Vier Schweizer überzeugen im ersten Abfahrts-Training – ein Amerikaner am schnellsten
Die Schweizer beweisen schon im ersten Training zur Olympia-Abfahrt der Männer in Bormio, dass sie ganz vorne mitmischen können. Marco Odermatt fährt mit 40 Hundertstelsekunden Rückstand auf Rang 3, Alexis Monney liegt nur wenig dahinter auf Rang 4. Franjo von Allmen stellt mit knapp über einer Sekunde die siebtschnellste Zeit auf, direkt hinter ihm liegt Stefan Rogentin auf Rang 8.
Keiner der Schweizer riskierte bei schwierigen Sichtbedingungen viel. Marco Odermatt schwang deutlich vor der Ziellinie ab. Franjo von Allmen ging im ganzen unterne Streckenteil kaum mehr richtig in die Hocke. Trainingssieger Ryan Cochran-Siegle zog hingegen deutlich mehr durch. Auch Giovanni Franzoni, der noch weniger Weltcup-Erfahrung auf der Stelvio mitbringt, fuhr in der Hockeposition über die Ziellinie.
Im Kampf um den allfälligen vierten Startplatz muss Niels Hintermann eine Enttäuschung einstecken. Mit über zwei Sekunden Rückstand landet der Zürcher auf Rang 18 und ist damit ein gutes Stück langsamer als Stefan Rogentin, der für den vierten und letzten Startplatz ebenfalls infrage kommt.
Die Bestzeit geht etwas überraschend an den US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der schon am vergangenen Sonntag bei der Abfahrt in Crans-Montana als Dritter aufs Podest fuhr. Zweiter wurde der Italiener Giovanni Franzoni, der Odermatt in der Abfahrt von Kitzbühel den Sieg wegschnappte.
Ein unschönes Ende nahm das Training für Fredrik Möller. Der Norweger stürzte, verletzte sich an der Schulter und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Bereits in Gröden flog der 25-Jährige heftig ab. Vor einem Jahr feierte Möller beim Super-G in Bormio seinen ersten und bisher einzigen Weltcup-Sieg.
Morgen und am Freitag stehen weitere Trainings auf dem Programm. Am Samstag (ab 11.30 Uhr im watson-Liveticker) soll dann die Abfahrt über die Bühne gehen. (abu/sda)
