau wird tiefer gehen.»

... über Neymar und Lautaro Martinez:

«Neymar steht bei PSG nicht zum Verkauf. Wir wollten ihn letzten Sommer zurückholen, aber Paris hat abgelehnt. Wegen Lautaro Martinez haben wir schon mit Inter gesprochen. Nachdem der Spielbetrieb aber weiterging, haben wir die Gespräche pausiert. Wir werden jetzt sehen, was die Ideen von Koeman sind.»

epaselect epa08609579 Lautaro Martinez of Inter celebrates after scoring the 1-0 lead during the UEFA Europa League semi final match between Inter Milan and Shakhtar Donetsk in Duesseldorf, Germany, 17 August 2020.  EPA/Sascha Steinbach / POOL

Spielt Lautaro Martinez bald in Barcelona? Bild: keystone

(abu)

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