Loipen-Drama: Purzelbaum kostet Schweden Staffel-Gold
Der 14. Februar 2026 ist nicht der Tag der Ebba Andersson. Die 28-jährige Schwedin ist die zweite Läuferin ihrer Staffel, von der der Olympiasieg erwartet wird.
Andersson übernimmt in Führung liegend, doch nach einem ersten Strauchler muss sie Norwegen vorbei lassen. Aber richtig heftig wird es wenige Minuten später. In einer Abfahrt überschlägt sich die Schwedin, der rechte Ski geht kaputt und es dauert und dauert, bis sie endlich Ersatz am Fuss hat.
Eine nach der anderen zieht an Ebba Andersson vorbei, sie übergibt schliesslich als Achte. Ihre Kollegin Frida Karlsson liegt bereits 1:18 Minute hinter den führenden Norwegerinnen zurück.
Das Drama in 7 Bildern
Auf der Abfahrt versucht Ebba Andersson, mit dem Stemmbogen das Tempo zu drosseln:
Im tiefen Geläuf bleibt ein Ski hängen – und die Schwedin überschlägt sich:
Der Ski ist kaputt, also klemmt Andersson ihn unter den Arm und läuft auf einem Ski weiter, bis Ersatz da ist:
Im Ziel sieht Frida Karlsson, die nach der bedauernswerten Andersson an der Reihe ist, den Sturz auf der Grossleinwand:
Endlich ist ein neuer Ski da!
Aber warum hat das so lange gedauert? Die Zeitlupe liefert die Aufklärung. Auch der Betreuer hat sich hingelegt:
Man fasst es nicht!
Das Podest
Für eine Aufholjagd ist die beim Sturz eingehandelte Hypothek zu gross. Norwegen mit Kristin Fosnaes, Astrid Slind, Karoline Simpson-Larsen und Heidi Weng triumphiert. Mit 51 Sekunden Rückstand rettet Schweden immerhin noch Silber. Bronze geht an Finnland.
Die Schweizer Staffel
Das Quartett mit Anja Weber, Nadja Kälin, Marina Kälin und Nadine Fähndrich belegt Rang 7. Zwischenzeitlich – vor allem nach Anderssons Sturz – dürfen die Schweizerinnen auf einen Podestplatz hoffen. Nadja Kälin schickt ihre Schwester Marina als Dritte ins Rennen. Die 22-Jährige kann diese Position aber nicht lange halten.
