DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Norway's Erling Haaland wears a t-shirt bearing the message

Die Norweger mit BVB-Stürmer Erling Haaland waren das Team, das den Stein ins Rollen brachte. Bild: keystone

«Setzen auf Dialog» – Boykott der WM 2022 für den Schweizer Fussballverband kein Thema



Norwegen, Deutschland, die Niederlande oder Dänemark – mehrere Fussball-Nationalteams haben dieser Tage gegen die Menschenrechtslage in Katar protestiert. Im Wüstenstaat wird die WM 2022 ausgetragen, für die derzeit Qualifikationsspiele stattfinden.

Aktuell wird primär mit Botschaften auf T-Shirts auf Verfehlung aufmerksam gemacht, doch da und dort wird auch über einen möglichen Boykott der Weltmeisterschaften diskutiert. Kein Thema ist das bei der Schweizer Verbandsspitze.

Vor dem Länderspiel des Nationalteams gegen Litauen in St.Gallen (20.45 Uhr, im Liveticker) äusserte sich der Präsident des Schweizerischen Fussballverbands, Dominique Blanc, auf der Website des Verbands zum Thema. «Wir zählen auf Dialog und nicht auf Boykott», machte er klar.

Dominique Blanc, president de l'Association Suisse de Football, (ASF/ SFV), Pierluigi Tami, directeur des equipes nationales, et Vladimir Petkovic, selectionneur de l'equipe suisse de football, de gauche a droite, discutent lors du quart de final de la Coupe de Suisse de football entre le FC Lausanne-Sport, LS et le FC Basel 1893 le dimanche 14 juin 2020 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Verbandspräsident Dominique Blanc (links) im Juni 2020 im Gespräch mit Nationaltrainer Vladimir Petkovic. Bild: keystone

«Wir glauben, dass wir unsere Werte, die des Fussballs und die der Schweiz, am besten verteidigen können, indem wir präsent sind und sie im Austausch, in Dialogen einbringen», sagte Blanc. Er betonte zugleich: «Die Teilnahme an einer Veranstaltung irgendwo auf der Welt bedeutet nicht, dass wir unmoralische oder illegale Praktiken unterstützen.»

«Wir sind überzeugt, dass der Fussball ein starkes Instrument zur Förderung fundamentaler Werte wie Toleranz, Respekt oder Gleichberechtigung ist. Wir wollen und wir werden unterstützen, dass dieses Instrument genutzt wird, um die Menschenrechte überall auf der Welt voranzubringen.»

Dominique Blanc

Allerdings würden dem Verband vorliegende Informationen zeigen, dass sich die Situation in Katar in den letzten Jahren verbessert habe, was auch Amnesty International bestätigt habe. «Die Organisation der WM kann zu solchen Verbesserungen beitragen, da ein Land dem Licht der ganzen Welt ausgesetzt ist. Für uns sollte der Fussball genutzt werden, um die Menschenrechte zu fördern.» (ram)

Widmer und Vargas neu dabei

Die Schweiz tritt gegen Litauen mit zwei Änderungen im Vergleich zum Bulgarien-Spiel an. Silvan Widmer und Ruben Vargas ersetzen Kevin Mbabu und Steven Zuber.

Schweiz: Sommer; Elvedi, Akanji, Rodriguez; Widmer, Freuler, Xhaka, Vargas; Shaqiri; Embolo, Seferovic. (sda)

Mehr zum Thema:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Wenn aus Hakenkreuzen Friedensbotschaften werden

1 / 21
Wenn aus Hakenkreuzen Friedensbotschaften werden
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Schweizer Nationalspielerinnen über Rassismus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emotionaler Appell von Trainer Petkovic: «Wir brauchen die Solidarität von Euch allen»

Die Schweizer Nati musste in den letzten Tagen viel Kritik einstecken. Nun appelliert Trainer Vladimir Petkovic in einem offenen Brief an die Unterstützung der Bevölkerung.

Liebe Schweizerinnen und Schweizer

Wir wollten Euch eine magische Nacht schenken. Euch stolz machen auf uns und auf unsere Schweiz. Wir wollten Euch nach den vielen Entbehrungen der langen Zeit der Pandemie glücklich machen mit einem Sieg gegen Italien. So vieles hatten wir uns dafür vorgenommen. Zu viel vielleicht. Und am Schluss blieb nichts als Enttäuschung. Für Euch, für uns und für viertausend Schweizerinnen und Schweizer, die nach Rom gereist sind. Das tut uns von Herzen leid.

Seit dem 26. …

Artikel lesen
Link zum Artikel