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Fussballer verschluckt Zunge – Lebensretter in den Finger gebissen

«Die Zunge in letzter Sekunde rausgezogen» – Lebensretter wird in den Finger gebissen

28.02.2022, 10:3128.02.2022, 12:38

Dramatischer Moment in der österreichischen Bundesliga: Am Sonntagabend in der Partie zwischen Austria Wien und dem Wolfsberger AC (1:0) geht Austria-Spieler Georg Teigl nach einem Zusammenprall zu Boden.

Den Umstehenden ist rasch klar: Teigl ist bewusstlos. Und offenbar hat der 31-Jährige beim Sturz die Zunge verschluckt. Gegenspieler Luka Lochoshvili erfasst den Ernst der Lage blitzschnell, greift Teigl in den Mund, damit dieser atmen kann.

WAC-Trainer Robin Dutt lobte seinen Spieler für die schnelle Hilfe. «Er hat ihm tief in den Finger gebissen, aber er hat die Hand so lange drinnen gelassen, bis er die Zunge gehabt hat und wieder rausgeholt hat», sagte Dutt zur «Kronen-Zeitung».

«Gott sei Dank hat er es geschafft»

Bei allem Sport sei das die wichtigste Aktion des Spiels gewesen, meinte Trainer Dutt. Auch vom Gegner gab es viele Komplimente für Lochoshvili. «Laut unserem Teamarzt hat er ihm vielleicht das Leben gerettet», sagte Alexander Grünwald, der das einzige Tor bei Austrias 1:0-Sieg erzielte.

«Ich bin hingelaufen und habe seine Augen draussen gesehen, ich habe ein paar Erfahrungen mit Situationen wie diesen», sagte Lochoshvili bei «Sky». «Ich habe seinen Mund geöffnet und ich glaube, dass ich seine Zunge in der letzten Sekunde rausgezogen habe. Gott sei Dank hat er es geschafft.»

Statement gegen den Krieg

Der 23-jährige Georgier stand nach dem Schlusspfiff auch noch wegen einer anderen Aktion im Fokus. Denn unter seinem Trikot trug er ein T-Shirt mit der Aufschrift «Stand with Ukraine – stay strong». Er habe viele Freunde dort, schrieb Lochosvhili auf Instagram. «Sie haben eine harte Zeit und jedes Leben ist wichtig.»

Lochoshvili zeigt seine Botschaft.
Lochoshvili zeigt seine Botschaft.bild: instagram/lukaloch

Manfred Schmid, der Trainer der «Violetten», sagte, Georg Teigl gehe es wieder besser. Er sei zu Abklärungen ins Spital gebracht worden und noch etwas verwirrt gewesen: «Er hat mich nachher gefragt, ob wir gewonnen haben, hat dann abgeschlagen mit mir. Grundsätzlich glaube ich, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht.»

Die Austria hat dank dem Heimsieg nun gute Aussichten, die Meistergruppe der besten sechs Teams zu erreichen. Vor der letzten Runde des Grunddurchgangs hat Austria Wien als Fünfter zwei Punkte Vorsprung auf den Rivalen Rapid Wien und den SV Ried. (ram)

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tabelle: bundesliga.at
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