Sport
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FILE - In this Feb. 4, 2018 photo, Philadelphia Eagles quarterback Carson Wentz, right, hands the Vincent Lombardi trophy to Nick Foles after winning the NFL Super Bowl 52 football game against the New England Patriots in Minneapolis. The Eagles won 41-33.  President Donald Trump has called off a visit by the Philadelphia Eagles to the White House Tuesday due to the dispute over whether NFL players must stand during the playing of the national anthem. Trump says in a statement that some members of the Super Bowl championship team “disagree with their President because he insists that they proudly stand for the National Anthem, hand on heart.” Trump says the team wanted to send a smaller delegation, but fans who planned to attend “deserve better.”   (AP Photo/Frank Franklin II)

Die beiden Eagles-Quarterbacks Carson Wentz und Nick Foles mit der Vince Lombardi Trophy. Bild: AP/AP

Trump sagt Eagles-Empfang im Weissen Haus ab – die Reaktion aus Philadelphia sitzt



Der Empfang von Super-Bowl-Gewinner Philadelphia Eagles im Weissen Haus findet wie erwartet nicht statt. US-Präsident Donald Trump sagt den Besuch des NFL-Champions ab.

Der Mitteilung zufolge ist der Grund für die Absage, dass viele Spieler der Eagles die Teilnahme an der für Dienstag geplanten Veranstaltung verweigerten und nur eine kleine Delegation im Weissen Haus erschienen wäre. Daher sei das Treffen abgesagt worden, twitterte Trump.

Dass ein Grossteil der Eagles-Spieler den Besuch in Washington ablehnen würde, war keine grosse Überraschung. Trump hatte sich mit seinen Aussagen gegenüber NFL-Spielern, die beim Abspielen der Nationalhymne sitzen bleiben oder an der Seitenlinie knien, keine Freunde gemacht. «Während des Abspielens der Nationalhymne im Umkleideraum zu bleiben ist ebenso respektlos unserem Land gegenüber wie das Knien (während der Hymne). Tut mir leid», schrieb Trump auf Twitter.

Heftige Kritik des Bürgermeisters

Mayor Jim Kenney speaks after signing into law a 1.5 cent-per-ounce tax on sugary and diet beverages at City Hall in Philadelphia, Monday, June 20, 2016. The tax will be levied on distributors and is set to take effect Jan. 1. (AP Photo/Matt Rourke)

Jim Kenney nimmt kein Blatt vor den Mund. Bild: AP/AP

Philadelphias Bürgermeister Jim Kenney kritisierte Trump in der Folge scharf: «Die Eagles-Spieler stehen ein, woran sie glauben. Sie repräsentieren die Vielfalt unserer Nation – eine Nation, in der wir unsere Meinungen frei äussern können. Sie aus dem Weissen Haus auszuladen, beweist nur, dass unser Präsident kein echter Patriot ist, sondern ein zerbrechlicher Egomane, der Angst hat, eine Party zu schmeissen, zu der keiner kommt.» Er gehört den Demokraten an, Trump den Republikanern.

Viele verschiedene Ansichten im Team

Wide Receiver Torrey Smith reagierte via Twitter auf die Absage. Im Team seien viele unterschiedliche Ansichten vertreten. Wer zu Trump wollte, dem hätte man das auch ermöglichen sollen, so Smith. Es zeuge von Feigheit, die Feier abzusagen, weil die Mehrheit der Spieler den Präsidenten nicht sehen wollte. So zu tun, als sei der Hymnenstreit der Grund dafür, sei närrisch. Smith war in der vergangenen Saison bei den Eagles und steht mittlerweile bei den Carolina Panthers unter Vertrag.

Nur ein kurzes Statement der Eagles:

Eagles-Fans, die beim Besuch ihres Teams im Weissen Haus dabei sein wollten, wurden eingeladen, an einer Ersatzveranstaltung teilzunehmen. «Eine, die unser grossartiges Land ehren wird, den Militär-Helden Tribut zollt und bei der laut und stolz unsere Nationalhymne gespielt wird», hiess es in der Mitteilung des Weissen Hauses.

Trumps Entscheid wirft ein neuerliches Schlaglicht auf eine ungewöhnliche Protestaktion, die eine hitzige gesellschaftliche Debatte in den USA entfacht hat. Den Anfang machte im Sommer 2016 Colin Kaepernick, der damalige Quarterback der San Francisco 49ers. Er begann, aus Protest gegen systematischen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze am Spielfeldrand still das Knie zu beugen, während die Nationalhymne erklang. Bald machte es ihm sein Teamkollege Eric Reid nach. Seit ihre Verträge bei den 49ers ausgelaufen sind, haben sie keinen neuen Verein gefunden.

#takeaknee: Footballer protestieren gegen Trump

Trump hatte schon zuvor mehrfach ungehalten auf die Protestaktionen reagiert und die betreffenden Spieler unter anderem als «Hurensöhne» bezeichnet, die entlassen werden sollten. (sda/dpa)

Fly Eagles fly! Philadelphia gewinnt erstmals den Super Bowl

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TanookiStormtrooper 05.06.2018 12:16
    Highlight Highlight Der Einzige, der Donald Trump widersprechen darf, ist Donald Trump. Immerhin macht er dies relativ oft...😂
  • Lukakus 05.06.2018 12:06
    Highlight Highlight Mal ganz ehrlich, der Titel lässt es so aussehen, als hätte Trump den Empfang aus Arroganz/Leberwurstsyndrom abgesagt.

    In diesem Fall sind jedoch die Eagles die bösen Buben, meiner Meinung nach.
    • TanookiStormtrooper 05.06.2018 12:40
      Highlight Highlight Warum? Einige Spieler hatten keinen Bock zu einem Präsidenten zu gehen, der sie als Hurensöhne beschimpft und dem allgemein rassistische Tendenzen nachgesagt werden. Andere Spieler wären aber gerne hingegangen. Trump wollte einfach kein Foto mit ihm und nur der halben Mannschaft. Genau wie er es nicht aushält, dass es bei Obamas Amtseinführung mehr Zuschauer hatte. Trump geht es IMMER nur um sein Ego.
  • kiwi-85 05.06.2018 10:47
    Highlight Highlight Fly Eagles Fly
  • JJ17 05.06.2018 10:29
    Highlight Highlight Zu der obersten Bildunterschrift "Die beiden Eagles-Quarterbacks Carson Wentz und Nick Foles mit dem Super Bowl."
    Leider nicht ganz korrekt, der Super Bowl ist nur die Veranstaltung, der Pokal ist die "Vince Lombardi Trophy".
    • Martin Lüscher 05.06.2018 13:36
      Highlight Highlight @JJ17: Danke für den Hinweis – ist angepasst.
  • Asmodeus 05.06.2018 09:14
    Highlight Highlight Typisch USA.

    Wer für das Vaterland stirbt und tötet ist ein Held und auf die Flagge wird bei jeder Gelegenheit geschworen.

    Diese Indoktrination kennt man sonst nur in Nordkorea, Russland, den neuen faschistischen Diktaturen und in Nazi-Deutschland.

    Aber die USA betreibt es seit fast einem Jahrhundert.
    • yellowastra 05.06.2018 10:31
      Highlight Highlight Das liegt wohl eher daran das dieses Land erst vor kurzem von Weissen besiedelt wurde also nicht wirklich eine lange Geschichte hat.
    • felixJongleur 05.06.2018 11:39
      Highlight Highlight Gutes Statement vom Philly Mayor. Na das erstaunliche ist ja das trotzdem ein ganz und gar unamerikanischer Kriegsdienstverweigerer von den Superpatrioten vergöttert wird. Die müssten ihn eigentl. verachten. Aber er hat halt Geld. Das ganze patriotische Gehabe ist somit auch überholt, war es wohl schon immer.
  • Paternoster 05.06.2018 09:11
    Highlight Highlight Jedoch wenn man als Team die hochgejubelte patriotische Vielfalt repräsentieren möchte, dürften sie ja doch auch stehen bei ihrer Nationalhymne und nicht nur Party beim Präsi.
    • Globidobi 05.06.2018 10:06
      Highlight Highlight Wie würdest du reagieren, wenn deine ganze Nachbarschaft von den Polizisten als Bedrohung angesehen wird und beim kleinsten Fehler kann es sein, dass du erschossen wirst. Sogar als Footballspieler besteht die Möglichkeit, dass die Polizisten denken, du hast den Wagen gestohlen. Mit der Nationalhymne werden gerade diese Polizisten, sowie das Militär geehrt.
    • rauchzeichen 05.06.2018 10:23
      Highlight Highlight sie knien wegen den missständen in einem land, das sich einst als freiheitliches, multikulturelles land sah, dem aber nie wirklich gerecht wurde, weil viele weisse säcke immer noch der sklaverei nachtrauern oder einfache rassistdn sind... sie dürften aufstehen, wollen dies aber nicht, und dass sie deswegen angeprangert werden, sagt viel über den freiheitsgrad aus, über den sie sich beklagen. aber schön, dass auch du sie dafür verurteilst.
  • Carlitos Fauxpas 05.06.2018 08:21
    Highlight Highlight 1 Mal mehr seine Paraderolle:

    "Die beleidigte rechthaberische Leberwurst"

    Gut so Doni, zementier dein Image!

«Ich mache es ja nicht extra» – der FCB hofft auf das nächste Phänomen

Der FC Basel empfängt am Donnerstag Apoel Nikosia zum Rückspiel in den Europa-League-Sechzehntelfinals.

Wer im Duden das Wort «Phänomen» nachschlägt, dem werden ein paar Erläuterungen aufgelistet. Ein Phänomen sei «etwas, was sich beobachten, wahrnehmen lässt», oder aber eine «bemerkenswerte Erscheinung». Seinen Ursprung hat das Wort im Griechischen, «Phainomenon» hiess es bei den Hellenen und war gar vergleichbar mit einer Himmelserscheinung.

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