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Conference League: Genf unterliegt Viktoria Pilsen im Penaltyschiessen

epa11220948 Players of Servette during the penalty shoot-out in the UEFA Europa Conference League Round of 16, second leg soccer match Viktoria Plzen vs Servette FC, in Plzen, Czech Republic, 14 March ...
Servettes europäische Reise geht gegen Pilsen im Penaltyschiessen zu Ende. Bild: EPA

Ausgeträumt – Servette unterliegt Viktoria Pilsen im Achtelfinal der Conference League

Servette scheitert in den Achtelfinals der Conference League. Die Genfer verlieren gegen Viktoria Pilsen nach neuerlichem 0:0 im Penaltyschiessen.
14.03.2024, 18:1514.03.2024, 22:55

Die Nerven, sie versagten den Spielern von Servette im entscheidenden Moment. Miroslav Stevanovic, Yoan Severin und Keigo Tsunemoto konnten ihre Penaltys allesamt nicht im Tor unterbringen, während die Spieler von Viktoria Pilsen allesamt einen Weg an Servette-Goalie Jérémy Frick vorbeifanden.

Damit endet die Europacup-Kampagne für die Genfer, ohne gegen die Tschechen ein Tor kassiert zu haben. Denn nach dem torlosen Unentschieden im Hinspiel vor einer Woche fiel auch diesmal kein Treffer.

Wie bereits in Genf war es auch in Tschechien keine Partie mit einer Vielzahl an Chancen. Aber der sechsfache tschechische Meister fand in der heimischen Arena besser ins Spiel. Zweimal tauchte Pavel Sulc in der Startviertelstunde gefährlich vor Frick auf, und der Kopfball von Innenverteidiger Robin Hranac landete gar hinter dem Genfer Schlussmann, ein Offsidepfiff verhinderte aber den frühen Rückstand für Servette.Im Hinspiel hatte Sulc, der die Torschützenliste der tschechischen Liga mit 14 Treffern anführt, noch gesperrt gefehlt, diesmal sorgte er in der Hintermannschaft der Servettiens immer mal wieder für Unruhe.

Die Mannschaft von René Weiler schaffte es nur selten, vor dem Tor der Pilsner für Gefahr zu sorgen. Miroslav Stevanovics Abschluss zu Beginn der zweiten Halbzeit zwang Martin Jedlicka im Tor der Tschechen zu einer schönen Flugeinlage (51.), bei einem Gegenstoss brachte wiederum Stevanovic aus vielversprechender Position zu wenig Druck hinter den Ball, und in der 89. Minute hätte ein Kopfball des eingewechselten Alexis Antunes Servette beinahe zum späten Glück verholfen.

Ein Glück, das sie zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in einen Europacup-Viertelfinal gebracht hätte. Nun müssen sich die zweitplatzierten Servettiens auf die Super League und den Cup-Halbfinal gegen Winterthur konzentrieren.

Kein Eintrag in die Geschichtsbücher

«Ich muss dem gegnerischen Torhüter ein Kompliment machen», sagte Servette-Goalie Frick gegenüber dem TV-Sender Blue. «Er hat wirklich stark gehalten.» Frick meinte, es habe an diesem Abend zwar nicht die bessere Mannschaft gewonnen, aber diejenige mit mehr Erfahrung im Europacup. Schliesslich ist es eine halbe Ewigkeit her, dass Servette in einem europäischen Wettbewerb in einen Viertelfinal vorstiess. Vor 45 Jahren standen die Genfer im damaligen Europacup der Cupsieger unter den letzten acht und schieden gegen Fortuna Düsseldorf aus.

Auch unter diesem Gesichtspunkt meinte Frick: «Es ist schade, dass wir nicht etwas für die Geschichtsbücher von Servette machen konnten.» Aber der Goalie weiss, dass es auch nach dem Ende der Europacup-Kampagne noch einiges zu gewinnen gibt für die Mannschaft von René Weiler. In der Meisterschaft beträgt der Rückstand auf Favorit YB nur ein Punkt, und im Cup stehen die Servettiens im April im Halbfinal gegen Winterthur.Frick sagt: «Wir haben noch viel zu tun.»

Mit Servette ist der letzte Schweizer Klub aus dem Europacup ausgeschieden.

Viktoria Pilsen - Servette 0:0 n.V.
Viktoria Pilsen 3:1-Sieger im Penaltyschiessen
11'225 Zuschauer.
SR Collum (SCO).
Penaltyschiessen: Stevanovic (Jedlicka hält), Chory 1:0; Guillemenot 1:1, Mosquera 2:1; Severin (Jedlicka hält), Sulc 3:1; Tsunemoto (verschiesst).
Viktoria Pilsen: Jedlicka; Dweh, Hranac, Jemelka; Kopic (83. Mosquera), Cerv (116. Hejda), Kalvach, Cadu; Sulc, Chory, Traoré (61. Vydra).
Servette: Frick; Tsunemoto, Rouiller, Severin, Mazikou (119. Baron); Cognat (106. Diba), Ondoua; Stevanovic, Kutesa (106. Magnin), Bolla (80. Antunes), Crivelli (70. Guillemenot).
Bemerkungen: Pilsen Durosinmi und Jirka (beide verletzt). Servette ohne Bronn und Nishimura (beide nicht spielberechtigt). Verwarnungen: 35. Kopic. 45. Crivelli. 68. Mazikou. 82. Cerv. 94. Stevanovic. 96. Rouiller. 105. Jemelka. 108. Dweh. 114. Diba. 120. Baron.

(kat/sda)

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