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Umkämpfte Angelegenheit: Sowohl Sion als auch der FCZ hätten das Spiel im Tourbillon gewinnen können.
Umkämpfte Angelegenheit: Sowohl Sion als auch der FCZ hätten das Spiel im Tourbillon gewinnen können.Bild: keystone

Zürich gibt erstmals unter Rizzo Punkte ab – Servette bremst formstarkes Lugano

22.11.2020, 18:2422.11.2020, 23:00

Sion – Zürich 2:2

Die makellose Bilanz von Massimo Rizzo ist dahin: Der FC Zürich gibt im vierten Saisonspiel unter dem Interimstrainer erstmals Punkte ab. Trotz zweimaliger Führung spielt er beim FC Sion nur 2:2.

Sein zweites Engagement als FCZ-Interimstrainer nach jenem im August 2015 hatte für Rizzo mit drei Siegen begonnen. Dass es im Tourbillon nicht zum vierten reichte, lag in erster Linie an der nicht mehr so sicheren Defensive. Mit Lasse Sobiech und Ousmane Doumbia fehlten in diesem Bereich zwei wichtige Spieler.

Zum ersten Mal kein Jubel nach dem Spiel: Massimo Rizzo und Verteidiger Fidan Aliti.
Zum ersten Mal kein Jubel nach dem Spiel: Massimo Rizzo und Verteidiger Fidan Aliti.Bild: keystone

Zweimal brillierte der FC Zürich in der Offensive: 64 Sekunden nach Wiederanpfiff, als Marco Schönbächler einen wunderbar dosierten Pass von Blaz Kramer verwertete, und rund zehn Minuten später, als diesmal Schönbächler Benjamin Kololli mit seiner Vorlage das 2:1 ermöglichte. Schönbächler, der den Platz des gesperrten Aiyegun Tosin übernahm, wäre beinahe der unbestrittene Matchwinner geworden.

Aber in der Defensive schlich sich diesmal die eine oder andere Unaufmerksamkeit ein. Gaëtan Karlen, mit dem 1:1 keine Minute nach dem Zürcher Treffer, und der eingewechselte Jared Khasa (79.) profitierten davon. Der Punktgewinn der Sittener war verdient. Sie unternahmen viel und zeigten eine ordentliche Leistung, zumal sie wegen der Quarantäne ihr erstes Meisterschaftsspiel seit fast fünf Wochen bestritten. Hätte Geoffroy Serey Die in der 66. Minute den strengen Penalty nicht übers Tor geschossen, wäre sogar der erste Walliser Saisonsieg in Reichweite gewesen.

Bild: keystone

Sion - Zürich 2:2 (0:0)
SR Schärer.
Tore: 47. Schönbächler (Kramer) 0:1. 48. Karlen (Uldrikis) 1:1. 56. Kololli (Schönbächler) 1:2. 79. Khasa (Araz) 2:2.
Sion: Fickentscher; Abdellaoui, Bamert, Ndoye, Iapichino; Tosetti, Serey Dié. Araz; Baltazar (46. Khasa); Uldrikis (81. Hoarau), Luan (10. Karlen/81. Edgar André).
Zürich: Brecher; Wallner, Omeragic, Nathan, Aliti; Domgjoni, Hekuran Kryeziu; Schönbächler (78. Reichmuth), Marchesano (88. Rohner), Kololli; Kramer (78. Ceesay).
Bemerkungen: Sion ohne Andersson und Kabashi (beide verletzt). Zürich ohne Doumbia, Tosin (beide gesperrt), Sobiech (krank) Britto und Kostadinovic (beide verletzt). 66. Serey Die verschiesst Penalty. Verwarnungen: 2. Ndoye (Foul). 22. Abdellaoui (Foul). 34. Karlen (Foul). 40. Aliti (Foul). 60. Araz (Foul). 94. Serey Die (Foul).

Servette – Lugano 1:1

Der FC Lugano ist auch nach 15 Meisterschaftsspiele in Serie ungeschlagen. Die lange Zeit unterlegenen Tessiner erreichen in Genf gegen Servette ein 1:1.

In den 15 Super-League-Spielen ohne Niederlage gab die Mannschaft von Trainer Maurizio Jacobacci dennoch 18 Punkte ab. Denn die Luganesi gewannen nur sechs dieser Spiele.

«Unser Selbstvertrauen wächst von Spiel zu Spiel, wenn wir ungeschlagen bleiben. Jetzt geht es darum, diese Serie so lange wie möglich zu bewahren. »
Maurizio Jacobacciblick.ch

Die Mannschaft von Trainer Alain Geiger hätte den Sieg, über die ganze Partie gesehen, verdient. Die Genfer unternahmen schon in der ereignisarmen ersten Halbzeit mehr. Der französische Stürmer Grejohn Kyei, der in seinen zweieinhalb Jahren in Genf sehr oft nicht erste Wahl gewesen war, traf in der 38. Minuten nach einem Prellball nach einem Corner aus der Drehung. Ebenfalls mit einem Abschluss aus der Drehung glich Numa Lavanchy Mitte der zweiten Halbzeit aus.

In der restlichen Spielzeit hatten beide Mannschaften je eine ausgezeichnete Möglichkeit, das Siegestor zu erzielen. Luganos eingewechselter Uruguayer Joaquin Ardaiz scheiterte an Goalie Jérémy Frick, der mit einer Fussabwehr und buchstäblich mit den Zehenspitzen rettete. Kurz vor Schluss traf der ebenfalls eingewechselte Koro Koné für Servette nach einem zügigen Steilangriff den Pfosten.

Bild: keystone

Servette - Lugano 1:1 (1:0)
SR Dudic.
Tore: 38. Kyei (Sasso) 1:0. 63. Lavanchy (Lovric) 1:1.
Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Sasso, Mendy; Valls (68. Diallo), Ondoua (89. Severin); Imeri, Cognat, Antunes (54. Cespedes); Kyei (68. Koné).
Lugano: Baumann; Kecskes, Maric, Daprelà; Custodio; Lavanchy, Lovric, Macek (76. Covilo), Guerrero; Gerndt (76. Ardaiz), Odgaard (57. Lungoyi).
Bemerkungen: Servette ohne Fofana (gesperrt), Stevanovic, Schalk und Henchoz (alle verletzt). Lugano ohne Sabbatini, Bottani, Oss und Guidotti (alle verletzt). 89. Pfostenschuss Koné. Verwarnungen: 35. Gerndt (Foul), 47. Kecskes (Foul), 75. Koné (Foul), 84. Custodio (Foul), 89. Ondoua (Foul), 93. Daprelà (Foul).

St.Gallen – Lausanne 2:2

Ein ideenloses St. Gallen verschlief die erste Halbzeit. Lausanne führte durch Tore seiner Norweger Flo und Zekhnini 2:0. Doch dann setzten die Ostschweizer zur Aufholjagd an und wurden mit dem 2:2 noch belohnt.

Die eingewechselten Boris Babic und Tim Staubli brachten Schwung und Tempo. Babic verkürzte mit einem herrlichen Weitschuss ins Tordreieck zum 1:2 (63.), Kwadwo Duah glich in der 88. Minute auf Vorlage von Staubli zum gerechten 2:2 aus. Die Ostschweizer wurden für Einsatz, Wille und Moral wenigstens noch mit einem Punkt belohnt.

St. Gallen jubelt nach dem späten Ausgleich.
St. Gallen jubelt nach dem späten Ausgleich.Bild: keystone

St. Gallen bleibt nach gesamthaft durchzogener Leistung dennoch auch im fünften Spiel in Folge sieglos und hatte dies vor allem der ungenügenden Darbietung vor der Pause zuzuschreiben. Wegen der coronabedingten Absenzen - Görtler, Guillemenot, Kräuchi und auch Stillhart fehlten - passte wenig zusammen. Es mangelte an Abstimmung, Präzision und Kreativität. Zudem liess sich Torhüter Zigi zweimal in der kurzen Ecke erwischen.

Aufsteiger Lausanne, vom ehemaligen St. Galler Trainer Giorgio Contini klug eingestellt, nutzte durch seine Effizienz die Schwächen der Ostschweizer, ehe sich diese nach der Pause fingen. Tempo, Druck und Aggressivität wurden erhöht, Lausanne hatte fast nur noch Abwehrarbeit zu leisten.

Bild: keystone

St. Gallen - Lausanne 2:2 (0:2)
SR Piccolo.
Tore: 32. Flo (Turkes) 0:1. 45. Zekhnini 0:2. 62. Babic 1:2. 88. Duah (Staubli) 2:2.
St. Gallen: Zigi; Rüfli, Stergiou, Fazliji, Muheim; Quintillà; Traoré (46. Staubli), Ruiz (78. Kamberi); Ribeiro (46. Babic); Youan, Duah.
Lausanne: Diaw; Jenz, Elton Monteiro, Loosli; Boranijasevic (84. Bares), Kukuruzovic, Puertas (46. Geissmann), Flo; Schneuwly (68. Da Cunha); Zekhnini (68. Brazão), Turkes (91. Guessand).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Görtler, Guillemenot, Stillhart und Kräuchi (alle Quarantäne), Campos, Lüchinger, Gonzalez und Fabiano (alle verletzt). Lausanne ohne Falk, Rapp, Nanizayamo und Schmidt (alle verletzt). Verwarnungen: 22. Boranijasevic (Foul), 22. Puertas (Foul). 57. Schneuwly (Unsportlichkeit).

Die Tabelle:

(dab/sda)

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