Trump-Gesandter will Infantino überzeugen, Italien für den Iran zur WM zu holen
«Italiens letzte WM-Hoffnung könnte eine Absenz des Iran sein», titelt watson am Tag nach Italiens Scheitern. Das ist drei Wochen her und nun gibt es Hoffnung für alle Tifosi, dass dieses Szenario eintritt.
Der 56-jährige Paolo Zampolli dient als Sonderbeauftragter von US-Präsident Donald Trump. Und dieser Zampolli hat in der «Financial Times» verraten, er habe Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino vorgeschlagen, dass Italien bei der WM den Iran ersetzt, gegen den sich der Turnier-Co-Gastgeber im Krieg befindet. «Mit vier Titeln verfügt Italien über die nötige Klasse, um eine Teilnahme zu rechtfertigen», begründete Zampolli.
Gut mit Trump befreundet
Offenbar ist es der Plan, mit diesem Manöver das Verhältnis zwischen Trump und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wieder zu verbessern. Zuletzt war es zum Zerwürfnis gekommen, als Trump den Papst wegen des Iran-Kriegs angriff.
Der Sonderbeauftragte Zampolli wuchs in Italien auf und wanderte später in die Vereinigten Staaten aus, wo er zu einem engen Freund Trumps wurde. Zampolli, der Gründer einer Modelagentur, erzählt, er habe Trump seiner heutigen Ehefrau Melania vorgestellt. Womöglich hat er auch persönliche Interessen an einer italienischen WM-Teilnahme: «Ich bin gebürtiger Italiener und es würde ein Traum in Erfüllung gehen, die Azzurri am Turnier in den USA zu sehen.»
Infantino bislang pro Iran
Italien war in den WM-Playoffs an Bosnien-Herzegowina gescheitert. Für die stolze Fussballnation wird die WM 2026 die dritte verpasste Weltmeisterschafts-Endrunde in Folge sein – sofern es nicht doch noch zu einem Entscheid am grünen Tisch kommt.
FIFA-Präsident Infantino wollte zuletzt nichts von dieser Möglichkeit wissen. «Wir wollen, dass der Iran antritt, der Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A», sagte Infantino Ende März. Vergangene Woche betonte der Walliser noch einmal: «Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher. Sie vertreten ihr Volk. Sie sind qualifiziert. Die Spieler wollen spielen.» (ram)
