49ers und Bears sorgen für Spektakel – diese Teams kämpfen in der NFL noch um die Playoffs
49ers können nach Spektakel auf Bye-Week hoffen
Die San Francisco 49ers und die Chicago Bears haben am Sonntag jedem Football-Fan bereits zwei Wochen vor dem Playoff-Start einen Vorgeschmack auf die Post-Season geliefert. In einem Spiel, das enger nicht hätte sein können, setzte sich San Francisco schlussendlich mit 42:38 durch.
Während der ganzen Partie konnte sich kein Team um mehr als sieben Punkte absetzen. Die Entscheidung fiel, nachdem die Bears fünf Minuten vor dem Ende nur ein Field Goal erzielen konnten. Im darauffolgenden Drive konnte San Francisco angeführt von Quarterback Brock Purdy das gesamte Feld überqueren.
Jauan Jennings sorgte etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende nach einem gefangenen Pass und einem schönen Lauf für die entscheidenden Punkte. Zwar schafften es die Bears nochmals nah an die gegnerische Endzone, verpassten den Sieg schlussendlich aber um zwei Yards.
Purdy zeigte nach seiner grandiosen Vorstellung eine Woche zuvor auch gegen die Bears eine phänomenale Leistung. Der 26-Jährige warf nicht nur drei Touchdown-Pässe, sondern lief noch selbst zweimal in die Endzone. Dies, obwohl die Partie für Purdy sehr schlecht startete. Gleich sein erster Passversuch endete in einem Pick Six.
Nach dem sechsten Sieg in Serie kommt es am 18. und letzten Spieltag der Regular Season zum grossen Duell gegen die Seattle Seahawks. Das Team, welches das direkte Duell gewinnt, sichert sich nicht nur Platz 1 in der Division, sondern in der gesamten NFC. Für den Verlierer der Partie wäre eine Niederlage gleich doppelt bitter: Neben dem Verpassen eines Freiloses muss man in der ersten Runde der Playoffs auswärts antreten. Im einzigen Direktduell der laufenden Saison konnte sich San Francisco am ersten Spieltag knapp mit 17:13 durchsetzen.
Seattle gewann am Sonntag bei den Carolina Panthers problemlos mit 27:10 und verliess das Feld zum ebenfalls sechsten Mal nacheinander als Sieger.
Punter darf endlich wieder arbeiten
Thomas Morstead hatte in den letzten Wochen wohl einen der einfachsten Jobs der Welt. Der Punter der 49ers wurde fast einen Monat lang nicht gebraucht. Zuletzt musste Morstead am 30. November gegen die Browns für einen Punt aufs Feld. Nach der darauffolgenden Bye-Week wurde der 39-Jährige in den Partien gegen die Tennessee Titans und die Indianapolis Colts nie auf das Feld beordert.
Gegen die Bears wurden die Dienste von Morstead aber gleich zweimal in Anspruch genommen. Je einmal im ersten und letzten Viertel der Partie waren die 49ers auf den Punter angewiesen. Morstead war die Freude nach seinem ersten Punt richtig anzusehen und er liess sich von den Teamkollegen feiern.
𝗕𝗥𝗘𝗔𝗞𝗜𝗡𝗚: 49ers punter Thomas Morstead punts for the first time since November.
— Dov Kleiman (@NFL_DovKleiman) December 29, 2025
It's December 28 😅pic.twitter.com/7qCRJaFRKj
Grosses Rechnen in der NFC South
Noch kämpfen in der NFC mit den Carolina Panthers und den Tampa Bay Buccaneers zwei Teams um das letzte Playoff-Ticket. Aber auch die bereits ausgeschiedenen Atlanta Falcons könnten noch eine grosse Rolle spielen.
Nachdem am Sonntag sowohl die Panthers (10:27 gegen die Seattle Seahawks) als auch die Buccaneers (17:20 gegen die Miami Dolphins) ihre zweitletzte Partie verloren haben, wird mit ziemlicher Sicherheit das kommende Direktduell entscheiden. Aber um die Panthers abzufangen, muss Tampa nicht nur gewinnen, sondern auch noch auf Schützenhilfe hoffen.
Die Tabelle in der NFC South:
Denn sollten die Atlanta Falcons ihre letzten beiden Spiele (in der Nacht auf Dienstag gegen die Los Angeles Rams und in Woche 18 gegen die New Orleans Saints) gewinnen und die Buccaneers ihre Pflicht erledigen, hätten alle drei Teams eine 8-9-Bilanz. Da Carolina dann mehr Direktduelle gewonnen hätte, wären sie erstmals seit 2015 Sieger der NFC South.
Weil die Steelers patzen, können die Ravens träumen
Mit einem Sieg gegen die Cleveland Browns hätten die Pittsburgh Steelers einen Platz in den Playoffs auf sicher gehabt. Die Browns, welche zuvor in der gesamten Saison nur drei Spiele gewinnen konnten, liessen keinen Touchdown zu und setzten sich überraschend mit 13:6 durch.
Jetzt geht es in der AFC North am letzten Spieltag im direkten Duell zwischen den Pittsburgh Steelers und den Baltimore Ravens um den Divisional-Titel und den Playoff-Platz. Für Quarterback-Legende Aaron Rodgers wäre es bei einer Niederlage seiner Steelers das letzte Spiel der Karriere.
Die Ravens konnten am Samstag gegen die bereits für die Playoffs qualifizierten Green Bay Packers mit 41:24 gewinnen. Allerdings musste Baltimore wegen Rückenproblemen auf Star-Quarterback Lamar Jackson verzichten und es ist noch unklar, ob der zweifache NFL-MVP für das entscheidende Spiel gegen die Steelers fit wird.
Patriots zurück auf dem AFC-East-Thron
Erstmals seit sechs Jahren sind die New England Patriots Sieger der AFC East. Während die Patriots in souveräner Art und Weise mit 42:10 gegen die New York Jets siegten, verloren die Buffalo Bills denkbar knapp mit 12:13 gegen die Philadelphia Eagles. Somit können sie die Patriots am letzten Spieltag nicht mehr abfangen.
Als die Patriots ihre Division zuletzt gewannen, war noch Tom Brady der Quarterback beim sechsfachen Super-Bowl-Sieger. Sollten die Denver Broncos am letzten Spieltag gegen die Los Angeles Chargers verlieren, könnte New England noch die Conference gewinnen und von einem Freilos in der ersten Runde profitieren.
Josh Allen vergibt den Sieg
Die Buffalo Bills riskierten derweil bei ihrer Partie gegen die Philadelphia Eagles alles. Nach einem Touchdown wenige Sekunden vor dem Schluss entschieden sich die Bills für eine Two-Point-Conversion. Aber Quarterback Josh Allen verfehlte seinen Mitspieler klar und besiegelte somit das Schicksal seines Teams.
No way Josh Allen missed this easy ass throw lmaoo pic.twitter.com/4JcxVKBLgd
— John (@iam_johnw) December 29, 2025
Bereits im ersten Viertel hatte Allen eine sehr unglückliche Szene: Der Quarterback fumbelte den Ball, welcher danach noch einige Yards in Richtung der eigenen Endzone machte. Jihaad Campbell erreichte das Spielgerät als Erster. Schlussendlich konnte sich Allen wenigstens über zwei Rushing-Touchdowns freuen. Beide Teams waren bereits vor der Partie für die Playoffs qualifiziert.
If Jalen Hurts
— Eagles Fan Central (@PhilaFanCentral) December 29, 2025
- lost a fumble that ended up losing 27 yards
- took a sack for a loss of 21 on 3rd & 8
- missed this 2-pt throw to end the game
he’d be buried endlessly for the next week, and then some.
Let’s make sure Josh Allen gets the same criticism.pic.twitter.com/EbuVRpSx5R
NFL meets WWE
Die New York Giants und die Las Vegas Raiders konnten vor der gestrigen Partie in dieser Saison beide erst zweimal gewinnen. Im direkten Duell konnten sich die Giants klar und deutlich mit 34:10 durchsetzen. Dafür sind die Raiders dem First-Overall-Pick im kommenden Draft ganz nah.
Kurz vor der Halbzeitpause kam es in Las Vegas noch zu Szenen, welche eher an Kampfsport statt American Football erinnerten. Chigozie Anusiem und Rico Payton lieferten sich nach einem Spielzug an der Seitenlinie eine wüste Schlägerei.
Giants & Raiders fighting in the 2025 Mega Tank Bowl pic.twitter.com/kkUX8COc82
— Bobby Skinner (@BobbySkinner_) December 28, 2025
