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epa06847386 Germany's Marco Reus arrives at Frankfurt International airport in Frankfurt, Germany, 28 June 2018. After defeats against Mexico and South Korea and a win against Sweden, the German national soccer team was eliminated from the FIFA World Cup 2018 after the group stage.  EPA/SASCHA STEINBACH

Bild: EPA/EPA

Der Einzige, der mir nach dem deutschen WM-Aus leid tut: Marco Reus

Toni Lukic / watson.de



Toni Kroos sagte nach seinem Kunstfreistoss gegen Schweden in die Kamera: «Man hat das Gefühl, dass es viele Leute in Deutschland gefreut hätte, wenn wir heute rausgegangen wären.» Das ist schon komisch, dass der amtierende Weltmeister im eigenen Land so viele Hater hat.

Nur, der Weltmeistertitel scheint wie eine Ewigkeit her zu sein. Deutschland war im Juli 2014 ein anderes Land. Der erste Flüchtlingsstrom war noch ein Jahr entfernt, die AfD lag in Umfragewerten bei 5 Prozent und RB Leipzig hatte gerade eine Drittliga-Saison hinter sich.

Germany's Marco Reus challenges for the ball South Korea's Jung Woo-young, right, during the group F match between South Korea and Germany, at the 2018 soccer World Cup in the Kazan Arena in Kazan, Russia, Wednesday, June 27, 2018. (AP Photo/Lee Jin-man)

Marco Reus gegen Südkorea im Einsatz. Bild: AP/AP

Heute ist vieles anders. Deutschland mag sich gerade selbst nicht so recht und trägt das auch in seine Nationalmannschaft. Die Selfie-Affäre um Erdogan war exemplarisch dafür. Das spürten Kroos und seine Kollegen.

Jetzt ist Deutschland raus und die Häme prasselt auf das Team ein. Doch mein Mitleid hält sich in Grenzen. Statt eines «Jetzt erst Recht» gab es Lähmung. Von den Spielern gab es gespielte Souveränität, die einfach nur selbstgefällig wirkte.

Doch welche Tränen mich wirklich mitnahmen, waren die von Marco Reus. 

Die Erfahrenen haben sich ihren WM-Traum schon 2014 erfüllt. Und die Jungen können in vier Jahren neu anlaufen. Doch das hier war wohl Reus' letzte Chance.

Das sehen viele Fans auch so:

Der Dortmunder ist 29 Jahre alt. Seine Verletzungshistorie ist verheerend, er verpasste nicht nur die WM 2014 (und somit den WM-Titel), sondern auch die Europameisterschaft in Frankreich. Reus kam nach jeder Verletzung mit Weltklasse-Leistungen zurück. Bis es ihn wieder erwischte. Es ist eine Schande, dass ein Spieler seiner Klasse nur 34 Spiele für die Nationalmannschaft machte.  

Germany's Marco Reus, left, and Germany's Thomas Mueller, right, sit dejected on the bench after the group F match between South Korea and Germany, at the 2018 soccer World Cup in the Kazan Arena in Kazan, Russia, Wednesday, June 27, 2018. South Korea won the match 2-0. (AP Photo/Frank Augstein)

Marco Reus und Thomas Müller konsterniert auf der Bank. Bild: AP/AP

Es gibt kaum einen Tempospieler, der so elegant und tödlich gegnerische Abwehrreihen terrorisiert. Und das alles tut er mit so eleganten Bewegungen, als ob er immer einen Zentimeter über dem Rasen schweben würde. 

Reus in Topform spielt in jedem Verein der Welt Stamm. Bei dieser desolaten WM war Reus ein Rettungsanker: Wenn er an den Ball kam, gab es Hoffnung. Dieses Mal war es keine Verletzung, er wurde einfach hängen gelassen. Es hat wieder nicht sein sollen.

Die schönste Fussball-Compilation auf Youtube: Marco Reus gegen Real Madrid

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    Alle Leser-Kommentare
  • My Senf 28.06.2018 22:01
    Highlight Highlight Hm, ja gut 😊

    Mein Mitleid (wenn er das überhaupt braucht) hält sich auch für Reuss (Führerschein Reuss) in Grenzen

    Er hat nach seiner Verletzung nie konstant an seine Stärke zurückgefunden.

    Immer wenn man meint jetzt hat er’s ist wieder nix gewesen

    Und obwohl er 50% der D 🥅 geschossen hat (😂😂) war er auch nicht herausragend
    In diesem Sinne...
  • bokl 28.06.2018 21:48
    Highlight Highlight Es gibt so viele Karrieren, die wegen Verletzungen scheitern. Die wenigsten auf internationalem Niveau wie bei Reuss. Mit seinem (wenigen) Spielminuten, befindet er sich trotzdem im einem erlauchten Bereich der Weltprominenz.

    Mitleid angebracht ist für alle die (Möchte)-gern-Talente, welche früher auf der Strecke bleiben. Auch alle geopfert, aber stehen vor dem nichts. Ich denke an einen Fond, wo alle Profis > 1M die Hälfte oder einen Viertel abliefern, für die, welche es nicht geschafft haben.

    Und ja, zur Verteilung hab ich auch kein Patentlösung. Aber zumindest die Bekentniss wäre schön.
  • Clife 28.06.2018 21:03
    Highlight Highlight Liebe Medien, hört doch endlich auf, irgendwelches Salz zu finden, die man auf Wunden streuen kann. Entweder ist man mit Herz und Seele für die deutsche Mannschaft oder man soll es lassen. Gleichzeitig soll aber nicht irgendeine Ausrede gesucht werden. Ich sass in Solothurn am Aare-Müürli und als Deutschland das 2. Tor schoss, haben wir alle aufgeschrien und uns gefreut (Fussball-Feeling Pur!). Wer Politik mit Fussball vermischt, der soll ignoriert werden. Was die Deutsche Mannschaft nicht tat, war Fussball zu spielen. Sie haben es auf die leichte Schulter genommen und kein Risiko versucht...
  • dmark 28.06.2018 19:00
    Highlight Highlight Das hat weniger etwas mit den Flüchtlingen, der AfD, Leipzig oder dem "Türkenstreich" zu tun, sondern eher damit, dass die dt. Mannschaft überwiegend einfach völlig lustlos und unmotiviert gespielt hatte.
    Über die Vorbereitungsspiele hätte man ja noch hinweg sehen können, aber gleich gegen Mexiko eine Klatsche zu bekommen, sich von Schweden vorführen zu lassen - das geht nicht.
    Das war einfach keine geschlossene Mannschaft und sie funktionierte nicht zusammen.
    Ich werde jetzt mal der Schweizer Nati die Daumen drücken. Ich glaube die stehen weit besser zusammen und treten als Mannschaft auf.
    • Scory 28.06.2018 19:24
      Highlight Highlight Bitte bei der Wahrheit bleiben: Die Deutschen haben sich von Schweden nicht vorführen lassen. Immerhin sind sie als (verdienter) Sieger vom Platz gegangen. Also einfach Mal den Ball flach halten mit Ihrer Kritik.
    • Amboss 28.06.2018 19:48
      Highlight Highlight Das liegt nicht nur an der Mannschaft. Der deutsche Fussball hat in den letzten Jahren definitiv den Anschluss verloren. Weltklasse findet man im Nationalteam nicht, ausser Kroos. Oder man muss nur Mal die internationalen Ergebnisse der BL-Vereine anschauen der letzten Jahre. Das ist Tristesse pur. Abgesehen von den Bayern ist da gar nichts, aber die Bayern 2014 sind auch ein ganz anderes Kaliber als die Bayern 2018...
      Dass dies auch Auswirkungen auf das Nationalteam hat, ist nur logisch
    • Gretzky 29.06.2018 09:04
      Highlight Highlight Sorry Scory, aber der Sieg gegen Schweden war einfach nur Glück. Von verdient kann ja mal keine Rede sein!
      Amboss wiederum meint die Deutschen hätten überhaupt keine Qualität, was der noch grössere Schmarren ist! Die haben letztes Jahr mit dem B Team mal locker den Confed gewonnen. Die Deutschen haben noch genügend Weltklassespieler, sind aber im Moment schlicht keine Mannschaft. Und wenn es in einem Team intern nicht stimmt, dann nützt auch Qualität nix. Wahrscheinlich ist es nach 12 Jahren einfach Zeit, dass Jogi geht. Irgendwann ist die Luft halt draussen und es braucht frischen Wind.
  • timeless 28.06.2018 18:05
    Highlight Highlight Dem kann ich nur zustimmen. Marco Reus war der einzige Lichtblick in dem ansonsten tranigen Haufen von „Altstars“, die sich selbst überschätzten und mehr daran dachten, was sie zu verlieren haben, als was es zu gewinnen gäbe.
    • Toerpe Zwerg 28.06.2018 21:19
      Highlight Highlight Brandt
  • W wie Wambo 28.06.2018 17:54
    Highlight Highlight Hätte ihm persönlich wirklich eine lange WM gegönnt, aber es sollte nicht sein. An ihm hats sicherlich nicht gelegen, da sehe ich eher ein paar andere Kandidaten.

    Wer weiss vielleicht liegt ja noch die nächste EM drin für ihn.
  • MacB 28.06.2018 17:40
    Highlight Highlight Ich wünsche ihm, dass er als Teamleader die EM 18 spielen kann und die wilden (neuen) Jungen anführt und weit bringt! Es wäre ihm sehr zu gönnen, ein toller Spieler!!!
  • n4057 28.06.2018 17:26
    Highlight Highlight calm down. cr7 ist 4 jahre älter und besser denn je... ihr tut so als ob ein spieler mit 30+ weg vom fenster wäre... -.-
  • lilie 28.06.2018 17:14
    Highlight Highlight Ach, Die Mannschaft wird doch nicht wegen der Flüchtlingskrise zerfleischt! Sie würde auch zerfleischt werden, wenn sonst alles prima wäre im nördlichsten Kanton!

    Das ist nun mal so, dass die Fans einer Mannschaft gleichzeitig deren gnadenlostesten Kritiker sind. Vermutlich in jedem Land.

    Ausser in Nordkorea. Aus Gründen...

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