Sport
Schweiz

Unfall bei der Rad-WM: U19-Talent Muriel Furrer in kritischem Zustand

24-09-2024 World Championships Junior Women Cronometro 2024, Svizzera Furrer, Muriel Zurigo PUBLICATIONxNOTxINxITAxFRAxNED
Die 18-jährige Muriel Furrer erlitt bei einem Sturz an der Rad-WM ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.Bild: www.imago-images.de

«In sehr kritischem Zustand»: Schweizer Radfahrerin Muriel Furrer schwer gestürzt

Die 18-jährige Muriel Furrer ist im Rennen der Juniorinnen in Zürich aus noch ungeklärten Gründen gestürzt. Wie es mit der Rad-WM weitergeht, ist noch nicht klar.
27.09.2024, 06:1727.09.2024, 06:34

Die Rad WM in Zürich wird am Donnerstag von einem schweren Unfall überschattet. Die Schweizer U19-Fahrerin Muriel Furrer stürzt im Rennen der Juniorinnen aus noch ungeklärter Ursache.

Um 23 Uhr hatten die Organisatoren noch nicht kommuniziert, wie es mit der Rad- und Para-Cycling-Strassen-Weltmeisterschaften in Zürich weitergeht. Swiss Cycling sagte seine Verbandsaktivitäten in der Öffentlichkeit bis auf weiteres ab. So wurde am Donnerstag auf SRF auch der «Radsport-Talk» nicht ausgestrahlt.

Wie die Organisatoren mitteilten, ereignete sich der Sturz in einem Waldstück. Die 18-jährige Zürcherin wurde mit dem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Sie erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und befindet sich in einem sehr kritischen Zustand.

Unfallhergang unklar

Über den Unfallhergang liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen der zuständigen Behörden sind im Gange. Der Weltverband Union Cycliste Internationale (UCI), Swiss Cycling und das lokale Organisationskomitee Zürich 2024 zeigten sich in einer ersten Stellungnahme «äusserst besorgt».

Ob und wie die WM weitergeführt wird, bliebt vorerst unklar. Wie SRF mitteilte, werden das Organisationskomitee und die UCI darüber entscheiden.

Aufstrebendes Talent

Muriel Furrer gilt als aufstrebendes Talent im Schweizer Radsport. Im Juni wurde sie an den Schweizer Meisterschaften bei den Juniorinnen jeweils Zweite im Strassenrennen und Zeitfahren. Ihre Stärken spielt sie auch im Mountainbike und Radquer aus. Im Mai war sie an der Mountainbike-EM in Rumänien Teil jener Equipe, die im Team-Wettkampf Bronze gewann.

Sie ist wohnhaft in Egg, unweit von Uster, wo am Donnerstag der Start zum Strassenrennen der Juniorinnen erfolgte. Sie besucht die United School of Sports in Zürich und absolviert dort eine KV-Ausbildung. (leo/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Regenbogen-Parade: Die Strassen-Weltmeister seit 1998
1 / 25
Regenbogen-Parade: Die Strassen-Weltmeister seit 1998
1998: Oscar Camenzind (Schweiz).
quelle: keystone / michele limna
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Schon mal was von Fahrrad-Surfen gehört? Es ist genau so absurd, wie es klingt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
18 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Dufour
26.09.2024 20:05registriert August 2024
„Extrem kritisch“ - das tönt nicht gut.

Das ist so traurig… es tut mir unendlich leid für diese junge Frau. Hoffentlich schafft sie es.
1612
Melden
Zum Kommentar
avatar
Dub_SF
26.09.2024 19:37registriert Mai 2020
Was für eine Tragödie. Viel Kraft an Muriel
1446
Melden
Zum Kommentar
avatar
Rikki-Tiki-Tavi
26.09.2024 20:12registriert April 2020
Bange Stunden für Angehörige, Freunde, Team. Hoffentlich kommt's gut.
1272
Melden
Zum Kommentar
18
«Wussten, dass bestimmte Situationen eintreten könnten»: Arzt mit Vonns Genesung zufrieden
Der Sturz und die schwere Beinverletzung von Lindsey Vonn in der Olympia-Abfahrt hallen weiter nach. Nun äussert sich der behandelnde Chefarzt zu den nötig gewordenen Operationen.
Wenige Tage nach dem schlimmen Sturz der Amerikanerin hat der Chefarzt, unter dessen Leitung die Eingriffe vorgenommen worden sind, Einblick in die bisherige Behandlung gegeben. «Wir haben unsere Pflicht getan. Wir wussten, dass bestimmte Situationen eintreten könnten, und waren darauf vorbereitet», sagte Dr. Stefano Zanarella der italienischen Zeitung «Corriere della Sera». Man habe den komplizierten Fall mit einem Expertenteam betreut und sei mit dem Genesungsprozess zufrieden.
Zur Story