Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Basler Ricky van Wolfswinkel erzielt das Tor zum 2-0 gegen den Grasshopper Torhueter Heinz Lindner im Super League Spiel zwischen dem FC Basel 1893 und dem Grasshopper Club Zuerich, am Donnerstag, 10. August 2017 im St. Jakob-Park in Basel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Van Wolfswinkel bezwingt GC-Goalie Lindner – landen die Hoppers heute in Basel einen Coup? Bild: KEYSTONE

Darum herrscht in der Super League gerade der Ausnahmezustand

Die Abstände unter den letzten fünf Teams sind nach 29 von 36 Runden so knapp wie nie zuvor. Das taumelnde GC auf Rang 6 ist stark gefährdet, weil es nur gerade einen Punkt vor Schlusslicht Lausanne liegt. Heute müssen die Zürcher in Basel ran.



Noch nie seit Einführung der Super League waren der Sechste und der Zehnte zu diesem späten Zeitpunkt der Saison so nahe beisammen. In allen vorangegangenen Super-League-Spielzeiten hatte der Sechste nach 29 Runden immer eine Reserve von mindestens sieben Punkten. In fünf weiteren Fällen betrug die entsprechende Differenz zwischen acht und zehn Punkten.

Die Tabelle nach 29 Runden:

Bild

daten: SDA

Aussergewöhnlich ist auch die Zahl von 31 Punkten, mit denen Lausanne Letzter ist. In allen früheren Saisons war eine Mannschaft mit diesem Kontostand im schlechtesten Fall Zweitletzter. In 11 von 15 Saisons reichten 31 Punkte sogar für den 8. Zwischenrang aus.

GC: Was folgt als nächstes?

Es steckt also die halbe Liga im Abstiegskampf. Akut bedroht sind die Grasshoppers. Mehr Unruhe als auf dem GC-Campus herrscht nirgendwo. Der Blick auf das Stimmungsbarometer verheisst nichts Gutes für den taumelnden Rekordmeister, der seit März kaum mehr ein Bein mehr vor das andere bringt.

Nach dem Zerwürfnis mit Murat Yakin und den an die Öffentlichkeit gelangten Interna ist Präsident Stephan Anliker mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Yakin, einer der Unruhestifter, ist weg, Erich Vogel, der intrigante Schattenmann, durch die Aussortierung seines mutmasslichen Strohmanns Roland Klein aus dem Verwaltungsrat angeblich ruhiggestellt.

Neue Brandherde sind indes nicht ausgeschlossen. Zumal an der Seitenlinie ein Chef fehlt, dem zuzutrauen ist, die Mannschaft in sportlich ruhigere Gewässer zu führen. Sportchef Mathias Walther füllt die Lücke interimistisch, nach dem 1:2 gegen St.Gallen führt der Weg heute nach Basel. Mit Marko Basic fehlt neu für den Rest der Saison auch noch der Leader im Mittelfeld. Das letzte Mal, als der Kroate lange verletzt ausgefallen ist, machte sich seine Absenz an allen Ecken und Kanten bemerkbar.

Super League, 30. Runde

Heute, 20.00 Uhr:
Basel – GC
Sion – Lugano
Thun – YB
Zürich – St.Gallen

Morgen, 20.00 Uhr:
Lausanne – Luzern​

Wie fest sitzt Celestini noch im Sattel?

So turbulent wie bei GC geht es bei den vier anderen Haupt-Abstiegskandidaten nicht zu und her. Sion verspürt vor dem Kellerduell mit Lugano Aufwind, nachdem die Mannschaft zum ersten Mal seit 14 Monaten dreimal in Folge ungeschlagen geblieben ist. Beim nicht minder bedrohten Sittener Gegner herrscht trotz zweimonatiger Ergebniskrise Zuversicht. Und wieder deutlich besser als nach dem 2:7 im Wallis vor gut fünf Wochen ist die Stimmung in Thun. Unruhig ist es in Lausanne, wo vor dem Heimspiel morgen gegen Luzern über eine mögliche Absetzung von Fabio Celestini debattiert wird.

Lausannes Trainer Fabio Celestini reagiert nach der Niederlage gegen BSC Young Boys, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Lausanne-Sport, LS, im Stade de Suisse in Bern, am Sonntag, 6. August 2017. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Gibt man ihm noch Zeit? Lausanne-Trainer Celestini. Bild: KEYSTONE

Die Ruhe in Sitten ist auch deshalb bemerkbar, weil Christian Constantin den am Montag verhängten Europacup-Ausschluss gegen sein Team mit erstaunlicher Gelassenheit zur Kenntnis genommen hat. «Unser Ziel ist nicht die Europa League, sondern die Existenzsicherung in der Super League», bemerkte der Sion-Patron unbeeindruckt.

Aus Lugano heisst es währenddessen, Pierluigi Tamis Nachfolger Guillermo Abascal verleihe der Mannschaft neue Energie. Was zuletzt gefehlt habe, sei das Glück von Sion, war vor den wichtigen Auswärtsspielen im Wallis und bei den Grasshoppers zu vernehmen. Die Thuner ihrerseits erwarten im Heimspiel gegen die Young Boys endlich wieder einmal ein ausverkauftes Stadion. Dabei machen die zwei Siege aus den drei Direktbegegnungen, das 4:0 Anfang Saison und das 3:1 im Dezember, Mut. Besser schnitt gegen den designierten Meister in dieser Saison niemand ab. (ram/sda)

Absteiger aus der Super League

YB wird Meister – warum heisst es ii-Be und nicht Ypsilon-B?

Video: watson/Emily Engkent

Jörg Stiel stoppt den Ball an der EM mit Köpfchen – weil er es kann

Link zum Artikel

Im Heysel-Stadion werden 39 Menschen zu Tode getrampelt

Link zum Artikel

Filipescu macht den FC Zürich in Basel in der 93. Minute zum Meister

Link zum Artikel

Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel

Die «Nacht von Sheffield» – Köbi Kuhn sorgt für den grössten Skandal der Nati-Geschichte

Link zum Artikel

Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Link zum Artikel

Ein Carlos Varela in Höchstform: «Heb de Schlitte, du huere Schissdrägg»

Link zum Artikel

Cabanas fordert Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

Link zum Artikel

Der «entführte» Raffael wird zum Fall für die Polizei – und muss ein Nachtessen blechen

Link zum Artikel

Märchenprinz Volker Eckel legt GC mit 300-Millionen-Versprechen aufs Kreuz

Link zum Artikel

Elf kleine Schweizer liegen 0:2 zurück und sorgen dann für Begeisterung in der Heimat

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gaskaidjabeaivváš 18.04.2018 13:36
    Highlight Highlight Für einen GC Fan sind es leider nicht die schönsten Zeiten. Ich hoffe sehr, dass GC diese Saison es noch irgendwie schafft... Denn ich glaube wenn sie absteigen, werden sie auch eine ganze Weile untenbleiben. Aber auch wenn sie oben bleiben, wird es warscheinlich die nächsten Jahre um den Kampf gegen den Abstieg gehen...

    Naja, ich hoffe einfach mal das beste und hoffe auch, dass sich die Situation bei GC bald mal beruhigt.
  • Kunibert der Fiese 18.04.2018 12:08
    Highlight Highlight GC runter. Mich würds freuen. Da bin ich erlich
    • Snowy 18.04.2018 13:33
      Highlight Highlight Nein.
      Mein LIeblings"hass"gegner muss bleiben.

      OK, vielleicht für 1-2 Saisons tauchen um ihnen das arrogante Maul zu stopfen...
  • kärli 18.04.2018 12:03
    Highlight Highlight Würde die Heugümper gerne im B sehen.

    Das haben sie sich verdient.
  • NWO Schwanzus Longus 18.04.2018 11:50
    Highlight Highlight Sehe Schwarz für GC. Es ist und bleibt eine eher schlecht zusammengesetzte Mannschaft mit ein paar guten Kickern. Dazu ist die Führunh unfähig. Walter als Interimstrainer, ich weiss nicht...

    Nur es gibt kaum einen guten Trainer der sich GC antun will. Was kann man da gewinnen? Kein Koller und kein Weiler werden zu GC wechseln. Wenn GC absteigen sollte dann so oder so nicht! Dann wäre die Frage ob GC finanziell die ChL überlebt die Spieler sind nicht gerade Silberware. Ein direkt Aufstieg ist für GC so sauschwer. LS, Sion (dank CC Geld) könnten das noch schaffen, aber GC ist marode.
  • ThePower 18.04.2018 11:27
    Highlight Highlight Klar ist die Situation gerade etwas schwierig für die Hoppers, aber heute liegt mit Kampfgeist und ein bisschen Glück sicher ein Punkt drin, Basel ist auch nicht sehr überzeugend diese Saison. Als YB Fan wünsche ich ihnen dafür jedenfalls Alles Gute😎

Zürich steuert auf eine erneute Abstimmung über das Hardturm-Stadion zu

Der Anpfiff eines Spiels im geplanten neuen Fussballstadion auf dem Zürcher Hardturm-Areal dürfte noch länger auf sich warten lassen. Zwar hat das Parlament am Mittwochabend dem privaten Gestaltungsplan zugestimmt. Aber es droht dennoch eine erneute Volksabstimmung.

Denn gegen den privaten Gestaltungsplan «Areal Hardturm - Stadion» wird von der IG Freiräume Zürich West das Referendum ergriffen. Die IG fordert eine sozial- und klimaverträglichere Entwicklung des Areals. Ihr gehören vor allem …

Artikel lesen
Link zum Artikel