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Olympia: Starke NHL-Stars, Genonis Shutout – Schweiz schlägt Frankreich

Switzerland's Damien Riat celebrates with teammates after scoring his sides first goal during a preliminary round match of men's ice hockey between Switzerland and France at the 2026 Winter  ...
Der erste Torjubel des Turniers nach dem frühen 1:0 durch Damien Riat.Bild: keystone

Starke NHL-Stars, ein Durchhänger und Genonis Shutout – Hockey-Nati startet mit Sieg

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam gewinnt in Mailand das erste Spiel des Olympia-Turniers gegen Frankreich 4:0. Damien Riat und Janis Moser erzielten die ersten Tore in den ersten 186 Sekunden; Timo Meier traf doppelt.
12.02.2026, 11:0012.02.2026, 15:10

Was für ein Auftakt! Die Schweizer starten furios in die Partie. Sie spielen glänzend und führen nach 186 Sekunden 2:0. Es hätte sogar 3:0 stehen können, denn nach bloss acht Sekunden rutschte der Puck nach einem Goalie-Fehler und einem Schuss von Jonas Siegenthaler knapp am Gehäuse vorbei.

Damien Riat brachte die Schweiz nach 55 Sekunden im ersten Überzahlspiel in Führung. Und nach drei Minuten erhöhte Verteidiger Janis Moser von den Tampa Bay Lightning mit einem Solo auf 2:0. «Wir sind unglaublich gut gestartet und haben sie mit unserem Tempo überfordert», sagte Goalie Leonardo Genoni im SRF.

Unnötige Strafen genommen

So gut der Beginn war, so stark bauten die Schweizer danach und bis zur 50. Minute ab. Jordann Perret besass die erste Möglichkeit zum Anschlusstreffer, weil Timo Meier den Puck überheblich verlor. Zu Beginn des zweiten Abschnitts beinahe ein Eigentor von Andrea Glauser. Es folgten drei weitere französische Grosschancen bis zur 30. Minute – und unnötige Schweizer Strafen durch Fouls in der neutralen Zone und sogar in der Angriffszone.

Gewiss: Die spielerische Klasse der Schweizer führte auch immer wieder zu Torchancen für das Team von Patrick Fischer. Aber so locker, so einfach und so leicht wie in der Startphase fiel den «Eisgenossen» das Hockey-spielen erst wieder im Finish: Timo Meier verbesserte mit zwei Goals in den letzten zehn Minuten die Ausgangslage markant.

Genoni hält den Kasten rein

«Wir nehmen diesen Sieg gerne, wissen aber zugleich, dass wir noch einiges besser machen müssen», sagte der Stürmer der New Jersey Devils. «Wir nahmen blöde Strafen, die wir uns gegen andere Gegner nicht erlauben dürfen.»

Am Ende darf die Zufriedenheit überwiegen: Die Schweizer feierten erst ihren dritten Sieg in den letzten elf Olympia-Partien. Und an jenen Olympia-Turnieren, an denen NHL-Akteure teilnahmen, kamen die Schweizer nur 2014 in Sotschi gegen Lettland (1:0) zu einem Startsieg. Goalie Leonardo Genoni kam mit 27 Paraden zum Shutout.

Schweiz – Frankreich 4:0 (2:0, 0:0, 2:0)
Mailand, Santagiulia Arena. - 10'627 Zuschauer. - SR Pochmara/Schrader (USA/GER), Davis/Murray (USA).
Tore: 1. (0:55) Riat (Andrighetto, Kurashev/Ausschluss Bellemare) 1:0. 4. Moser (Fora) 2:0. 51. Meier (Josi, Kukan) 3:0. 57. Meier (Moser, Fiala) 4:0.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen Frankreich.
Schweiz: Genoni; Glauser, Josi; Kukan, Siegenthaler; Fora, Moser; Marti; Thürkauf, Hischier, Fiala; Niederreiter, Malgin, Andrighetto; Meier, Suter, Kurashev; Riat, Jäger, Bertschy; Schmid.
Frankreich: Keller; Gallet, Boscq; Cantagallo, Chakiachvili; Guebey, Crinon; Thiry; Douay, Addamo, Treille; Bertrand, Da Costa, Texier; Fabre, Bellemare, Perret; Rech, Boudon, Kevin Bozon; Dair.
Bemerkungen: Schweiz ohne Berni und Knak (beide überzählig), Schmid (Ersatzgoalie) und Berra (überzähliger Goalie). - Pfosten-/Lattenschüsse: 22. Lattenschuss Andrighetto. 51. Niederreiter. - Schüsse: Schweiz 43 (16-14-13); Frankreich 27 (11-8-8). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/5; Frankreich 0/4. (ram/sda)

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78 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Corroboree
12.02.2026 13:32registriert Januar 2025
Schon witzig wie sich einige über das 'lineare' SRF aufregen. 2026 und nicht fähig eine App zu installieren und seine Sportart auszuwählen? Das Streamingangebot von SRF ist überragend und ich kann mir meine Olympiade nach meinem Gusto zusammen stellen. Danke SRF!
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BlueDive
12.02.2026 13:55registriert Februar 2023
Fora in alter Stärke zurück *Ironie off*
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Mr. Steinberg
12.02.2026 13:11registriert Mai 2022
So dominierend, wie unsere Kollegen Müller und Furrer es sehen, ist die Nati definitiv nicht.
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