«Kann mir nicht viel vorwerfen» – Bencic bleibt in Melbourne an Qualifikantin hängen
Nach einem fulminanten Start in die Saison mit fünf Siegen am United Cup und dem souveränen Auftakterfolg in Melbourne kam das Aus für Belinda Bencic in der 2. Runde völlig aus heiterem Himmel. Mit Ausnahme des zweiten Satzes kam die Olympiasiegerin von 2021 beim 3:6, 6:0, 4:6 gegen die Qualifikantin und Grand-Slam-Debütantin Nikola Bartunkova (WTA 126) nie richtig ins Spiel.
Nicht weniger als fünfmal musste die Weltnummer 10 ihren Aufschlag abgeben. Dass sie am Ende drei Punkte mehr gewonnen hatte als der Teenager aus Tschechien, nützte ihr nichts. «Schon sehr enttäuscht», erklärt Bencic nach dem Spiel bei SRF ihre Gemütslage. Sie habe ihre Chancen zu wenig genützt. «Ich finde aber, ich habe nicht mega schlecht gespielt», so die 28-jährige Ostschweizerin weiter. «Ich kann mir nicht viel vorwerfen, sie hat wahrscheinlich den Match ihres Lebens gespielt. Es ist einfach bitter, dass es wieder bei einem Grand Slam ist.»
Ein Major-Titel bleibt auch nach der Geburt von Töchterchen Bella vor 21 Monaten das ultimative Ziel von Bencic. Es ist jedoch das zweite Grand-Slam-Turnier in Folge nach dem US Open im letzten August, bei dem sie schon in der 2. Runde an einer druckvoll und unbeschwert spielenden Aussenseiterin scheitert. In Melbourne ist sie die einzige Top-10-Spielerin, die die 3. Runde nicht erreicht hat. (riz/sda)
