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epa06880977 Kevin Anderson of South Africa (L) at the net with Roger Federer of Switzerland whom he defeated in their quarter final match during the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 11 July 2018. EPA/NIC BOTHMA EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Der Grösste gratuliert dem Grossen zum Sieg. Bild: EPA/EPA

Ganz bitter! Federer verliert nach Matchball die Marathon-Schlacht gegen Anderson

Titelverteidiger Roger Federer scheitert in Wimbledon im Viertelfinal. Der Schweizer verlor einen über vierstündigen Marathon gegen Kevin Anderson nach 2:0-Satzführung 6:2, 7:6 (7:5), 5:7, 4:6, 11:13.



Die grösste Chance zum Sieg vergab Roger Federer bei 5:4 und Aufschlag Anderson im dritten Durchgang, als er einen Matchball nicht nutzen konnte. Der als Nummer 8 gesetzte Südafrikaner, der vorher gegen Federer noch nie einen Satz gewonnen hatte, wehrte ihn mit einem Netzangriff ab.

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Der vergebenen Matchball von Federer. Video: streamable

Bis zum Verlust des dritten Durchgangs hatte der Basler in Wimbledon 34 Sätze in Folge gewonnen. Er war auf dem für ihn ungewohnten Court 1, auf dem erstmals seit 2015 wieder einmal spielte, glänzend gestartet, hatte Anderson gleich im ersten Satz gebreakt und den ersten Satz in nur 26 Minuten gewonnen. Danach steigerte sich der Südafrikaner aber kontinuierlich, während Federer vor allem mit der Vorhand mehr Fehler als gewöhnlich unterliefen.

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Der verwertete Matchball von Anderson. Video: streamable

Erstes Break nach 85 Aufschlagspielen

Zum 0:2 im zweiten Satz musste er erstmals nach 85 gewonnenen Aufschlagspielen wieder einmal seinen Service abgeben. Der achtfache Wimbledonsieger konterte aber mit einem Break zum 2:3 und ging nach einem soliden Tiebreak mit 2:0 Sätzen in Führung.

Weitere Breaks gelangen ihm gegen den starken Aufschläger Anderson (28 Asse) aber nicht mehr. In den Sätzen drei bis fünf reichte dem Südafrikaner jeweils ein Break. Im epischen fünften Satz war Federer zwar etwas näher an der Entscheidung. Er kam bei 4:3 zum lange Zeit einzigen Breakball, den Anderson aber mit einem Aufschlagwinner abwehrte. Mehrere Male fehlten ihm in der Folge zwei Punkte zum Sieg.

Der Sieger zum Spiel:

Kevin Anderson:

«Ich weiss gar nicht, was ich im Moment sagen soll. Ich lag mit 0:2-Sätzen zurück und kämpfte einfach weiter. Ich mogelte mich durch den dritten Satz und am Ende versuchte ich einfach, nicht zu viel zu überlegen. Ich war einfach im Flow. Roger Federer in einem so engen Match in Wimbledon zu schlagen, daran werde ich mich immer gerne erinnern.»

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Anderson ist nach dem Match ganz aus dem Häuschen. bild: screenshot srf

«Ich sagte mir immer wieder, dass ich daran glauben muss, dass heute mein Tag ist. Wenn du auch nur einen Moment zu zweifeln beginnst, wie ich das vielleicht im ersten Satz getan habe, dann kann es nicht gut kommen. Ich habe alles gegeben, natürlich bin ich sehr glücklich.» 

«Das war eine hervorragende Vorstellung von mir. Jetzt muss ich mich erst mal erholen, am Freitag ist mein nächstes Match. Natürlich werde ich diesen Sieg geniessen. Aber ich hoffe auch, dass ich am Sonntag im Final noch einmal auf dem Platz stehen werde.»

Nachdem er sieben Mal erfolgreich gegen den Matchverlust aufgeschlagen hatte, war es aber Anderson, dem zum 12:11 das entscheidende Break gelang. Nach 4:14 Stunden verwertete er dann standesgemäss mit einem Servicepunkt seinen ersten Matchball.

epa06880976 Kevin Anderson of South Africa celebrates his win over Roger Federer of Switzerland in their quarter final match during the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 11 July 2018. EPA/NIC BOTHMA EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

So sehen Sieger aus: Kevin Anderson jubelt nach dem gewonnen Matchball. Bild: EPA/EPA

Federer verlor erst zum zweiten Mal in Wimbledon eine Partie nach einer 2:0-Satzführung – nach 2011 gegen Jo-Wilfried Tsonga, ebenfalls im Viertelfinal. Bei einem Grand-Slam-Turnier passierte ihm das wenig später auch noch im Halbfinal des US Open gegen Novak Djokovic. (sda/qae)

Federers Niederlagen, bei denen er Matchbälle vergab

Ticker: 11.07.18: Federer – Anderson

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 00892-B 11.07.2018 20:14
    Highlight Highlight ach mann, hab mich so auf Super Sunday gefreut😒 Aber Anderson hat heute grandios gekämpft und wohl verdient gewonnen. Würde ihm den 1. GS gönnen, auch wenn's sehr schwierig wird.
  • lio.rs 11.07.2018 19:28
    Highlight Highlight Die Kombination aus der Tatsache, dass Federer heute nicht den besten Tag erwischt hat und dem glücklichen Gewinn des 3. Satzes für Anderson, haben diesem Aufschlagroboter heute den Sieg ermöglicht. Für einen Grand-Slam Titel reicht das jedoch nicht.
  • äti 11.07.2018 19:28
    Highlight Highlight Warum bitter ? Er hat doch schon so oft gewonnen und andere verloren - da hat bei jenen niemand 'bitter' geschrieben.
    • Masche 11.07.2018 20:38
      Highlight Highlight @äti: Doch beispielsweise bei der Niederlage von Wawrinka am Australian Open vom 20. Januar 2013 hat Watson auch „bitter“ geschrieben.
    • Citation Needed 11.07.2018 23:45
      Highlight Highlight Bitter, weil er den Matchball in der Hand hatte, dann das Match drehte. Wäre er dem Sieg nie so nah gekommen, dann wär's weniger bitter. Es ist nicht die Niederlage an sich, sondern die Art der Niederlage.
  • Don Sinner 11.07.2018 19:20
    Highlight Highlight Da wird aber seine Mirka gar keine Freude haben, wenn er statt der möglichen GBP 2,25 Mio (Champion) (CHF 2,96 Mio) nur GBP 281k (CHF 370k) abgibt. Und ja, ich bin ein bisschen neidisch - nicht auf sein ganzes Geld, allein das von heute wäre schon mehr als genug. Und nein, ich bin kein "Hater". Und ja, ich finde es grundsätzlich pervers, wie viel einzelne Sportler einnehmen (inkl. Werbegelder). Und ich weiss, ich bin hier in der Minderheit. Gewisse Sachen darf man nicht hinterfragen, weil das ist dann Majestätsbeleidigung ("King" Roger).
  • Gooner1886 11.07.2018 19:14
    Highlight Highlight Dann halt in New York.😉
  • Martinov 11.07.2018 18:55
    Highlight Highlight Komisch das alle Experten hier am kommentieren sind und nicht im Halbfinal stehen....
  • Tento Hidoni 11.07.2018 18:44
    Highlight Highlight Federer, Du bist definitiv am Zenit!!! Hör auf!!! Du schaffst nicht mehr!!! Deine Zeit ist vorbei!!!
    • loquito 11.07.2018 18:51
      Highlight Highlight Tento Hidomi. Hör auf zu kommentieren, bitte. Oder bist du top 10 im Tennis und darfst mittun?
    • Thecaptainsolo 11.07.2018 19:08
      Highlight Highlight Ach was soll den dieser kommentar bitte?! Solange er freude am tennis hat kann er doch meinetwegen die nummer 200 der welt sein und immer noch spielen! Warum immer gleich zurücktreten??? Lasst ihn doch spielen er muss 0.0 % was beweisen letztes jahr mega comeback! Einfach nur ein polemischer unqualifizierter kommentar sry!
  • 2r music 11.07.2018 18:36
    Highlight Highlight Ja, da fehlte halt die Matchpraxis, sonst hätte Roger Federer den 3. Satz nie abgeheben.
  • Micha Moser 11.07.2018 18:31
    Highlight Highlight Anderson hat Unfassbar gut gespielt heute. Ich gönne es ihm, aber hoffe wirklich das wir Federer nocheinmal sehen in Wimbledon.
  • Pnesch 11.07.2018 18:30
    Highlight Highlight Nun ohne schlechtes Gewissen am Sonntag den WM Final geniessen.
    • Lümmel 11.07.2018 19:01
      Highlight Highlight Naja, da wäre mir Tennis lieber. Dort wird wenigstens nicht beschissen.
    • äti 11.07.2018 19:34
      Highlight Highlight Lümmel, bei soviel Geld in diesem Sport wäre ich nicht so sicher.
    • Lümmel 11.07.2018 20:36
      Highlight Highlight @Äti: Da hast du recht, was dort hintenrum passiert weiss wohl niemand so genau. Aber zumindest wird auf dem Platz nicht beschissen.
  • word up 11.07.2018 18:22
    Highlight Highlight was ein krimi!
  • Barracuda 11.07.2018 18:02
    Highlight Highlight Ich bin grad wenig zuversichtlich, dass er so den Titel verteidigen wird. Gegen einen Nadal wird das nie und nimmer reichen. Kommt leider noch hinzu, dass Federer (wenn er denn überhaupt weiterkommt) in diesem Marathon-Match, das über 5 Sätze und dann noch in die Verlängerung geht, einen enormen Kräfteverschleiss hat, der in seinem Alter definitiv auch ins Gewicht fallen wird.
    • Jabba77 11.07.2018 18:12
      Highlight Highlight C'mon. Es istimmer noch Federer. Die Ziege.
  • Freilos 11.07.2018 18:02
    Highlight Highlight Egal wie das hier ausgeht. Nach diesem kräftezehrenden Match wird Federer das Turnier kaum noch gewinnen. Leider.
  • unknown_user 11.07.2018 17:31
    Highlight Highlight @neymar andere wette:
    Ich biete 50 auf den Sieger, fast nicht ablehnbarer deal!
  • Couleur 11.07.2018 16:49
    Highlight Highlight Kevin is in the zone😐
  • tschoo 11.07.2018 16:29
    Highlight Highlight Den Satz verlieren nach Matchbällen? Classic Fed
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 11.07.2018 14:29
    Highlight Highlight Roger the King
  • Say my name 11.07.2018 14:00
    Highlight Highlight Let‘s go Roger du machsch das! :D

«Diese Ekstase macht süchtig» – Federer holt den neunten Titel in Basel

Roger Federer (ATP 3) ist nicht ganz Hundert. An den Swiss Indoors in Basel feierte er seinen 99. Turniersieg, den 9. in Basel und den 4. hintereinander. Den Final gegen Marius Copil (ATP 93) gewann Federer nach Rückstand in beiden Sätzen in 94 Minuten 7:6 (7:5), 6:4.

Die Siegerehrung zog sich in die Länge. Roger Federer dankte allen - in englisch, französisch und schweizerdeutsch. Er verdrückte am Ende Freudentränen und meinte, er sei der glücklichste Mensch der Welt. Federer war bewegt und bewegte die Massen. «Es ist immer sehr emotional hier», so Federer.

In seiner Dankesrede blieb Federer bei den Offiziellen hängen. Bei jenen Leuten, die hinter den Kulissen arbeiten - wie beispielsweise den Verantwortlichen fürs «Hawkeye» - das «Adlerauge», das die …

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