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Die Basler Fans in der Muttenzerkurve begruessen die Mannschaften vor dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC St. Gallen 1879 im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 2. Februar 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Lange waren die Fans ruhig. Doch nach den jüngsten Verfehlungen von FCB-Präsident Bernhard Burgener wenden sie sich mit einer Rücktrittsforderung endgültig von der aktuellen Führung ab. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Bernhard Burgeners Achillesferse ist getroffen – er hat seinen letzten Rückhalt verloren

Die Fans des FC Basel fordern Präsident Bernhard Burgener sowie die komplette Führung dazu auf, zurück zu treten. Sie trauen ihr nicht mehr zu, den Club aus der Krise zu führen. Damit verliert Burgener seinen letzten Rückhalt.

Céline Feller / ch media



Bernhard Burgener ist ein Mensch des Entertainments und der Filme. Seine Videothek machte ihn zum Millionär, mit seiner Firma Constantin Film produziert er laufend Blockbuster, welche die Massen ins Kino locken. Und so bedient sich der cinephile Burgener oft bei Metaphern aus der Welt der Filme. «Momente des Misserfolgs schweissen zusammen. Und auch Helden müssen leiden», sagte der Präsident des FC Basel beispielsweise nach dem desaströsen 1:7 bei YB 2018. Ob Burgener sich selbst damals als Helden bezeichnete, soll sein Geheimnis bleiben. Seit der griechischen Antike aber ist bekannt, dass Helden immer eine Schwachstelle haben: die nach Achilles benannte Ferse. Es ist die einzige Stelle, an welcher ein Held verwundbar ist. Und genau eine solche Schwachstelle hat auch Burgener: Die Fans.

Während sich der Mann, der seit 2017 FCB-Mehrheitsaktionär ist, unbeeindruckt zeigt von interner sowie medialer Kritik, ist ihm die Meinung der Fans immens wichtig. Vielleicht, weil er in ihr die Basis eines Fussballvereins erkennt. Vielleicht aber auch, weil er sich immer noch selber als Fan sieht und nicht müde wird, dies zu betonen.

Der Praesident des FC Basel, Bernhard Burgener kommentiert die Beschluesse der ausserordentliche Generalversammlung der Swiss Football League, am Freitag, 29. Mai 2020 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Die Ferse des Achilles ist getroffen. Bild: keystone

So dürfte es Burgener am Mittwochmorgen wie ein Pfeil in der Achillesferse getroffen haben, als die Muttenzerkurve ihr Schreiben veröffentlichte. Unter dem Titel «Zit zum goo!» fordert die Kurve die komplette Führung dazu auf, aus allen Verantwortungspositionen zurückzutreten. Namentlich wären dies Burgener, CEO Roland Heri, die Verwaltungsräte der FC Basel Holding AG Peter von Büren und Karl Odermatt sowie den Verwaltungsrat der FC Basel 1893 AG Massimo Ceccaroni. Ausgenommen von der Rücktritts-Forderung ist einzig FCB-Mitbesitzer David Degen.

Ein Zeichen der Zerrüttung

Die Kurve pflegte lange direkten Kontakt zu den kritisierten Personen, stärkte der Führung den Rücken. Als letzte Instanz wohl. Aber jetzt ist genug. «Der Austausch führte uns zur endgültigen Einsicht, dass wir unter der aktuellen Führung keine Perspektiven mehr für den FCB sehen. Wir erachten sie nicht als fähig, durch die Krise zu führen beziehungsweise die kommenden Herausforderungen zu meistern», so die Fans in ihrem Schreiben. Noch nie positionierte sich die Kurve so deutlich. Noch nie war ihr Appell do dringend. Die Fans sprechen von mangelndem Vertrauen sowie einem Club, der «mit jedem Tiefschlag umso mehr auseinanderbricht». Es fallen Worte wie Intransparenz, Schönrederei und nicht vorhandenem Lerneffekt.

Es sind in der Summe viele Vorwürfe, in ihrer Essenz aber allesamt richtige. Dass die Fans diesen Weg wählen – den öffentlichen statt wie gewohnt den direkten – zeigt, wie zerrüttet das Verhältnis ist. Burgener hat sich seine letzte Unterstützung verspielt. Und das, obwohl er bei seinem Amtsantritt stets betonte, die Fans in den Mittelpunkt zu stellen. In seiner Präsentation «Für immer Rot-Blau» widmete er ihnen Seite 4 und damit die erste, die sich nicht um ihn dreht. Fans first, so die implizite Nachricht. Jetzt verliert er als letztes deren Zuspruch.

Bernhard Burgener, Praesident FC Basel, links, Roland Heri, rechts, CEO FC Basel, nach dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bernhard Burgener hat die Fans nicht mehr auf seiner Seite. Bild: KEYSTONE

Es ist die logische Konsequenz seiner Misskommunikation. Gerade in Zeiten von Corona, in der ein Fussballclub nur gewinnen konnte, schaffte es Burgener, noch mehr Kredit zu verspielen. Mit desaströsen Communiqués und Interviews wie jenem vom letzten Sonntag, als er offenbarte, seine Misswirtschaft zu verkennen. Die bewusste Irreführung hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

«Wenn man das Gefühl hat, der Weg ist der falsche und es gibt einen besseren, dann finden wir schon einen neuen Präsidenten.»

Bernhard Burgener an der letzten Generalversammlung

Ohne den Rückhalt der zwar stets kritischen aber genauso solidarischen Fans ist Burgener ein Held, um den es einsam geworden ist. Und einer, der endlich einsehen muss, dass seine Taten alles andere als heroisch waren. Der drastische, einmalige Schritt der Kurve zeigt, dass das Verhältnis nicht mehr zu kitten ist. Nicht, solange Burgener federführend ist. Und nicht ohne Figuren wie einen Marco Streller, dem das Treiben aber bereits letzten Sommer zu bunt geworden ist. Einen wie ihn bräuchte es. Einen, dem der Club und nicht die Finanzen am Herzen liegen. Einen, der aufmüpft und die Fans nicht als «Kunden» bezeichnet. Und einen, der trotz Fehlern Fans und Mitarbeitern nicht das Gefühl gibt, sie zu belügen und für dumm zu verkaufen.

ARCHIV --- ZUM RUECKTRITT VON MARCO STRELLER ALS VERWALTUNGSRAT VOM FC BASEL AM DONNERSTAG, 12. SEPTEMBER 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES HISTORISCHES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Der Sportchef des FC Basel, Marco Streller, nach einem TV Interview vor dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League, des FC Basel gegen den FC Luzern, am Mittwoch, 26. September 2018, im Stadion St. Jakob-Park  in Basel. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Marco Streller wurde es bereits letzten Sommer zu bunt. Bild: KEYSTONE

Was Burgener jetzt kassiert, ist die ganz teure Quittung. Vielleicht hätte sie früher kommen müssen. Aber wichtig ist vor allem, dass sie kommt. Dass der Präsident einkalkulierte, dereinst nicht mehr vollen Rückhalt zu spüren, davon zeugt diese Aussage von der letzten Generalversammlung: «Ich werde mich sicher nicht gegen eine Mehrheit stellen. Wenn man das Gefühl hat, der Weg ist der falsche und es gibt einen besseren, dann finden wir schon einen neuen Präsidenten.» Steht Burgener zu seinen Worten, muss er jetzt handeln. Den Hut nehmen, den Club verkaufen und ihm so die Chance geben, wieder das zu werden, was er vorher einmal war: Eine tief in der Bevölkerung verankerte Institution. Vielleicht würde der Held dann leiden müssen. Erneut. Aber für alle anderen wäre es eine Befreiung, die einer Heldentat gleicht.

Burgeners selbstgelegte Brandherde

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mbokani 18.06.2020 08:34
    Highlight Highlight Rein sportlich sieht es garnicht so schlimm aus. Nach gefühlten 27 Ligatiteln in Folge wurde man die letzten 2 Saisons in der Liga von einem YB-Jahrhundertteam, welches diverse Rekorde aufstellte, verprügelt. Man holte aber trotzdem 1x den Cup. Ich meine was erwartet man in Basel? Diese Saison ist man in der Liga, Cup und in Europa immer noch im Rennen. Magische CL-Nächte wird es aber so schnell keine mehr geben, da hat die UEFA mit ihrem dämlichen angepassten Quali-Möglichkeiten für die "kleinen" schon dafür gesorgt.
  • Super 18.06.2020 02:57
    Highlight Highlight Ja! Bitte holt Streller zurück!
    Am besten auch noch den Alex gleich mit. Und als neuen VR Präsidenten wäre der Unterforderte perfekt.
    😂😂😂
  • Linus Luchs 17.06.2020 23:02
    Highlight Highlight Ich sehne den Tag herbei, an dem Burgener abtritt, gleichzeitig sehe ich GC als Warnung. Wie wäre es, wenn Burgener seine Aktien an einen gelangweilten Milliardär verkauft, aus Indien zum Beispiel? Oder an den Besitzer eines europäischen Spitzenclubs, der den FCB als Ausbildungsverein für junge Talente einsetzt? Ein solcher Aktienverkauf könnte Burgeners finaler Flopp als FCB-Präsident sein. Die Fans und Vereinsmitglieder können nicht mitbestimmen, an wen er verkauft. Und leider traue ich ihm einen üblen Deal zu, wenn es ihm nur noch darum geht, seinen persönlichen Verlust zu minimieren.
  • Raembe 17.06.2020 22:46
    Highlight Highlight Guter Artikel. Aber Streller ist es nicht zu bunt geworden, er hat absoluten Mist gebaut.
  • dho 17.06.2020 22:19
    Highlight Highlight Wie schon gesagt, der Club ist für einen symbolischen Preis in der Höhe von CHF 1 (eins) plus Übernahme der laufenden Verpflichtungen zu haben.
  • Bruno Wüthrich 17.06.2020 22:14
    Highlight Highlight Der FC Basel ist eine AG. Eine Mehrheit bei einer AG ist eine Kapitalmehrheit. Da geht es nicht um die Kurve. Was allerdings nicht ausschliesst, dass sich Burgener beeinflussen lässt.

    Burgener ist ein eher glückloser Präsident. Er setzte gleich ein paar Mal auf die falschen Pferde, wobei Streller eines dieser falschen Pferde war. Ihn jetzt zu fordern, ist lächerlich.

    Wichtig ist jetzt erstmal, die Europa League noch bestmöglich abzuschliessen und auch in den nationalen Wettbewerben den Erfolg zu suchen. Denn dies würde die Situation etwas entschärfen.

    Und gleichzeitig die Nachfolge regeln.
  • Seebarsch 17.06.2020 22:13
    Highlight Highlight Ich hoffe Herr Burgener bleibt dem FCB noch viele Jahre erhalten und holt genau soviel Meistertiteln wie bisher
  • Faceoff 17.06.2020 21:44
    Highlight Highlight Hmm...
    Benutzer Bild
  • Max Müsterlein 17.06.2020 19:58
    Highlight Highlight Also ich hoffe das Herr Burgener bleibt und Urs Siegenthaler in den Verwaltungsrat beruft.
  • Snowy 17.06.2020 19:38
    Highlight Highlight Gute Zusammenfassung der letzten 3 desaströsen Jahre.

    Hoffentlich ist Burgener wenigstens jetzt zur Einsicht fähig.
  • Raber 17.06.2020 19:35
    Highlight Highlight Erinnert stark an die Zeit, als YB Serienvizemeister wurde. Spätestens als die Aktion mit Sigenthaler im Baseler Stadion publik wurde. YB hat sich, die jetzt erarbeitete Position, durch stetiges Engagement verdient, was aber auch dazu führte, dass YB sich am Champions League Topf laben konnte. Irgendwie bin ich froh, wenn diese Zeit vorbei ist, auch wenn die CL im Wankdorf magisch war. Aber wenn dann so unterschiedlich ausgeschüttete Gelder fliessen, verzerrt es extrem die lokalen Meisterschaften. Eigentlich sollten Euro League Mannschaften mehr Geld bekommen als die in der CL.
    • PostFinance-Arena 17.06.2020 20:34
      Highlight Highlight Und genau deswegen verstehe ich nicht, wie sich die gesamte Fussball-CH an Europa-Erfolgen erfreuen konnte/kann...der Liga-Alltag wäre massiv spannender ohne die Europa-Erfolge...
    • Fruchtzwerg 17.06.2020 21:42
      Highlight Highlight YB hat sich die aktuelle Position nicht nur durch “stetiges Engagement” verdient, sondern vor allem durch die vielen Rihs-Millionen.
      Der hat dann aber glücklicherweise seinem (kompetent agierenden) Sportchef nicht dauernd reingeredet.

      Burgener hat leider einen Haufen Lölis&Laferis um sich geschart (Heri, Karli Odermatt et al.) denen er dann auch noch reinredet. Und er wollte den Club nicht als Mäzen sondern als Firma führen.
      Dies ist im CH Fussball aber eine Illusion.

      Wenn es so weitergeht, ist der FCB ist vom Chaos-Faktor bald auf dem Niveau des FC Sion angekommen.
    • quallbum 17.06.2020 21:54
      Highlight Highlight Erzielt eine Mannschaft internationale Erfolge, hebt es das Niveau der ganzen Liga.
      Das konnte man gerade in der Schweiz wunderbar beobachten. Auch die anderen Teams gewinnen an Attraktivität und können bessere Spieler holen, da diese die Chance sehen, sich innerhalb einer Liga Vereinen zu präsentieren, die int. Fussball spielen. Natürlich manifestieren sich dennoch die Stärkeverhältnisse. Dem könnte man entgegentreten, indem ein Teil der int. erspielten Einnahmen, in einen Ligafond o.ä. einbezahlt würden. Dennoch, Ich freu mich über euro-Erfolge, weil sie das Niveau der ganzen Liga heben
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 17.06.2020 19:29
    Highlight Highlight Die Fans sind halt nicht nur im Stadion seine Kunden.
  • Bert der Geologe 17.06.2020 19:21
    Highlight Highlight Also der mit Streller ist aber nun schon fast peinlich. Natürlich braucht es Herzblut und natürlich hatte das Streller. Aber er braucht einen Job im Club, den ihn nicht überfordert. Als Sportchef unter dem irrlichternden Präsidenten tat er mir eher leid.
    • Fruchtzwerg 17.06.2020 21:44
      Highlight Highlight Ich glaube er hat nicht alles verkehrt gemacht.
      Einzig die Trainer-Entscheidung mit dem Tausch von Wicky gegen Koller war wohl ein Fehlschuss...
      Ich denke er gehörte zu den ganz wenigen geradlinigen im Vorstand.
  • Heiniger(s) 17.06.2020 19:12
    Highlight Highlight Ist die Meinung der Fans zu diesem Thema wichtig? JA

    Sollten hastige Entscheide getroffen werden wegen deren Communigue? NEIN

    Auch wenn wohl die meisten im Vereinsumfeld spühren dass es mit der aktuellen Führung nicht mehr weitergehen kann, sollte man sich genügend Zeit lassen diesen Wechsel zu vollziehen. Überhastete Handlungen würden die "Krise" nur noch verschlimmern und niemandem etwas nützen. Aber es muss zuerst eine tragbare Lösung gefunden werden, was sich als schwierig erweisen könnte, v.a. wenn die Ungeduld der Öffentlichkeit stetiger Begleiter ist.

    Hoffen wir das beste füre FCB.
    • Texup 17.06.2020 20:41
      Highlight Highlight Wird ja auch so kommuniziert von der Kurve.
  • giandalf the grey 17.06.2020 19:10
    Highlight Highlight Sollte er tatsächlich gehen, hätten die Zürcher endlich wieder einen Grund eifersüchtig zu sein 😂
    • pd90 18.06.2020 06:04
      Highlight Highlight Dass du wieder von Zürich redest, obwohl es keinen Zusammenhang hat, zeigt euren/deinen Komplex schön auf 😉
    • giandalf the grey 18.06.2020 09:19
      Highlight Highlight Ich bin Zürcher, aber nice try 😂

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