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US Open: So schaffte Dominic Stricker die Sensation gegen Tsitsipas

epa10829790 Dominic Stricker of Switzerland celebrates on the court after defeating Stefanos Tsitsipas of Greece in their second round match at the US Open Tennis Championships at the USTA National Te ...
Dominic Stricker jubelt über den bisher grössten Sieg seiner Karriere.Bild: keystone

Stricker erklärt seinen Exploit gegen Tsitsipas: «Ich esse weniger Zucker und Schokolade»

Das Wort «mega» fällt oft, wenn Dominic Stricker seinen Sieg am US Open gegen die Weltnummer 7 Stefanos Tsitsipas beschreibt. Er freut sich über seine mentale und physische Fitness.
31.08.2023, 06:41
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Am Ende konnten die rund 8000 Fans auf dem drittgrössten Platz des US Open gar nicht anders, als den kecken, 21-jährigen Schweizer anzufeuern, von dem die meisten wohl noch nie etwas gehört hatten. Als Qualifikant rang die (noch) Weltnummer 128 den Australian-Open-Finalisten dieses Jahres in gut vier Stunden nieder und feierte den mit Abstand grössten Erfolg seiner noch jungen Karriere.

«Es war mega, mega toll, eine Riesenatmosphäre», schwärmte Dominic Stricker im TV-Interview. «Ich konnte das Publikum sicher etwas für mich gewinnen.» Er sei sich nicht sicher gewesen, ob er Tsitsipas mehr als nur ein bisschen ärgern könne. Nun hat er die Gewissheit.

Weniger Zucker, bessere Fitness

Der Sieg blieb nicht unbeachtet. Der Berner durfte sich danach im Haupt-Interviewraum den internationalen Medien stellen, auf den Websites des US Open und der ATP war sein Exploit der prominente Aufhänger.

Unter anderem durfte Stricker dann über seine leicht geänderten Essgewohnheiten sprechen. «Ich habe nicht etwas Verrücktes umgestellt», erklärte der Juniorensieger des French Open 2020 leicht amüsiert. «Ich realisierte einfach, dass es mir in langen Matches vielleicht helfen könnte, wenn ich ein bisschen weniger Zucker, Schokolade, solche Sachen halt, esse.» Sein ganzes Team ziehe dabei mit. «Es ist schön zu sehen, dass es funktioniert und wie fit ich geworden bin.»

Stricker zeigte sich sehr zufrieden mit seinem Auftritt. «Ich bin auch mental extrem stark gewesen», kontstatierte er. Er sei auch in heiklen Momenten immer ruhig geblieben, so im vierten Satz, als er bei einem 3:5-Rückstand kurz vor dem Ausscheiden gestanden hatte. «Ich habe mich von Anfang an mega, mega gut gefühlt, das hilft natürlich.»

Auch als es kurz davor stand, für das Match aufzuschlagen, zeigte Stricker kaum Nervosität. Beim letzten Seitenwechsel war zu sehen, wie der Berner zu Whitney Houstons «I Wanna Dance With Somebody» mitsang. Die Aktion machte im Internet die Runde und brachte dem 21-Jährigen sicher noch den einen oder anderen zusätzlichen Fan ein.

Gegen Bonzi kein Aussenseiter

Geholfen hat auch, dass er sich durch die Qualifikation kämpfen musste. Nach nun fünf Siegen in Folge ist Strickers Selbstvertrauen natürlich riesig.

In der 3. Runde, die er erstmals an einem Grand-Slam-Turnier erreicht hat, muss durchaus nicht Endstation sein. Gegen den Franzosen Benjamin Bonzi (ATP 108), der nur dank einer Wildcard im Hauptfeld Unterschlupf fand, ist Stricker am Freitag in der aktuellen Form kein Aussenseiter. (abu/sda)

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quelle: keystone / thibault camus
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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hi D
31.08.2023 06:54registriert September 2017
Das war ein super spannendes Match! Freue mich auf mehr! 💪🏼 Und dass ein 21 jähriger textsicher bei einem 36-jährigen Lied mitsingen kann war auch erstaunlich!😅
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Timbooked2
31.08.2023 07:57registriert November 2014
Das war alles andere als ein Zufallsgewinn gegen einen schwächelnden Tennisweltmeister.

Das war phasenweise grossartiges Tennis: hoch agil, Grundlinie voll ausgenutz, Bälle verteilt, viel am Netz, Tempiwechsel. Herrlich.
So gehört Stricker in die Top Ten.
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Hunnam
31.08.2023 07:34registriert Januar 2016
Wahnsinn dieser Stricker! Mit der Gewissheit, dass er auch Top-Spieler an einem GS schlagen kann, steht uns nun vielleicht doch nicht so eine triste Männertennis-Welt bevor aus Schweizer Sicht.
Nun gilt es heute auch noch Stan die Daumen zu drücken!
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