Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06143098 Roger Federer of Switzerland in action against Alexander Zverev of Germany during the ATP Rogers cup men's final in Montreal, Canada, 13 August 2017.  EPA/ANDRE PICHETTE

Für einmal auf verlorenem Posten: Roger Federer im Final des Roger's Cup. Bild: EPA

Brillanter Alexander Zverev stoppt Roger Federers Siegeszug

Roger Federer verpasste seinen ersten Turniersieg in Montreal. Im Final des Masters-1000-Turniers in Kanada verlor der 36-jährige Basler überraschend deutlich 3:6, 4:6 gegen den 16 Jahre jüngeren Deutschen Alexander Zverev.



» Der Liveticker zum Nachlesen

Meister gegen Lehrling hatte die ATP ihre Finalvorschau überschrieben – doch der Lehrling ist längst flügge geworden. Alexander Zverev trumpfte in Montreal von Beginn an äusserst beeindruckend auf. Der Deutsche kam gleich im ersten Aufschlagspiel Federers zu einem Breakball. Nutzen konnte er jedoch erst den nächsten zum 3:1. Selber liess er im ersten Satz keine Chance des 36-jährigen Baslers zu und gewann diesen nach nur einer halben Stunde.

Alexander Zverev, of Germany, serves to Roger Federer, of Switzerland, during the final of the Rogers Cup tennis tournament Sunday, Aug. 13, 201, in Montreal. (Paul Chiasson/The Canadian Press via AP)

Spielte stark und siegte verdient: Alexander Zverev. Bild: AP/The Canadian Press

Zverev brillierte mit ultraschnellen Aufschlägen und Grundlinienbällen. So fand sich Federer fast konstant in der Defensive wieder und konnte sein gewohntes Spiel nicht wie gewünscht aufziehen. (Zu) oft konnte er den Bällen nur regungslos hinterherschauen. Zudem hatte Zverev auch deutlich mehr erste Services im Feld. Die Quote des Schweizers war mit 51 Prozent viel zu tief.

Nummer 1 wieder etwas weiter weg

Zudem schien Federer ab dem zweiten Satz nicht mehr mit voller Kraft aufschlagen zu können, und auch die Beinarbeit war nicht über alle Zweifel erhaben. Zverev nahm der Weltnummer 3 bei 3:3 den Aufschlag ab, darauf konnte Federer nicht mehr reagieren. Nach nur 68 Minuten gewann der Deutsche sein letztes Aufschlagspiel zu null.

Roger Federer, of Switzerland, reacts during a break in play against Alexander Zverev, of Germany, during the final of the Rogers Cup tennis tournament Sunday, Aug. 13, 2017, in Montreal. (Paul Chiasson/The Canadian Press via AP)

Wie geht es Federers Rücken? Bild: AP/The Canadian Press

Für Federer bedeutet die Niederlage einerseits, dass er in Montreal nach wie vor ohne Titel da steht und zweitens, dass der Weg zur Nummer 1 wieder deutlich länger geworden ist. Anstatt diese Woche als virtueller Leader ins Turnier in Cincinnati zu steigen, muss er nun mindestens den Halbfinal erreichen, wenn er verhindern will, dass sich Rafael Nadal anstelle von ihm die Nummer 1 schnappt. Nur mit dem Turniersieg im US-Bundesstaat Ohio würde auf jeden Fall Federer statt Nadal die Weltranglistenspitze vom verletzten Andy Murray übernehmen.

Zverev ein Favorit in New York

Unwahrscheinlich ist dieser nicht, zumindest, wenn er sich in Montreal nicht den Rücken lädiert hat. Im US-Bundesstaat Ohio hat Federer bereits sieben Mal triumphiert. Auch deshalb hat sich der Entscheid zur Teilnahme in Montreal trotz der Finalniederlage gelohnt. Sicher ist bereits, dass Federer am US Open, das am 28. August beginnt, als Nummer 1 oder 2 gesetzt sein wird. Der 94. Turniersieg, mit dem er zu Ivan Lendl aufschliessen würde, muss aber noch mindestens eine Woche warten.

Zverev gewann hingegen auch seinen zweiten Masters-1000-Final nach demjenigen in Rom – und auch damals hatte der 20-jährige Hamburger als Aussenseiter mit Novak Djokovic einen Hochkaräter ausgebootet. Noch in Halle war er im Final gegen Federer chancenlos gewesen. Er ist auf den nordamerikanischen Hartplätzen in diesem Sommer noch ungeschlagen, nachdem er in der Woche zuvor bereits in Washington gewonnen hatte. Die Nummer 8 der Welt hat sich damit endgültig in eine Favoritenrolle für das US Open gespielt. (ram/sda)

«Hört auf, Zürcher als arrogant zu beschimpfen!»

Video: Can Kgil, Emily Engkent

Die vielen Gesichter des «Maestros»

Nach den Olympischen Spielen in Sydney entfacht die grosse Liebe zwischen Roger und Mirka

Link zum Artikel

Mit 16 wird Martina Hingis die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

Link zum Artikel

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

Link zum Artikel

Federer nach seinem ersten Sieg gegen eine Nummer 1: «Jetzt will ich in die Top 10»

Link zum Artikel

Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

Link zum Artikel

Mit einem Return für die Ewigkeit beendet Federer die Wimbledon-Ära des grossen Sampras

Link zum Artikel

«Disgusting bitch!» – Patty Schnyder teilt mal so richtig aus

Link zum Artikel

Frankreich holt sich den dramatischsten Davis-Cup-Triumph der Geschichte

Link zum Artikel

Vier vergebene Matchbälle! Hingis' Traum schmilzt in Melbourne bei 50 Grad weg

Link zum Artikel

Im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachanfall

Link zum Artikel

Hingis bodigt in Melbourne erst Serena Williams und macht dann Kleinholz aus Venus

Link zum Artikel

«Yips» beschert Kurnikowa einen unglaublichen Negativrekord – und trotzdem gewinnt sie

Link zum Artikel

Eine krachende Vorhand rettet Federer auf dem Weg zum Karriere-Slam

Link zum Artikel

Wimbledon-Triumph als Weltnummer 125 – Ivanisevics Traum wird endlich wahr

Link zum Artikel

«Who is the beeest? Better than the reeest?» – Federer rockt beim Davis Cup das Festzelt

Link zum Artikel

Nach Federers Gegensmash schmeisst Roddick frustriert sein Racket weg

Link zum Artikel

Oh là là! Eine Flitzerin stiehlt den Wimbledon-Finalisten kurz die Show

Link zum Artikel

Chang treibt Lendl mit Mondbällen und «Uneufe»-Aufschlag in den Wahnsinn

Link zum Artikel

Paris verliebt sich in Nadal, das «Kind mit der donnernden Linken»

Link zum Artikel

Weil sich Courier von Kuhglocken irritieren lässt, darf die Schweiz vom Davis Cup träumen

Link zum Artikel

Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Wie Federer und Nadal reagierten, als sie den Djokovic-Ausraster sahen

Dass Novak Djokovic beim US Open disqualifiziert wurde, haben auch die abwesenden Roger Federer und Rafael Nadal mitbekommen. Die beiden waren gerade zusammen unterwegs, als sie von der Nachricht erfahren haben – zu unserem Glück war auch eine Kamera dabei.

Artikel lesen
Link zum Artikel