DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa09148088 (L-R) Sead Kolasinac, Klaas Jan Huntelaar and Goncalo Paciencia of FC Schalke 04  react during the German Bundesliga soccer match between Arminia Bielefeld and FC Schalke 04 at Schueco Arena in Bielefeld, Germany, 20 April 2021.  EPA/Frederic Scheidemann / POOL DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Auch gestern konnten es Klaas-Jan Huntelaar (m.) und Co. nicht richten. Bild: keystone

«Das war pure Angst, wir sind nur noch gerannt» – Schalke-Profis wurden von Fans gejagt

Nach der Niederlage in Bielefeld vom Dienstag steht der Abstieg des FC Schalke 04 fest. Die Leistungen der Spieler riefen teils heftige Reaktionen hervor – einige hundert Fans erwarteten die Mannschaft vor dem eigenen Stadion und liessen ihrer Wut freien Lauf.



Bereits auf dem Rückweg aus dem knapp 140 Kilometer entfernten Bielefeld erfuhren die Schalker Spieler, dass sie von Fangruppen erwartet werden würden. Die Mannschaft entschied sich dazu, sich der unangenehmen Diskussion zu stellen. Als die Spieler aus dem Bus stiegen, ergriffen Führungspersönlichkeiten der Fangruppierungen das Wort. Die Profis und auch einzelne Spieler wurden beleidigt, doch es blieb zunächst bei Worten.

Bis einzelne Gewalttäter aus der Gruppe hervortraten und die Spieler körperlich angriffen. In einem Video ist zu sehen, wie einige Personen, mutmasslich Schalke-Spieler, vor einem grösseren Mob wegrennen und von diesem beleidigt werden. Angeblich soll es sich bei den Gejagten um Mark Uth und Amine Harit handeln.

Ein Schalker Spieler, der anonym bleiben möchte, schilderte die Geschehnisse der Nacht gegenüber «Sport1»: «Die Fans sind auf uns losgegangen. Wir sind ab dann nur noch gerannt. Das war Angst, pure Angst! Einige von uns haben Tritte und Schläge abbekommen. Ich bin schockiert und weiss nicht, wie wir die nächsten Spiele noch bestreiten sollen.» Zudem warf er den Verantwortlichen des Klubs vor, die Spieler den Fans ausgeliefert zu haben. Es sollte eigentlich nur einen kurzen Austausch geben, doch dann eskalierte die Situation.

Die Mannschaft sei ausserdem mit Eiern beworfen und beschimpft worden. Die Spieler, die im nächsten Jahr nicht mehr im Verein sein würden, sollten sich sofort verpissen. «Passiert das nicht, würde uns das Leben richtig zur Hölle gemacht» berichtete der anonyme Profi. Der Klub äusserte sich am Mittwochmorgen in einem Statement zu den Geschehnissen vom vergangenen Abend.

«Der Verein wird es niemals akzeptieren, wenn die körperliche Unversehrtheit seiner Spieler und Mitarbeiter gefährdet wird. Genau das ist in der vergangenen Nacht aber durch die Handlungen von Einzelpersonen geschehen. Der Klub verurteilt dieses Verhalten aufs Schärfste und stellt sich selbstverständlich vor seine Mitarbeiter.»

Auszug aus dem Statement von Schalke 04.

Ausserdem wurde der Absteiger angeblich vom ewigen Rivalen aus Dortmund verspottet. Nach der Niederlage zündeten Fans von Borussia Dortmund ein Feuerwerk über Gelsenkirchen.

Die weiteren Reaktionen:

abspielen

Gerald Asamoah nach dem Spiel. Video: YouTube/Shot Goal Interviews

abspielen

Sportvorstand Peter Knäbel. Video: YouTube/Shot Goal Interviews

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So feierten die Rangers-Fans den 55. Meistertitel

1 / 17
So feierten die Rangers-Fans den 55. Meistertitel
quelle: www.imago-images.de / jane barlow
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Fans von Independiente Medellín

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Komiker Rémi Gaillard crasht die Cupsieger-Party und schüttelt Jacques Chirac die Hand

11. Mai 2002: Der kleine FC Lorient feiert mit dem Cupsieg den einzigen Titelgewinn seiner Geschichte. Doch die ganz grosse Story schreibt nach dem Final ein Komiker. Rémi Gaillard gelingt im Cup ein echter Coup.

Im Frühling 2002 gehen die Fans des FC Lorient durch ein Wellenbad der Emotionen. Sie müssen den Abstieg ihrer Lieblinge aus der Ligue 1 hinnehmen, sie hoffen im Ligacup-Final vergeblich auf den Triumph (0:3 gegen Bordeaux) und nun reisen sie erneut voller Zuversicht zum Cupfinal ins Stade de France. Wird es gegen Bastia reichen? Die Korsen sind ein Gegner auf Augenhöhe.

Die erste Halbzeit endet torlos. Gleich nach dem Seitenwechsel fällt das erste Tor – und wie sich später herausstellen wird …

Artikel lesen
Link zum Artikel