DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
The coaches of Switzerland Vladimir Petkovic, left, Turkey Senol Gunes, second left, Italy Roberto Mancini, second right, and Wales Ryan Giggs who will play in group A, pose with the trophy after the draw for the UEFA Euro 2020 soccer tournament finals in Bucharest, Romania, Saturday, Nov. 30, 2019. (AP Photo/Vadim Ghirda)

Nati-Trainer Vladimir Petkovic schüttelt Wales' Nationalcoach Ryan Giggs die Hand. Bild: AP

Diese Gegner erwarten die Schweizer Nati an der EM

Drei Gegner, drei unterschiedliche Geschichten. Was man über die Schweizer EM-Gruppengegner Italien, Türkei und Wales wissen sollte.



Italien: Die EM als Reifetest für das junge Team

Am 13. November 2017 schien in Italien die Welt unterzugehen. Das Undenkbare war eingetroffen. Italien scheiterte in der WM-Barrage an Schweden und verpasste erstmals seit 60 Jahren eine WM-Endrunde. Doch auf den Trümmern, die sein Vorgänger Gian Piero Ventura hinterlassen hatte, baute Nationaltrainer Roberto Mancini erstaunlich schnell eine schlagkräftige Mannschaft.

epa08006921 Italy's Nicolo Zaniolo (C) celebrates with his teammates  after scoring the 5-0 goal during the UEFA Euro 2020 group J qualifying soccer match between Italy and Armenia at the Renzo Barbera stadium in Palermo, Italy, 18 November 2019.  EPA/CARMELO IMBESI

Italiens junge Wilde überzeugen. Bild: EPA

Die Italiener spielen frech und ungestüm, sie stürmen und wollen nichts mehr von Catenaccio wissen. 37 Tore schoss Italien in der Qualifikation. Die EM mit drei Heimspielen in Rom soll die Squadra Azzurra zurück unter die Top-Teams von Europa bringen. Die EM wird aber auch zum Reifetest für das junge Team mit dem 20-jährigen Torhüter Gianluigi Donnarumma, dem 22-jährigen Mittelfeld-Jahrhunderttalent Nicolo Barella und dem gleichaltrigen genialen Stürmer Federico Chiesa, den sie in Italien schon länger mit Roberto Baggio vergleichen.

Italien in Zahlen

Gründung Verband: 1898.
FIFA-Ranking (November 2019): 13.
Trainer: Roberto Mancini (seit Mai 2018).
EM-Teilnahmen (9): 1968, 1980, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008, 2012, 2016.
Bestes EM-Resultat: Europameister 1968. -
Qualifikation: 1. Platz in der Gruppe J.
Bester Torschütze Qualifikation: Andrea Belotti (4 Tore). -
Bilanz gegen die Schweiz: 58 Spiele, 28 Siege, 22 Unentschieden, 8 Niederlage.

Türkei: Dank Senol Günes wieder in der Spur

Senol Günes ist beim türkischen Nationalteam Legende und Hoffnungsträger. Eine Legende ist der heute 67-Jährige seit bald 18 Jahren, seit der die Auswahl an der WM 2002 in die Halbfinals führte. Hoffnungsträger ist er, weil er Anfang Jahr den glücklosen Mircea Lucescu ablöste, das Team umkrempelte und durch eine souveräne EM-Qualifikation führte. Zunächst noch im Doppelamt als Trainer von Besiktas Istanbul.

epa07996665 Turkey's head coach Senol Gunes celebrates after the UEFA Euro 2020 qualifier Group H soccer match between Turkey and Iceland in Istanbul, Turkey, 14 November 2019.  EPA/TOLGA BOZOGLU

Senol Günes führte die Türken zurück zum Erfolg. Bild: EPA

Zu den Leistungsträgern gehören unter Günes nun auch junge Spieler, die aber – wie etwa Cengiz Ünder von der AS Roma – bereits in grossen Ligen Fuss gefasst haben. Wegweisend auf dem Weg an die EM war der Heimsieg gegen Weltmeister Frankreich, ein Erfolg, den die Türken darauf mit dem Punktgewinn in Paris/Saint-Denis bestätigten.

Türkei in Zahlen.

Gründung Verband: 1923.
FIFA-Ranking (November 2019): 29.
Trainer: Senol Günes (seit Februar 2019).
EM-Teilnahmen (4): 1996, 2000, 2008, 2016.
Bestes EM-Resultat: Halbfinal 2008.
Qualifikation: 2. Platz in der Gruppe H.
Bester Torschütze Qualifikation: Cenk Tosun (5 Tore). -
Bilanz gegen die Schweiz: 23 Spiele, 8 Siege, 5 Unentschieden, 10 Niederlagen.

Wales: Wenige Tore trotz Bale, Ramsey – und Giggs

8 Spiele, 10:6 Tore. Es sind diese Zahlen, welche Stärken und Schwächen von Wales zum Ausdruck bringen. Das erstaunt, denn die einzigen internationalen Top-Spieler der Waliser sind für die offensiven Akzente verantwortlich: Flügel Gareth Bale von Real Madrid und Mittelfeld-Stratege Aaron Ramsey von Juventus Turin.

Wales' Aaron Ramsey celebrates scoring his side's first goal of the game against Hungary, with team-mates Gareth Bale, left, and Joe Allen, right, during  their UEFA Euro 2020 Qualifying soccer match at the Cardiff City Stadium, in Cardiff, Wales, Tuesday Nov. 19, 2019. (Nick Potts/PA via AP)

Gareth Bale ist der Star im walisischen Team. Bild: AP

Unter dem früheren Manchester-United-Star und fussballerischen Freigeist Ryan Giggs als Trainer heisst es aber: Safety first. Nach der Qualifikation für die EM-Halbfinals 2016 konnten die Waliser diesen Exploit in der Folge nicht bestätigen. Die WM in Russland wurde verpasst. Die EM 2020 erreichten die Briten nur dank einem Schlussspurt und dank dem 2:0 im abschliessenden Heimspiel gegen Ungarn.

Wales in Zahlen

Gründung Verband: 1876.
FIFA-Ranking (November 2019): 22.
Trainer: Ryan Giggs (seit Januar 2018).
EM-Teilnahmen (1): 2016.
Bestes EM-Resultat: Halbfinal 2016.
Qualifikation: 2. Platz in der Gruppe E.
Beste Torschützen Qualifikation: Gareth Bale, Kieffer Moore, Aaron Ramsey (je 2 Tore).
Bilanz gegen die Schweiz: 7 Spiele, 2 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen.

(abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind die 12 Stadien der Fussball-EM 2020

1 / 24
Das sind die 11 Stadien der Euro 2020
quelle: ap / lewis whyld
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Viel zu lange mussten Sie um Anerkennung kämpfen – ein offener Brief an Vladimir Petkovic

Der Trainer der Schweizer Nati steht vor einem Wechsel in die Ligue 1 in Frankreich. Nach sieben Jahren geht er beim SFV von Bord. Zeit für einen offenen Brief an den Mann, der die Schweiz sieben Jahre lang betreut und in den EM-Viertelfinal geführt hat.

Sehr geehrter Vladimir Petkovic,

Als Sie vor gut zwei Wochen aus St.Petersburg zurück nach Zürich reisten, sind die Schweizer Nati-Fans am Flughafen Kloten gestanden, haben gejubelt, um Autogramme und Selfies gebeten. Menschen haben sich umarmt, gelacht, waren euphorisch, so wie in den Tagen zuvor schon. Alles dank den Auftritten Ihrer Fussballer an dieser EM. Als Chef der Nati haben Sie die Schweiz mitgenommen auf eine besondere Reise. Die Bilder dieser Gesichter voller Emotionen sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel