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Patrick Fischer, head coach of Switzerland national ice hockey team, speaks to the media, after a training session of the IIHF 2016 World Championship at the practice arena of the Ice Palace, in Moscow, Russia, Monday, May 16, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Fischer kann immer noch lächeln.
Bild: KEYSTONE

Interview

Natitrainer Patrick Fischer: «Diese Mannschaft hat den Viertelfinal verdient»

Der Schweizer Nationaltrainer Patrick Fischer sagt unter anderem, warum es fürs letzte Vorbereitungsspiel gegen Tschechien morgen keine Extra-Motivation braucht und warum die Schweizer bisher zu viele Strafen bekommen haben.



Herr Fischer, Sie sind auch nach einem missglückten Start nie in Panik verfallen.
Patrick Fischer:
Wenn Panik aufkommt, dann fällt alles auseinander. In kritischen Situationen Ruhe zu bewahren, durfte ich, ja musste ich schon in Lugano lernen. Wir hatten hier einen mühsamen Beginn, wir sind umgefallen, aber wir haben nie das Vertrauen ins unsere Fähigkeiten verloren.

War es schwierig zu verhindern, dass Frustration aufkommt?
Fischer:
Nein, nicht mit dieser Mannschaft. Was war, das können wir nicht mehr ändern. Wir wissen, was wir können. Wir wissen, was wir tun müssen. Wir wissen, wer wir sind und wir sind unseren Weg immer weitergegangen und von Spiel zu Spiel besser geworden. Lediglich gegen Russland haben wir resultatmässig einen Rückschlag erlitten.

Noch ein Spiel

Die Schweiz spielt morgen Dienstag bereits um 11.15 Uhr gegen Tschechien. Sie hat 8 Punkte auf dem Konto und liegt auf Rang 4, der für die Viertelfinals berechtigt.

Allerdings kann heute Abend Dänemark (8) mit einem Sieg gegen Kasachstan an der Schweiz vorbei ziehen. Sollten die Schweiz und Dänemark die Gruppe punktgleich abschliessen, ist die Schweiz dank dem 3:2-Sieg nach Verlängerung im Direktduell weiter. (ram)

Frustrierend war es schon, dass es trotz so guter Leistung gegen Schweden nicht zum Sieg gereicht hat.
Fischer:
Ja, aber wir haben es jetzt in letzten Spiel gegen Tschechien trotzdem in unserer Hand. Wir müssen nun die richtigen Schlüsse ziehen.

Patrick Fischer, 2nd right, head coach of Switzerland national ice hockey team, instructs his players Andres Ambuehl, left, Eric Blum, 2nd left, and Denis Hollenstein, right, during a training session of the IIHF 2016 World Championship at the practice arena of the Ice Palace, in Moscow, Russia, Monday, May 16, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Arbeit an Pfingstmontag: Fischer gibt im Training Anweisungen.
Bild: KEYSTONE

Beispielsweise weniger Strafen zu erhalten.
Fischer:
Ja, wir bekommen zu viele Strafen. Wir müssen schlauer sein. In der Schweiz erlauben die Schiedsrichter mehr Stockarbeit als hier und darauf müssen wir uns einfach besser einstellen.

Haben Sie auf das Spiel gegen Tschechien eine Extra-Motivation geplant, etwas «Voodoo»?
Fischer:
Nein. Wir haben in diesem letzten Spiel die Chance, den Viertelfinal zu erreichen. Das ist Motivation genug. Wir dürfen nicht übermotiviert sein und auf einmal etwas probieren, was wir noch nie gemacht haben.

Die Schweiz hat in der Vorbereitung gegen Tschechien ein Spiel gewonnen und eines in der Verlängerung verloren. Gibt es eine grosse Differenz zwischen der Mannschaft aus der Vorbereitung und dem Team hier?
Fischer:
Nein. Sowohl bei uns wie auch bei den Tschechen sind seit den Vorbereitungspartien noch einige Spieler dazubekommen. Aber im Grossen und Ganzen sind es die gleichen Teams. Wir haben auch bei der Niederlage nach Verlängerung in Biel die Tschechen ganz schon an die Wand gespielt und haben es in unserer Hand. Wir sind nach Moskau gekommen, um etwas zu reissen. Letztlich bekommt eine Mannschaft, was sie verdient und nach allem, was unsere Mannschaft hier geleistet hat, hat sie den WM-Viertelfinal verdient.

Gute Bilanz

Die Schweiz hat bei Titelturnieren vier der letzten fünf Partien gegen Tschechien gewonnen und immer gepunktet. Vor einem Jahr haben wir das letzte Vorrundenspiel in Prag 1:2 nach Penaltys verloren. Die Viertelfinals hatten wir allerdings bereits vor dieser letzten Partie auf sicher, das Resultat war bedeutungslos. Bei der Silber-WM in Stockholm haben wir die Tschechen sogar zweimal besiegt: In der Vorrunde und dann im Viertelfinal.

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