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Trump-Gesandter will Italien für den Iran an der Fussball-WM sehen

December 31, 2016 - Palm Beach, Florida, U.S - Dec 31, 2016 - Palm Beach, Florida, U.S. - United States President-elect DONALD TRUMP and his wife MELANIA TRUMP chat with PAOLO ZAMPOLLI before midnight ...
Vermittler Paolo Zampolli (rechts) mit US-Präsident Donald Trump und dessen Gattin Melania.Bild: imago stock&people

Trump-Gesandter will Infantino überzeugen, Italien für den Iran zur WM zu holen

Durch die Hintertür soll Italien doch noch an der Fussball-WM dabei sein können. Der vierfache Weltmeister kann auf die Hilfe eines Vermittlers von US-Präsident Donald Trump hoffen.
23.04.2026, 09:3223.04.2026, 09:32

«Italiens letzte WM-Hoffnung könnte eine Absenz des Iran sein», titelt watson am Tag nach Italiens Scheitern. Das ist drei Wochen her und nun gibt es Hoffnung für alle Tifosi, dass dieses Szenario eintritt.

Der 56-jährige Paolo Zampolli dient als Sonderbeauftragter von US-Präsident Donald Trump. Und dieser Zampolli hat in der «Financial Times» verraten, er habe Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino vorgeschlagen, dass Italien bei der WM den Iran ersetzt, gegen den sich der Turnier-Co-Gastgeber im Krieg befindet. «Mit vier Titeln verfügt Italien über die nötige Klasse, um eine Teilnahme zu rechtfertigen», begründete Zampolli.

Gut mit Trump befreundet

Offenbar ist es der Plan, mit diesem Manöver das Verhältnis zwischen Trump und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wieder zu verbessern. Zuletzt war es zum Zerwürfnis gekommen, als Trump den Papst wegen des Iran-Kriegs angriff.

Der Sonderbeauftragte Zampolli wuchs in Italien auf und wanderte später in die Vereinigten Staaten aus, wo er zu einem engen Freund Trumps wurde. Zampolli, der Gründer einer Modelagentur, erzählt, er habe Trump seiner heutigen Ehefrau Melania vorgestellt. Womöglich hat er auch persönliche Interessen an einer italienischen WM-Teilnahme: «Ich bin gebürtiger Italiener und es würde ein Traum in Erfüllung gehen, die Azzurri am Turnier in den USA zu sehen.»

Infantino bislang pro Iran

Italien war in den WM-Playoffs an Bosnien-Herzegowina gescheitert. Für die stolze Fussballnation wird die WM 2026 die dritte verpasste Weltmeisterschafts-Endrunde in Folge sein – sofern es nicht doch noch zu einem Entscheid am grünen Tisch kommt.

FIFA-Präsident Infantino wollte zuletzt nichts von dieser Möglichkeit wissen. «Wir wollen, dass der Iran antritt, der Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A», sagte Infantino Ende März. Vergangene Woche betonte der Walliser noch einmal: «Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher. Sie vertreten ihr Volk. Sie sind qualifiziert. Die Spieler wollen spielen.» (ram)

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Die beliebtesten Kommentare
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Varanasi
23.04.2026 09:44registriert August 2017
Gebt doch den Amis direkt den Weltmeistertitel und sagt das Ding ab.
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THN
23.04.2026 09:40registriert August 2017
„Hoffnung aller Tifosi…“ - Aller Tifosi? Nein! Ein von unbeugsamen Tifosi hochgehaltenes Ideal namens ‚Fairness‘ hört nicht auf, dieser Idee Widerstand zu leisten. ✌️
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Mat_BL
23.04.2026 09:50registriert April 2019
Wirklich stark wäre es von den Tifosi, genau deswegen abzulehnen, falls sie zum "nachrücken" eingeladen würden!
Der Platz gehört Iran - sie haben sich qualifiziert - egal was dieser Zampano 😉 und Trump zu mauscheln versuchen.
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