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Lionel Messi in China: So entschuldigt sich der Superstar bei Fans

Inter Miami's Lionel Messi arrives for a press conference at a hotel, ahead of his team's friendly soccer match against Vissel Kobe in Tokyo, Tuesday, Feb. 6, 2024. (AP Photo/Shuji Kajiyama) ...
Die Asien-Tour hatte für Inter Miami nicht den gewünschten Effekt.Bild: keystone

Weil er nicht spielte – Messi entschuldigt sich bei wütenden Fans in China und Hongkong

Dass Lionel Messi beim Freundschaftsspiel zwischen Hongkong und Inter Miami 90 Minuten auf der Bank sass, sorgte bei den Fans und in chinesischen Medien für viel Frust. Nun meldete sich der Fussballer mit einer Videobotschaft bei den enttäuschten Fans.
20.02.2024, 11:3020.02.2024, 13:09
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Als Inter Miami mit seinem prominenten Stürmer Lionel Messi zur Saisonvorbereitung auf eine Asien-Tour mit Stopps in Saudi-Arabien, Hongkong und Japan aufbrach, war die Freude bei den Fans gross – viele erhofften sich, die Ballkünste des argentinischen Ausnahmekönners live im Stadion bewundern zu können.

Die Organisatoren des Promo-Turniers dürften mit dessen Ausgang aber weder aus sportlicher noch aus Image-technischer Sicht zufrieden sein. In den Spielen gegen die Saudi-Teams Al-Nassr und Al-Hilal sowie gegen das japanische Team Vissel Kobe ging Miami als Verlierer vom Platz – einzig gegen Hongkong setzten sich die US-Amerikaner durch.

Hinzu kam die Tatsache, dass viele Fans einzig und allein wegen des argentinischen Superstars Lionel Messi zu den Spielen gekommen waren – und dementsprechend enttäuscht waren, dass der «Zauberfloh» nur auf der Ersatzbank zugegen war. Bereits in Al-Nassr kam es nicht zur erhofften Neuauflage des Duells zwischen Messi und Ronaldo. Der Portugiese sass verletzt auf der Tribüne, der Argentinier wurde erst im Verlauf der Partie eingewechselt.

«Brutaler Flamingo»

In Hongkong kam es für die teilweise extra aus Australien angereisten Fans noch schlimmer – in der ehemaligen britischen Kolonie glänzte der Superstar nämlich vor allem durch seine Abwesenheit. Dass das Objekt der Begierde – laut dem Klub wurde Messi aufgrund von Abduktorenproblemen geschont – dem Platz im Spiel gegen Hongkong fernblieb, erzürnte die Bewohner der Sonderverwaltungszone so sehr, dass sich eine Beraterin der Regierung zu der Aussage hinreissen liess, «dass die Hongkonger Messi und Inter Miami für die absichtliche und berechnete Missachtung Hongkongs hassen».

Auch die chinesischen Medien liessen nach der grossen Enttäuschung kein gutes Haar am Argentinier. Ein Journalist der «South China Morning Post» bezeichnete Messi – inspiriert von den rosafarbenen Miami-Trikots – als «brutalen Flamingo». Weiter schrieb der offensichtlich erzürnte Medienschaffende: «Jeder, der ihn angesehen hat, hätte ebenso gut auf eine Ballerina in einem Tutu starren können.» Da Messi kurze Zeit später in Japan gegen Vissel Kobe wieder auf dem Platz stand, vermutete die «Global Times» hinter Messis Absenz gar politische Motive.

«Ich habe alles versucht»

Angesichts der Häme, die auf ihn einprasselt, meldete sich Messi nun in einer persönlichen Botschaft an seine enttäuschten Fans. In einem Video, das er auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo veröffentlichte, erklärte Messi, dass tatsächlich eine leichte Verletzung der Grund dafür gewesen sei, dass er gegen Hongkong nicht zum Einsatz kam: «Ich habe alles versucht, aber ich konnte wirklich nicht spielen. Ich fühlte mich unwohl und es bestand das Risiko, dass es schlimmer werden würde.»

Dass er aus politischen Gründen nicht aufgelaufen sei, dementierte der Argentinier vehement: «Wäre dies der Fall, wäre ich nicht so oft nach China gereist, wie ich es getan habe», erklärte er. Er habe schon seit Beginn seiner Karriere eine enge und schöne Verbindung zu China und habe auch schon mit Barcelona und dem Nationalteam im Reich der Mitte gespielt.

Der Veranstalter des Spiels in Hongkong, Tatler Asia, entschuldigte sich Anfang des Monats bei den enttäuschten Messi-Fans und bot denjenigen, die Tickets für das Spiel über die offiziellen Kanäle erworben hatten, eine Rückerstattung von 50 Prozent an. Die Tickets für das Spiel kosteten bis zu 550 Franken. (kat)

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