DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Kann Dominique Aegerter in der neuen Saison wieder ganz vorne mitreden?
Kann Dominique Aegerter in der neuen Saison wieder ganz vorne mitreden?Bild: EPA/DPA

«Wir werden uns nächste Saison um Dominique Aegerter kümmern»

Lichtblick für Dominique Aegerter (25). Nächste Saison kommt er in die Obhut von Eskil Suter (49).
09.09.2016, 09:5909.09.2016, 10:28

Dominique Aegerter steckt in der kritischen Phase seiner Karriere. Er hat sich von seinem Manager Robert Siegrist getrennt und per Ende Saison beendet er auch die Zusammenarbeit mit seinem französischen Cheftechniker Florian Chiffoleau. Auf die bange Frage «wie weiter?» gibt es nun eine definitive Antwort.

Der Rohrbacher hat den Vertrag mit seinem bisherigen Team mündlich bereits um ein weiteres Jahr verlängert. «Wir sind uns einig, es geht nur noch um ein paar Details.» Wichtiger ist jedoch der Wechsel von Kalex zurück zu Suter – auf dieser Maschine hat er 2014 den GP von Deutschland gewonnen. Eskil Suter bestätigt: «Ja, wir werden uns ab nächster Saison um Dominique Aegerter kümmern.»

Eskil Suter: Er glaubt zu wissen, was Aegerter braucht.
Eskil Suter: Er glaubt zu wissen, was Aegerter braucht.Bild: KEYSTONE

Es ist mehr als ein Markenwechsel. Viel wichtiger ist die technische Betreuung durch Eskil Suter. Der ehemalige 250er-Rennfahrer (von 1993 bis 1996 in der 250er-WM, 1998 der letzte Schweizer in der 500er-WM) hat nach seinem Rücktritt in Turbenthal ein High-Tech-Unternehmen für Motoren- und Fahrwerkstechnik aufgebaut (Suter Racing Technology). Auf seinen Maschinen gewann Marc Marquez 2012 die Moto2-WM. Nach der Saison 2014 stiegen Tom Lüthi und Dominique Aegerter auf das deutsche Fabrikat Kalex um.

NIgelnagelneues Bike für Aegerter

Tom Lüthi bleibt bei Kalex, Dominique Aegerter kehrt zu Eskil Suter zurück, dessen Firma in der Zwischenzeit ein neues Moto2-Bike entwickelt hat. «Wir haben auf dem Reissbrett eine neue Maschine mit weitreichenden technischen Neuerungen entworfen und inzwischen gebaut und erfolgreich getestet.»

Dominique Aegerter: Körperlich war er immer bereit, aber mental haperte es.
Dominique Aegerter: Körperlich war er immer bereit, aber mental haperte es.Bild: KEYSTONE

Dominique Aegerter bekommt also für nächste Saison ein nigelnagelneues Bike. Für Eskil Suter ist die technische Support eher noch wichtiger. «Dieser Bereich ist bei Dominique Aegerter in den letzten zwei Jahren wohl etwas unterschätzt worden.» Eskil Suter kümmert sich nun auch um die Verpflichtung eines neuen, bewährten Cheftechnikers. «Das werden wir in nächster Zeit regeln.»

Weg vom «Lüthi-Komplex»?

Der Markenwechsel ist für Dominique Aegerter auch psychologisch wichtig. Da er nun nicht mehr die gleiche Höllenmaschine führt wie Tom Lüthi, wird es ihm leichter fallen, sich innerhalb des «Dream Teams» von seinem Vorbild und ewig überlegenen Rivalen zu emanzipieren und zu seinem alten Selbstvertrauen zurückzufinden, das ihm 2014 einen GP-Sieg ermöglicht hat. Seit er unter dem gleichen Dach mit Tom Lüthi fährt (ab Saison 2015), hat er dieses Selbstvertrauen verloren und einen ausgeprägten «Lüthi-Komplex» entwickelt.

Dominique Aegerter und Tom Lüthi im Gespräch mit unserem Klaus Zaugg.
Dominique Aegerter und Tom Lüthi im Gespräch mit unserem Klaus Zaugg.

Eskil Suter sagt, er werde nächste Saison höchstens vier bis fünf Fahrer ausrüsten. Dominique Aegerter wird seine Nummer 1 sein und so eine intensive technische, psychologische und fahrtechnische Betreuung geniessen. Die Voraussetzungen um die letzte Chance zur Fortsetzung seiner Karriere auf Weltniveau in der zweitwichtigsten Töff-WM zu nützen, sind gut.

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Bern verneigt sich vor Roman Josi – und Roman Josi vor dem SC Bern
Der Tempel ausverkauft und Stimmung wie bei der letzten Meisterfeier. Zum ersten Mal seit mehr als tausend Tagen ist Bern wieder die Hockey-Hauptstadt und die Bernerinnen und Berner fühlen sich wie Hockey-Hauptstädterinnen und -Hauptstädter. Roman Josi kommt zu Besuch.

Ein festlicher Abend. Im Stadionrestaurant sind zum ersten Mal überhaupt die Tische mit weissen Tischtüchern gedeckt. Seit mehr als tausend Tagen endlich wieder ein ausverkauftes Stadion, Stimmung und das schöne Gefühl, dass Bern eben doch der Nabel der helvetischen Hockeywelt ist.

Zur Story