Die Lauberhornrennen beginnen zwar erst morgen, aber bereits nach den Trainings sorgt die Schlüsselstelle Kernen-S für Diskussionen. In diesem Jahr wurde die Ausweiche an der Stelle um ungefähr einen Meter erweitert.
Durch die Anpassung fuhren mehrere Athleten die Stelle auf Zug, in den letzten Jahren schafften es nur die absoluten Topathleten ohne Stemmbogen oder sonstiges Abbremsen durch das Kernen-S. Wie der Blick mitteilt, ist auch Marco Odermatt über die Anpassung sehr überrascht gewesen: «Ich bin ein wenig erschrocken, als ich bei der ersten Besichtigung gesehen habe, dass man an dieser Stelle jetzt einen Meter mehr Platz hat.»
Vor einem Jahr fuhr Odermatt das Kernen-S berauschend und konnte beide Abfahrten souverän gewinnen. Besonders im Rennen vom Originalstart zeigte der dreifache Gesamtweltcupsieger eine Glanzleistung und fuhr das Kernen-S so stark wie zuvor nur wenige Fahrer in der Geschichte des Skisports.
Wie sehr die angepasste Stelle die Rennen beeinflussen wird, sieht man morgen ein erstes Mal. Um 12.30 Uhr startet der Super-G, einen Tag später zur gleichen Zeit steigt die legendäre Lauberhornabfahrt.
Worauf die Fahrer ziemlich sicher setzen können, ist fabelhaftes Wetter. Für die beiden Tage wird Sonnenschein erwartet, mit nur vereinzelten Wolken am Himmel. Auch der Slalom am Sonntag sollte unter perfekten Bedingungen stattfinden können. (riz)
Kaum zu glauben, dass ohne Kilde oder Sarrazin jemand nur annähernd an Odi rankommt. Am ehesten noch die jungen Schweizer.