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Neue Regel gegen Zeitspiel im Fussball – es könnten Strafecken drohen

GER, Champions League, Borussia Dortmund vs Paris Saint-Germain / 13.12.2023, Signal Iduna Park, Dortmund, GER, Champions League, Borussia Dortmund vs Paris Saint-Germain Im Bild: Gregor Kobel BV Boru ...
Am Ende des Spiels liegen Goalies wie hier Gregor Kobel gerne mal etwas länger als erlaubt auf dem Ball.Bild: www.imago-images.de

Es drohen Strafecken – so wollen die Regelhüter gegen Zeitspiel vorgehen

31.10.2024, 13:2631.10.2024, 14:39

Es gibt bei Fussballspielen wenig Nervigeres als Zeitspiel. Erst recht, wenn das Lieblingsteam hinten liegt und die Gegenspieler bei Spielunterbrüchen nur noch am Boden liegen oder sich plötzlich in Zeitlupe bewegen.

Während sich gegen Spieler, die zur Eckfahne rennen und dort den Ball abschirmen, wenig machen lässt, gäbe es für Goalies, die nach einer Parade erst ein paarmal herumrollen und dann noch etwas auf dem Ball liegen bleiben, aber eine in den Regeln festgesetzte Strafe. So müsste es einen indirekten Freistoss geben, wenn ein Goalie den Ball länger als sechs Sekunden in den Händen hält. Eigentlich.

Der wohl berühmteste indirekte Freistoss der Fussballgeschichte.Video: YouTube/FC Bayern München

Denn, weil diese Strafe gemessen am Vergehen sehr hart wäre, wird sie sozusagen nie angewendet. Dies soll sich jetzt aber ändern. Das International Football Association Board (IFAB) plant nämlich, diese Regel anzupassen und unter anderem die festgelegte Strafe zu mildern. Anstatt eines indirekten Freistosses im Strafraum solle der Gegner dann entweder einen Eckball oder einen Einwurf auf Höhe des Elfmeterpunkts erhalten.

Seit März war in unterklassigen Ligen europaweit getestet worden, wie die Regel verändert werden könnte. Am Dienstag diskutierte das IFAB nun über erste Ergebnisse und eine erste Regeländerung. Wie die «Bild» berichtet, soll das Zeitlimit von sechs auf acht Sekunden erweitert werden, wenn der Torhüter durch einen Gegenspieler gehindert wird, den Ball loszuwerden. Der Schiedsrichter solle dabei mit erhobener Hand deutlich sichtbar einen Countdown von fünf auf null Sekunden anzeigen. Für das erste Vergehen wird der Goalie ermahnt, danach gibt es eine Gelbe Karte.

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Im Verlaufe der Testphase wurde ausserdem herausgefunden, dass Goalies, die Zeit schinden wollen, den Ball im Schnitt rund 20 Sekunden in der Hand halten – 14 Sekunden länger als erlaubt. Dem will das IFAB nun entgegenwirken und Strafecken oder -einwürfe scheinen in den Augen der Regelhüter eine angemessene Strafe zu sein und das Zeitschinden wirksam «verhindern oder zumindest eindämmen».

Noch ist jedoch unklar, ob und wann die Regel in den verschiedenen Topligen oder auch der Schweizer Super League angepasst wird. (nih)

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