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Irans National-Goalie wird gesperrt, weil ihn eine Frau umarmt

Der iranische National-Goalie Hossein Hosseini wird für ein Spiel gesperrt, weil ein weiblicher Fan ihn umarmt hat.
Der iranische National-Goalie Hossein Hosseini wird für ein Spiel gesperrt, weil ein weiblicher Fan ihn umarmt hat.Bild: imago

Diese Umarmung kommt Irans National-Goalie teuer zu stehen

Kurz vor dem Ende eines Spiels im Iran stürmt ein weiblicher Fan aufs Spielfeld und umarmt den Torwart. Dieser erhält deswegen nun eine Sperre sowie eine Geldstrafe.
18.04.2024, 18:0618.04.2024, 19:04

Nach der Umarmung einer Anhängerin ist Irans Fussball-Nationaltorwart Hossein Hosseini für ein Spiel gesperrt worden. Der Disziplinarausschuss des iranischen Verbandes (FFI) verhängte zudem eine Geldstrafe in Höhe von drei Milliarden Rials, umgerechnet mehr als 65'000 Franken, wie das Fussball-Portal Varzesh3 berichtete.

Hintergrund der ungewöhnlichen Entscheidung des FFI war das Erstligaspiel Esteghlal Teheran gegen Aluminium Arak am vergangenen Freitag. Da seit einigen Wochen im Iran eine begrenzte Anzahl von Frauen in Fussballstadien darf, waren bei diesem Spiel hunderte weibliche Fans im Stadion. Kurz vor Spielende stürmte dann eine der Anhängerinnen aufs Spielfeld und umarmte Esteghlal-Torhüter Hosseini. Im Iran ist es grundsätzlich verboten, Frauen, die nicht zur nahen Familie gehören, anzufassen.

«Was hätte ich machen sollen?»

«Was hätte ich machen sollen, sie umarmte mich halt», sagte Hosseini nach dem Spiel. Er sei überrascht worden und habe lediglich versucht, zu verhindern, dass die Platzwarte gewaltsam gegen die junge Frau vorgehen, sagte er.

England v IR Iran: Group B - FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball Qatar 2022 Hossein Hosseini during the World Cup match between England v Iran, in Doha, Qatar, on November 21, 2022. Doha Q ...
Hosseini an der WM in Katar.Bild: www.imago-images.de

Es war das erste Mal in der iranischen Fussballgeschichte, dass ein weiblicher Fan aufs Spielfeld stürmte und der Fussballverband eine solche Entscheidung fällte. Beobachter gingen davon aus, dass die Sperre und die Geldstrafe gegen den 31 Jahre alten Nationaltorwart harsche Proteste auslösen und dies dazu führen könne, dass die Entscheidung revidiert werde.

(t-online)

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