DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der FCB darf weiter auf die Millionen der Conference-League-Gruppenphase hoffen.
Der FCB darf weiter auf die Millionen der Conference-League-Gruppenphase hoffen.Bild: keystone

FCB gewinnt Penalty-Krimi gegen Bröndby – YB und FCZ souverän weiter – Lugano gescheitert

11.08.2022, 22:5811.08.2022, 23:09
Die Schweizer Playoff-Gegner (18./25. August)
Europa League:
Zürich – Heart of Midlothian (SCO)
Conference League:
ZSKA Sofia (BUL) – Basel
Young Boys – Anderlecht (BEL)
Vaduz (LIE) – Rapid Wien (AUT)

Europa League

FCZ Linfield 3:0; GS: 5:0

Der FC Zürich sichert sich als erste Schweizer Mannschaft einen Platz in einer Europacup-Gruppenphase. Gegen Linfield gewinnt der Meister das Rückspiel mit 3:0. In der Super League wollte es mit dem Toreschiessen noch nicht klappen. Für die Halbprofis des Linfield FK aus Nordirland reichte die Qualität allemal: Nach dem 2:0 in Belfast sorgten Donis Avdijaj mit einer Doublette in der ersten Halbzeit und Ivan Santini mit dem Schlusspunkt nach 84 Minuten für ein klares Verdikt zugunsten des Schweizer Meisters.

5:0 lautete das Gesamtskore, mit dem sich der FCZ für die Playoffs zur Europa League qualifizierte. Vor 7900 Zuschauern kamen die deutlich unterlegenen Gäste im Letzigrund erst nach 68 Minuten zu einer Torchance. Yanick Brecher war mit einem glänzenden Reflex zur Stelle.

Zürichs Gegner in den Playoffs ist am 18. und 25. August Heart of Midlothian aus Schottland. Setzt sich der Schweizer Meister durch, qualifiziert er sich für die Europa League. Zieht er den Kürzeren, führt der Weg in die Conference League. Weil der Letzigrund am 18. August durch ein Konzert der «Büezer Buebe» belegt ist, wird der FCZ sein Heimspiel in St. Gallen austragen.

Zürich - Linfield 3:0 (2:0)
7900 Zuschauer. - SR Osmers (GER).
Tore: 11. Avdijaj (Marchesano) 1:0. 25. Avdijaj (Guerrero) 2:0. 84. Santini (Brunner) 3:0.
Zürich: Brecher; Kamberi, Kryeziu, Aliti; Boranijasevic (65. Rohner), Conde (46. Hornschuh), Marchesano (75. Santini), Selnaes (75. Dzemaili), Guerrero; Tosin, Avdijaj (46. Krasniqi).
Linfield: Johns; Finlayson, Newberry, Roscoe, Matthew Clarke; Pepper (85. Millar), Mulgrew (85. Archer), Palmer (78. Andrew Clarke); McClean, McKee (62. Vertainen), Cooper (62. Devine).
Bemerkungen: Zürich ohne Wjunnyk (fehlende Spielerlaubnis). Verwarnungen: 33. Palmer (Foul). 60. Cooper (Ballwegschlagen). 62. Kamberi (Foul). 65. McClean (Foul). 80. Hornschuh (Foul).

Der FCZ darf endlich wieder jubeln.
Der FCZ darf endlich wieder jubeln.Bild: keystone

Conference League

FCB – Bröndby 2:1, 3:1 i.P.; GS: 5:3

Der FC Basel kämpft sich in die vierte und letzte Qualifikationsrunde zur Conference League. Im Rückspiel gegen Bröndby Kopenhagen im St.-Jakob-Park führen die Basler nach der Verlängerung 2:1. Im Penaltyschiessen setzen sie sich mit 3:1 durch.

Die Spieler von Trainer Alex Frei waren fast während der ganzen Partie klar, zum Teil drückend überlegen. Sie hatten eine Unzahl guter und sehr guter Chancen, um den aufwühlenden Match in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden. Es wäre für den FCB und den mitfiebernden Schweizer Fussball ungerecht gewesen, wären die Basler nicht weitergekommen.

Im Super-League-Schlagerspiel vom letzten Sonntag gegen die Young Boys (0:0) trumpften die Basler erst nach der Pause mit etlichen überzeugenden Angriffen auf. Im Match gegen Bröndby taten sie es von der ersten Minute an. Eine Basler Führung nach 20 Minuten wäre zwingend und verdient gewesen. Nach 13 Minuten tauchte der prominente Basler Neuzugang Andi Zeqiri allein vor dem Tor auf. Er hatte etwas Zeit, um den Schuss anzubringen, aber er traf nur die Aussenseite des Pfostens. Ein Stürmer mit dem Können des Junginternationalen Zeqiri verwertet eine derart grosse Chance normalerweise.

Zwei Minuten vorher war Aussenverteidiger Michael Lang – über seine Seite liefen die meisten Basler Angriffe – im Strafraum zu Fall gekommen, mit einiger Wahrscheinlichkeit durch ein Foul, das einen Penalty nach sich gezogen hätte. In der Conference-League-Qualifikation wird der VAR nicht eingesetzt.

Aber sowohl Zeqiri als auch der deutsche Schiedsrichter Christian Dingert rehabilitierten sich kurz vor der Pause. Dingert, indem er dem FCB einen von Fabian Frei verwerteten, nicht zwingenden Foulpenalty zugestand, und Zeqiri, indem er Sekunden vor dem Pausenpfiff eine weiche Flanke von Liam Millar mit einem weichen, aber platzierten Kopfball zum 2:1 im Tor unterbrachte. Dazwischen hatten die Dänen ebenfalls bereits in der Nachspielzeit mit ihrem einzigen erwähnenswerten Angriff der ersten Halbzeit zum zeitweiligen 1:1 ausgeglichen.

In der zweiten Halbzeit dominierte Basel vor allem in der letzten Viertelstunde wieder. Bei der besten Basler Möglichkeit startete Liam Millar aus dem Offside. Dafür kamen die Basler zu Beginn der Verlängerung der vermeintlichen Entscheidung wieder sehr nahe. Der eingewechselte französische Teenager Andi Diouf setzte einen tollen Weitschuss an die Unterkante der Latte.

Basel - Bröndby IF 2:1 (2:1, 2:1) n.V., 3:1 i.P.
20'064 Zuschauer. - SR Dingert (GER).
Tore: 40. Frei (Foulpenalty) 1:0. 45. Kvistgaarden 1:1. 45. Zeqiri (Millar) 2:1.
Penaltyschiessen: Diouf 1:0, Radosevic - (verschiesst); Ndoye 2:0, Salech - (verschiesst); Szalai - (Hermansen hält), Greve 2:1; Males 3:1, Bjur - (Hitz hält).
Basel: Hitz; Lang (91. Lopez), Comas (103. Djiga), Adams Nuhu, Pelmard; Frei (91. Katterbach), Burger (74. Diouf); Ndoye, Amdouni (114. Males), Millar; Zeqiri (108. Szalai).
Bröndby IF: Hermansen; Sebulonsen (91. Alves), Rosted, Tshiembe, Riveros (19. Heggheim); Cappis (46. Bjur), Ben Slimane (74. Greve), Radosevic, Bell, Kvistgaarden (74. Salech), Hedlund (52. Divkovic).
Bemerkungen: Basel ohne Xhaka, Augustin und Essiam (alle verletzt). 12. Pfostenschuss Zeqiri. 93. Lattenschuss Diouf. Verwarnungen: 12. Cappis (Foul). 21. Adams Nuhu (Unsportlichkeit). Kvistgaarden (Unsportlichkeit). 45. Hitz (Reklamieren). 63. Burger (Foul). 64. Rosted (Foul). 81. Pelmard (Foul). 107. Zeqiri (Reklamieren). 113. Greve (Foul). 119. Bell (Foul).

Die Muttenzer Kurve gibt vor dem Anpfiff den Tarif bekannt.
Die Muttenzer Kurve gibt vor dem Anpfiff den Tarif bekannt.Bild: keystone

YB – Kuopio 3:0; GS: 5:0

Die Young Boys erreichen ohne jede Mühe die letzte Qualifikationsrunde, in der sie auf den belgischen Traditionsverein Anderlecht treffen werden. Die Berner gewannen das Rückspiel im Wankdorf gegen Kuopio 3:0, nachdem sie sich im Hinspiel in Finnland 2:0 durchgesetzt hatten. In nunmehr acht Wettbewerbsspiele dieser Saison hat die Mannschaft von Trainer Raphael Wicky erst ein Gegentor hinnehmen müssen.

Wicky gönnte verschiedenen Leistungsträgern eine Pause, ohne dass er damit etwas aufs Spiel setzte. Die drei von Cedric Itten vorbereiteten Tore erzielten zweimal Jean-Pierre Nsame sowie Vincent Sierro.

Young Boys - Kuopio 3:0 (2:0)
14'059 Zuschauer. - SR Frappart (FRA).
Tore: 3. Nsame (Itten) 1:0. 35. Sierro (Itten) 2:0. 57. Nsame (Itten) 3:0.
Young Boys: Racioppi; Chaiwa, Amenda, Zesiger, Lefort (63. Maceiras); Jankewitz, Sierro (63. Mambimbi), Niasse (46. Lustenberger), Rrudhani (77. Ugrinic); Nsame, Itten (62. Monteiro).
Kuopio: Kreidl; Uzochokwu, Nuhu (46. Ricardo), Tomas, Carrillo (46. Hämäläinen); Popovitch (46. Oksanen), Dahlström; Ikaunieks, Gabriel Bispo, Tue Jensen (66. Haarala); Valencic (46. Väyrynen).
Bemerkungen: Young Boys ohne Fassnacht, Benito, Garcia, Lauper, Rüegg und Zbinden (alle verletzt). Verwarnungen: 30. Sierro (Foul), 31. Niasse (Foul). 77. Oksanen (Foul).

YB setzt seinen Höhenflug auch in Europa fort.
YB setzt seinen Höhenflug auch in Europa fort.Bild: keystone

Be'er Sheva – Lugano 3:1; GS: 5:1

Der FC Lugano konnte nach dem 0:2 im Hinspiel gegen Hapoel Be'er Sheva nicht mehr viel ausrichten. Das nach Netanya verlegte Rückspiel ging 1:3 verloren. Jonathan Sabbatini hätte die Tessiner vor der Pause in Führung bringen können. Aber er scheiterte mit einem Foulpenalty am Goalie. Ousmane Doumbia verwertete später einen Penalty, als es schon 0:2 stand.

Die Schlüsselspieler Mattia Bottani, Zan Celar und Reto Ziegler machten die lange Liste von Verletzten noch länger. Sie traten die Reise nach Israel nicht an. Mohamed Amoura wäre zu gebrauchen gewesen, aber der Algerier blieb daheim, weil sein Land den Staat Israel nicht anerkennt.

Hapoel Be'er Sheva - Lugano 3:1 (0:0)
Netanya. - SR Munuera (ESP).
Tore: 51. Vitor 1:0. 61. Vitor 2:0. 73. Doumbia (Foulpenalty) 2:1. 85. Hatuel 3:1.
Hapoel Be'er Sheva: Glazer; Dadya (46. Safuri), Vitor, Tibi, Lopes; Bareiro, Martins (19. Martins), Abd Elhamed; Yosefi (46. Hatuel), Selmani, Ansah (68. Yehezkel).
Lugano: Saipi; Arigoni (58. Durrer), Mai, Hajdari, Valenzuela (77. De Queiroz); Sabbatini, Doumbia; Haile-Selassie (58. Maccioppi), Belhaj Mahmoud (73. Molino), Mahou; Babic (73. Casciato).
Bemerkungen: Lugano ohne Bottani, Celar, Ziegler, Daprelà, Aliseda, Bislimi, Facchinetti, Hajrizi, Macek (alle verletzt). Osigwe (familiäre Gründe) und Amoura (politische Gründe). 42. Torhüter Glazer hält Foulpenalty von Sabbatini. Verwarnungen: 18. Bareiro (Foul), 21. Belhaj Mahmoud (Foul), 25. Arigoni (Foul), 65. Maccioppi (Foul), 80. Hatuel (Foul), 92. Hajdari (Foul), 92. Abd Elhamed (Foul). (pre/sda)

Be'er Sheva ist eine Nummer zu gross für Lugano.
Be'er Sheva ist eine Nummer zu gross für Lugano.Bild: keystone
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

1 / 50
Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball
quelle: keystone / thomas hodel
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Alisha Lehmann 2.0? – GC-Spielerin verdient mit Instagram mehr Geld

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

37 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
nicooo
11.08.2022 21:17registriert Dezember 2020
Was für eine Leistung von Vaduz!? Stark!!!
713
Melden
Zum Kommentar
avatar
gjsfsklnfks
11.08.2022 20:56registriert September 2017
Vaduz!!!! einer der grössten Sensationen der letzen Jahre im Schweizer/Liechtensteinischen Fussball 🥳🥳
554
Melden
Zum Kommentar
avatar
Cosmopolitikus
11.08.2022 19:57registriert August 2018
Bin gerade unglaublich Basel-Fan. Spielen coolen Fussball. So soll es heute auf den anderen Plätzen mit CH Vertretung (inkl. Vaduz 😉) weitergehen.
5517
Melden
Zum Kommentar
37
Der hässliche Vogel erobert die Bundesliga – nun ist Füllkrug gar ein Kandidat für die WM
Am vergangenen Wochenende traf er beim 5:1 Sieg von Bremen gegen Gladbach doppelt. Dadurch ist Niclas Füllkrug aktuell der erfolgreichste deutsche Stürmer. Mit sieben Treffer führt er zudem die Torschützenliste der Bundesliga an.

Seit dem Rücktritt aus der Nationalmannschaft von Miroslav Klose nach dem WM-Sieg 2014 ist die deutsche Nationalmannschaft auf der Suche nach einem «echten» Stürmer. Zuletzt setzte Hansi Flick auf Timo Werner und Kai Havertz als zentralen Angreifer. Werner traf in diesem Jahr in bislang acht Länderspielen lediglich dreimal. Havertz kommt auf die gleiche Trefferzahl mit einem Spiel weniger als Werner.

Zur Story