DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08890349 Former Arsenal manager Arsene Wenger (C) speaks to host Ruud Gullit during the Best FIFA Football Awards virtual TV show broadcast from the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland, 17 December 2020.  EPA/Valeriano di Domenico / POOL

Bild: keystone

FIFA-Berater schlagen Ausrichtung der WM alle zwei Jahre vor – Europas Ligen wehren sich

Die Technische Beratungsgruppe der FIFA schlägt offiziell die Ausrichtung der Weltmeisterschaften alle zwei Jahre vor. Die europäischen Ligen wehren sich dagegen.



«Was wir vorschlagen, ist eine Neuordnung der Turniere der Konföderationen», sagte FIFA-Direktor Arsène Wenger am Donnerstag während einer Pressekonferenz. «Du gibst mehr Mannschaften die Chance, sich zu qualifizieren, aber auch mehr Ländern die Möglichkeit, eine WM auszurichten.»

Dem Vorschlag zufolge sollen die Änderungen nach der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mit erstmals 48 Nationen greifen. 2027 würden dann die Turniere der Konföderationen ausgerichtet werden, also auch die Europameisterschaft. 2028 würde dann erneut eine WM gespielt werden.

ARCHIV - ZU DEN RUECKBLICKEN AUF DIE WM 1998, 2002 UND 2006 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Swiss supporters during the group G match of the 2006 FIFA World Cup between France and Switzerland in Stuttgart, Germany, Tuesday 13 June 2006. (KEYSTONE/EPA/Ronald Wittek)

Fussballfeste wie hier beim Spiel der Schweizer Nati gegen Frankreich an der WM 2006 soll es alle zwei Jahre geben, wenn es nach der FIFA geht. Bild: EPA

Mit der Reform würden weitergehende Änderungen einhergehen. Wenger nannte zwei Optionen für den Kalender: Entweder gäbe es nur noch eine lange Abstellungsperiode für die Qualifikationsspiele im Oktober/November oder zwei – eine im Oktober/November und eine im März. Derzeit wird die Saison in den nationalen Ligen mehrfach unterbrochen. «Wir werden nicht die Anzahl der Spiele erhöhen», betonte Wenger.

Der FIFA-Kongress hatte im Mai eine entsprechende Machbarkeitsstudie für das Männer- und Frauen-Turnier auf den Weg gebracht, die aus Saudi-Arabien angeregt worden war. Unterstützung hatte der FIFA-Plan unter anderem aus Afrika erhalten – in Europa regt sich dagegen Widerstand.

Keine Lösung der Probleme

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin droht mit einem Boykott, sollte das Turnier tatsächlich künftig im Zweijahresrhythmus ausgerichtet werden. «Wir können entscheiden, nicht teilzunehmen», sagte der Chef der Europäischen Fussball-Union in einem Interview der britischen «Times», das am Mittwoch geführt und am Donnerstag veröffentlicht wurde. «So weit ich weiss, gehen die Südamerikaner da auch mit – viel Glück mit einer solchen WM. Ich denke, das wird niemals passieren, da es so sehr gegen die grundlegenden Prinzipien des Fussball verstösst.»

Der Zusammenschluss der europäischen Ligen, dem auch die Super League angehört, sprach sich ebenfalls deutlich gegen die Pläne der FIFA aus. «Die Ligen werden mit den anderen Interessengruppen zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass die Fussballverbände einseitige Entscheide treffen, die dem nationalen Fussball schaden», hiess es nach einer Vorstandssitzung der European Leagues in Nyon.

Die Ligen seien «einstimmig» gegen den Vorschlag. «Neue, überarbeitete oder erweiterte Wettbewerbe (...) in einem ohnehin überfrachteten Kalender sind nicht die Lösung der Probleme unseres Spiels», hiess es. (nih/ram/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die 13 schönsten WM-Momente der Schweizer Fussball-Nati

1 / 15
Die 13 schönsten WM-Momente der Schweizer Fussball-Nati
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Ein Staubteufel fegt über Fussballplatz in Bolivien

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Review

In der Ehe-für-alle-«Arena» gewinnt klar die Vernunft – in Form von Karin Keller-Sutter

In der «Arena» wurde am Freitag ein heikles Thema diskutiert. Eines, das in Diskussionen oft von Vorurteilen und tief eingeschweissten Rollenbildern geprägt ist.

Auf der einen Seite ist da die christliche, abendländische Sicht der Dinge: Der Mann und die Frau, die beiden dürfen heiraten, den heiligen Bund der Ehe eingehen. Und die beiden dürfen auch Kinder kriegen, denn: Nur die beiden können Kinder kriegen. So hat Gott sich das vorgestellt.

Auf der anderen Seite die moderne, säkularisierte …

Artikel lesen
Link zum Artikel