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Djokovic mit grosser Fair-Play-Geste – dann profitiert er von Musettis Aufgabe
Djokovic profitiert von Aufgabe
Novak Djokovic steht zum 54. Mal in einem Grand-Slam-Halbfinal – bei 81 Teilnahmen. Der 38-jährige Serbe profitierte dabei von der Aufgabe vom Italiener Lorenzo Musetti beim Stand von 4:6, 3:6, 3:1. «Wenn er gesund geblieben wäre, hätte er gewonnen», sagte Djokovic nach dem Spiel selbst, «es tut mir so Leid für ihn. Er war der viel bessere Spieler und ich war eigentlich auf dem Weg nach Hause.»
Djokovic beging ungewöhnlich viele Fehler und fand den Zugriff ins Spiel nicht. Insgesamt fünfmal gab die Weltnummer 4 in den ersten beiden Sätzen zudem ihren Aufschlag ab. Gegen Ende des zweiten Satzes bewies er trotz 3:5-Rückstand grosse Fairness, als er bei einem Punkt zugab, den Ball berührt zu haben, obwohl dies sonst niemand gesehen hatte. So stand es statt 40:15 für Djokovic 30:30 – in der Folge liess er sich von Musetti zum Satzgewinn breaken.
Alles sah zu dem Zeitpunkt nach dem dritten Einzug in den Halbfinal eines Grand-Slam-Turniers der 23-jährigen Weltnummer 5 aus. Im dritten Satz zog sich Musetti dann aber früh eine Verletzung am rechten Oberschenkel zu, infolge derer die Weltnummer 5 wenig später aufgeben musste. «Es ist einfach unglücklich, mehr kann ich nicht sagen», so Djokovic, «ich wünsche ihm einfach eine schnelle Genesung.»
Auch der 24-fache Grand-Slam-Sieger musste sich behandeln lassen. Der Grund dafür waren wohl Blasen am rechten Fuss. Djokovic hatte Schmerzen, spielte aber weiter. Im Halbfinal trifft er auf den Weltranglisten-Zweiten und Turniersieger der vergangenen zwei Jahre Jannik Sinner sein. Gegen den Südtiroler hat Djokovic sechs der bisherigen zehn Partien verloren, die letzten fünf allesamt.
Sinner gegen Shelton ungefährdet
Noch länger ist Sinners Siegesserie gegen Ben Shelton. Das 6:3, 6:4, 6:4 im Viertelfinal in Melbourne war der neunte Erfolg des Italieners gegen den Amerikaner hintereinander. Shelton vermochte Sinner einzig beim ersten Aufeinandertreffen im Oktober 2023 beim ATP-1000-Turnier in Schanghai zu bezwingen.
Am Mittwoch hatte Sinner gegen den Weltranglisten-Siebten ein weiteres Mal alles unter Kontrolle. In den drei Sätzen genügte Sinner jeweils ein Servicedurchbruch, um für klare Verhältnisse zu sorgen.
Im anderen Halbfinal stehen sich der Weltranglisten-Erste Carlos Alcaraz aus Spanien und die Weltnummer 3 Alexander Zverev aus Deutschland gegenüber.
Rybakina bezwingt Swiatek
Die Weltranglisten-Fünfte Jelena Rybakina setzte sich im Viertelfinal gegen Iga Swiatek, die Nummer 2 im Ranking, 7:5, 6:1 durch. Nach dem sechsten Sieg im zwölften Vergleich mit der Polin hat die Wimbledon-Siegerin von 2022 nun die Möglichkeit, zum zweiten Mal den Final des ersten Major-Events des Jahres zu erreichen. Vor drei Jahren war sie im Kampf um den Turniersieg der Tschechin Petra Kvitova unterlegen. Iga Swiatek ihrerseits scheiterte ein weiteres Mal vorzeitig bei ihrem Unterfangen, das Australian Open ein erstes Mal zu gewinnen und den persönlichen Karriere-Grand-Slam zu komplettieren. Viermal schon triumphierte sie schon beim French Open und je einmal in Wimbledon und beim US Open.
Pegula schlägt weitere Landsfrau
Jessica Pegula, Nummer 6 der Weltrangliste, bezwang Amanda Anisimova, die Nummer 4, 6:2, 7:6 (7:1) und entschied damit auch das dritte Duell gegen eine Landsfrau in diesem Turnier für sich. In den Achtelfinals hatte sie sich gegen Vorjahressiegerin Madison Keys durchgesetzt, in der 2. Runde gegen McCartney Kessler. Jessica Pegula erreichte in Melbourne erstmals die Halbfinals; über die Viertelfinals war die US-Open-Finalistin von 2024 bisher nicht hinausgekommen.
Im Halbfinal bekommt es Jessica Pegula mit Jelena Rybakina zu tun. Die andere Finalistin ermitteln die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka aus Belarus und die Ukrainerin Jelina Switolina, die Nummer 12 im Ranking. (nih/sda)
