2. Franjo von Allmen (SUI) +0,19
3. Vincent Kriechmayr (AUT) +0,60
…
4. Alexis Monney (SUI) +0,66
6. Stefan Rogentin (SUI) +0,89
8. Marco Odermatt (SUI) +0,92
11. Giovanni Franzoni (ITA) +1,27
18. Alessio Miggiano (SUI) +1,83
22. Justin Murisier (SUI) +2,76
24. Niels Hintermann (SUI) +9,38
Hintermann mit Champagner verabschiedet – Paris siegt in Kvitfjell vor von Allmen
Von Allmen war der Einzige, der mit dem entfesselten Italiener mithalten konnte. Am Ende fehlten dem dreifachen Olympiasieger 19 Hundertstel zum Sieg; dennoch stand er zum 15. Mal in seiner Karriere auf einem Weltcup-Podest.
Der Berner Oberländer ist zum zweiten Mal in Folge der zweitbeste Abfahrer des Winters. Mit 515 Punkten aus neun Rennen holte er allerdings sieben Zähler weniger als im Vorjahr in acht Rennen. «Ich bin sehr zufrieden, dass ich den 2. Platz in der Disziplinenwertung bestätigen konnte», sagte von Allmen gegenüber SRF. Ansonsten sei es ein Auf und Ab gewesen: «Es gab Rennen wie Kitzbühel oder Wengen, in denen ich mir mehr erhofft hatte.» Diese «unnötigen Fehler», wie er sie nennt, wolle er in der nächsten Saison unbedingt vermeiden.
Dank von Allmen bleiben zudem zwei starke Schweizer Serien bestehen: Zum 23. Mal in Folge klassierte sich mindestens ein Schweizer Abfahrer in den Top 3. Und in Kvitfjell stand bereits zum zehnten Mal in Serie ein Schweizer Abfahrer auf dem Podest.
Paris' nächster Meilenstein
Der strahlende Sieger war Paris, der die Abfahrt in Kvitfjell bereits zum fünften Mal für sich entschied. Zuletzt hatte er dort vor einem Jahr sowohl die Abfahrt als auch den Super-G auf der Piste Olympiabakken gewonnen. In dieser Saison stand er bei den Abfahrten in Gröden (3.) und Crans-Montana (2.) auf dem Podest, ein Sieg war ihm bis zum Saisonfinale jedoch nicht gelungen.
Mit seinem 20. Abfahrtserfolg belegt er nun allein den zweiten Platz in der Bestenliste, den er zuvor mit Peter Müller geteilt hatte. Vor ihm liegt nur noch Franz Klammer mit 25 Abfahrtssiegen.
Dritter wurde Vincent Kriechmayr, der bis zuletzt offengelassen hatte, ob er seine Karriere fortsetzen wird. Der Österreicher lag 60 Hundertstel hinter Paris und blieb damit sechs Hundertstel vor dem viertplatzierten Alexis Monney. Drittbester Schweizer war Stefan Rogentin auf Rang sechs.
Odermatts historische Saison
Dass Marco Odermatt zum dritten Mal in Folge die Disziplinenwertung gewinnen würde, stand bereits vor dem letzten Rennen fest. In Kvitfjell erzielte der Saisondominator mit Rang sieben sein schlechtestes Abfahrtsresultat der Saison. Seine Bilanz mit sieben Podestplätzen in neun Rennen bleibt dennoch überragend, ebenso wie sein Punkteschnitt von 78,4.
«In der Abfahrt, wo bei fast jedem Rennen etwas andere Fähigkeiten gefragt sind, in praktisch jedem Rennen um den Sieg mitfahren zu können, ist schon speziell», sagte Odermatt. Der 28-Jährige zeigte einmal mehr eine Konstanz, an die kein anderer Speed-Fahrer auch nur annähernd herankam. Der knapp verpasste Sieg in Kitzbühel ist der einzige Wermutstropfen.
Hintermanns Abschied
Als Letzter der 24 Startenden nahm Niels Hintermann die Piste Olympiabakken in Angriff. Der 30-jährige Zürcher, der seinen Rücktritt vom Profisport schon eine Woche zuvor angekündigt hatte, blickt auf eine Karriere mit sieben Weltcup-Podestplätzen zurück, darunter drei Siege. Seine beiden Abfahrtserfolge feierte er am Ort seines Abschieds.
Oben fuhr der Zürcher noch im Renntempo, vor dem Zielsprung nahm er aber Tempo raus, schwang ab und liess sich noch einmal feiern. Im Ziel wurde Hintermann nicht nur von seiner Familie empfangen, sondern dann auch von seinen Teamkollegen Odermatt, Rogentin und Monney mit einer Champagnerdusche gebührend verabschiedet. (abu/sda)
