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Leichtathletik

Kambundji, Gasch und Co. – darum sind Schweizer Leichtathleten so gut

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Bild: keystone, watson

Die Schweizer Leichtathletik befindet sich im Hoch – und es kann noch besser werden

Das Hoch in der Schweizer Leichtathletik hält an. An den Hallen-Weltmeisterschaften in Belgrad überzeugen Mujinga Kambundji, Loïc Gasch und Simon Ehammer im Speziellen sowie die Equipe von Swiss Athletics als Ganzes.
21.03.2022, 09:25

Die Goldmedaille der Bernerin in der Paradedisziplin Sprint sowie die silbernen Coups des Hochspringers aus der Waadt und des jungen Mehrkämpfers aus dem Appenzell bleiben als Glanzlichter in Erinnerung. Die drei Erfolge bilden die Spitze des Eisbergs von durchwegs starken Resultaten der Schweizer Mannschaft in Serbien.

Die Leichtathletik hierzulande ist breit abgestützt. Auch für Ditaji Kambundji im Hürdensprint und Angelica Moser im Stabhochsprung lag eine Medaille in Reichweite. Oder die Sprinterin Géraldine Frey, der Mehrkämpfer Andri Oberholzer und die Hürdensprinterin Noemi Zbären lieferten persönliche Bestleistungen ab. Aus diversen Gründen fehlten in Belgrad mit Ajla Del Ponte, Jason Joseph, William Reais, Ricky Petrucciani, Lore Hoffmann, Silvan Wicki, Géraldine Ruckstuhl oder Salome Lang weitere Asse. Sie alle haben das Potenzial, um an weltweiten Titelkämpfen im Final aufzutauchen.

Die Schweizer Leichtathletik lebt auf internationalem Level nicht wie in früheren Jahren von einigen wenigen Ausnahmen. Die Hausse fusst primär auf der EM 2014 in Zürich und all den Begleitmassnahmen, die für ein erfolgreiches Abschneiden im Letzigrund eingeleitet wurden. Das EM-Gold von Kariem Hussein führte vielen Aktiven vor Augen, dass auch ein Schweizer Europameister werden kann. Mujinga Kambundji merkte damals, dass sie mithalten kann, aber noch nicht ganz zur Spitze gehört. Die Bernern verlegte unter anderem ihre Trainingsbasis nach Deutschland, um noch grössere Fortschritte zu machen. Auch Selina Büchel oder Lea Sprunger nahmen das auf und arbeiteten hart weiter. So sind zahlreiche Vorbilder entstanden, die andere nachzogen.

Den Erfolg dieser Arbeit erntete Swiss Athletics erstmals an der EM 2016 in Amsterdam. Seither lebt die Schweiz an den Grossanlässen von der Breite, und die Medaillen fallen dem Verband auch auf globaler Ebene zu. Und für Nachhaltigkeit ist gesorgt, dies zeigen die Resultate der Nachwuchskräfte im Junioren-Alter – in den vergangenen zehn Jahren wurden an internationalen Meisterschaften 54 Medaillen gewonnen.

Und die Medaillensammler der Gegenwart trauen sich noch mehr zu. Mujinga Kambundji lief bei ihrem WM-Titel in Belgrad über 60 Meter eine Zeit von 6,96 Sekunden und blieb damit nur vier Hundertstel über dem Weltrekord. Und dennoch sagt sie: «Ich bin überzeugt, dass ich noch viel schneller laufen kann.»

Durch die Corona-Pandemie bildete sich ein Stau an Titelkämpfen. In den nächsten zwei Jahren gibt es für die Schweizer Equipe Gelegenheiten zuhauf, um aus der Hausse Medaillen-Kapital zu schlagen: WM 2022 Eugene, EM 2022 München, Hallen-EM 2023 Istanbul, Hallen-WM 2023 in China, WM 2023 Budapest, Hallen-WM 2024 Glasgow, Olympische Spiele Paris 2024, EM Rom 2024. (abu/sda)

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