Sport
NHL

NHL-Legende Ray Whitney macht in Rio den Golf-Caddy

Der kanadische Graham DeLaet mit seinem Caddy Ray Whitney im Hintergrund.
Der kanadische Graham DeLaet mit seinem Caddy Ray Whitney im Hintergrund.

«Ein ziemlich witziger Typ» – NHL-Legende Ray Whitney war bei Olympia als Caddy im Einsatz

Das olympische Golfturnier der Männer ging gestern zu Ende – und die meisten hat es nicht wirklich interessiert. Es gibt aber eine schöne Geschichte um den kanadischen Golfer Graham DeLaet und seinen Caddy – eine NHL-Legende.
15.08.2016, 18:1016.08.2016, 08:50
Janick Wetterwald
Janick Wetterwald
Janick Wetterwald
Folge mir
Mehr «Sport»

Viel Sendezeit hatte das olympische Golfturnier im öffentlichen TV nicht. Es reichte aber, um eine schöne Story aufzuschnappen – Ray Whitney, eine NHL-Legende, war in Rio als Caddy im Einsatz.

Wie das kommt? Whitney ist ein guter Kumpel von Profi-Golfer und Landsmann Graham DeLaet. Dieser hat ihn kurzerhand zu seinem Caddy «gemacht». Sein eigentlicher Caddy hatte ihm aus Angst vor dem Zika-Virus abgesagt und so kam der ehemalige Eishockey-Profi zum Handkuss. DeLeat erklärt seine Entscheidung folgendermassen: 

«Zum einen ist Ray ein guter Freund von mir, dann ist er auch ein sehr guter Golfer, der ziemlich genaue Vorstellungen vom Spiel hat. Und dann ist er auch noch ein ziemlich witziger Typ.»
Graham DeLeatwelt.de

Einmaliges Experiment

Vor dem Turnier hatte der Eishockey-Star, der im Sommer 2015 seine Karriere beendet hatte, tatsächlich noch gewitzelt über die Hilfe die er Graham leistet:

«Wenn es mal nicht läuft bei Graeham, klebe ich mir einfach so einen Bart an und spiele für ihn weiter.»
Ray Whitney welt.de

Wie er darauf kommt? Der kanadische Golfer trägt gerne mal einen pompösen Vollbart. In Rio ist die Gesichtsbehaarung zwar schön glattrasiert, doch auf Twitter haben wir dieses Beweisbild gefunden:

Graham DeLeat mit Bart.
Graham DeLeat mit Bart.bild: twitter

So richtig Spass scheint Ray Whitney der Caddy-Job dann aber nicht gemacht zu haben. Im Anschluss an das olympische Golf-Turnier sagte der 44-Jährige zu sport.de: «Professionell und auf Dauer werde ich das nicht machen. Die Strecken zum Laufen sind sehr lang, da nehme ich lieber den Cart.» Dennoch schwärmt der Kanadier von der neuen Erfahrung an den Sommerspielen in Rio. «Es ist alles so aufregend hier, ich liebe es», so Whitney. Neben dem bärtigen Bild seines Kollegen haben wir auf Twitter auch noch zwei Videos seiner Golf-Künste gefunden:

Ein Scherzkecks

Ray Whitney war schon als aktiver Eishockey-Profi immer für einen Spass zu haben. Oft machte er während Interviews von Teamkollegen im Hintergrund Grimassen. Bei den NHL-Fans sind diese Aktionen unter «Wo ist Whitney?» bekannt.

Tyler Seguin im Interview – Whitney macht sich einen Spass draus

Aber eigentlich ist der «Neo-Caddy» ein ganz bescheidener Typ. Als er im Sommer 2015 seine Karriere, in der er für 17 verschiedene Teams insgesamt 1330 NHL-Spiele absolvierte und dabei über 1000 Punke sammelte, liess er verlauten: «Ich werde jetzt ein einfach mein Leben als Familienvater geniessen und ein bisschen mehr Golf spielen.»

Der Junge konnte auch ganz gut Eishockey spielen 

Ein Highlight-Video zu Ray Whitney.YouTube/MaksN77

Das hat er wohl getan und konnte so in Rio seinem Freund Graham DeLeat zur Seite stehen – das Duo schloss beim olympischen Turnier auf dem 20. Platz ab mit 5 Schlägen unter Par.

Die kuriosesten Geschichten aus 120 Jahren Olympia

1 / 30
Die kuriosesten Geschichten aus 124 Jahren Olympia
Kein Sportanlass zieht die Menschen mehr in den Bann als die Olympischen Spiele, die seit 1896 zum weltweit wichtigsten Sportereignis geworden sind. Und keine Ausgabe der Sommerspiele blieb ohne ihre eigene kuriose Geschichte.
quelle: ap / lionel cironneau
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Fakten zu den Olympischen Spielen von Rio 2016

Alle Storys anzeigen

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Murat Yakin ist der ideale Nationaltrainer, weil er auch das grosse Bild sieht
Am Freitag wurde der Vertrag mit Murat Yakin um zwei Jahre verlängert. Warum das eine gute Nachricht ist für den Schweizer Fussball.

Was war das für ein hörbares Aufatmen im Fussballverband, nachdem Murat Yakin im August 2021 die Fussball-Nati übernommen hat. Die toxische Stimmung aus Misstrauen und Kontrolle, die unter Vladimir Petkovic geherrscht hatte, war wie weggeblasen. Yakin kam, gliederte sich ein, nahm sich nicht zu wichtig und gab allen um ihn herum das Gefühl, sich innerhalb der Leitlinien frei bewegen zu können. Das Resultat: Die Nati setzte sich im Kampf um das WM-Ticket gegen Europameister Italien durch.

Zur Story