Sport
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Paris-Roubaix 2018

1. Peter Sagan (SLK)

2. Silvan Dillier (SUI) +0,0

3. Niki Terpstra (NED) +57,0

Bild

Weltmeister Peter Sagan und Schweizer Meister Silvan Dillier jagen über die Pflastersteine. screenshot: eurosport

Sensationeller Dillier verpasst Sieg in der Hölle des Nordens hauchdünn

Der Aargauer Silvan Dillier zeigt in der 116. Austragung des Rad-Klassikers Paris – Roubaix eine ebenso unerwartete wie grossartige Leistung. Hinter dem slowakischen Weltmeister Peter Sagan belegt der Schweizer Meister nach 257 km Platz 2.



Silvan Dillier zeigt beim Klassiker Paris-Roubaix eine seiner besten Leistungen seiner Karriere. Bei der «Hölle des Nordens» – der Königin der Klassiker und eines der fünf Monumente – sprintet er hauchdünn gegen Peter Sagan am Sieg vorbei.

epa06655320 Bora-hansgrohe team rider Peter Sagan of Slovakia (C) celebrates on the podium after winning the 116th Paris Roubaix cycling race, France, 08 April 2018. Seen left, AG2R team rider Silvan Dillier of Switzerland placing second and seen right, Quickstep team rider Niki Terpstra of the Netherlands placing third.  EPA/ETIENNE LAURENT

Silvan Dillier auf dem Podest mit Peter Sagan. Bild: EPA/EPA

Der 28-Jährige führte das Rennen mit Weltmeister Peter Sagan 20 Kilometer vor dem Ziel mit knapp 90 Sekunden an. Dillier hatte sich nach bereits 40 km in eine ursprünglich neunköpfige Fluchtgruppe begeben und praktisch den ganzen Tag vorne gelegen. Sagan konnte sich gut 50 km vor dem Ziel aus der Verfolgergruppe mit den Favoriten lösen und zur Spitze aufschliessen, die zu diesem Zeitpunkt nur noch aus drei Mann bestand. Dillier aber war schliesslich der einzige, der das Tempo von Sagan mitgehen konnte.

Der Schlusssprint von Sagan und Dillier. quelle: twitter

Auch über das letzte längere Pavé-Stück blieb der Überraschungsmann am Slowaken dran, der 2014 hier Rang 6 herausfuhr und mit der Flandern-Rundfahrt (2016) schon ein Monument in seiner Sammlung hatte. Allerdings schmolz der Vorsprung auf knapp eine Minute. Doch die beiden kamen durch und konnten sich auf einen Sprint einstellen.

«Ich habe gestaunt, was Sagan für einen Motor hat.»

Silvan Dillier

Im Stadion hatte Dillier die schlechtere Führungsposition und konnte auf den Angriff des Weltmeisters nicht mehr reagieren. «Ich habe versucht, meinen Sprint anzuziehen, aber Sagan war einfach stärker. Als wir gemeinsam über die Pavé-Sektoren gefahren sind, habe ich gestaunt, was er für einen Motor hat», sagte Dillier hinterher, «aber ich bin stolz auf meine Leistung, stolz auch darauf, überhaupt in die Situation gekommen zu sein, um den Sieg zu kämpfen.»

Belgischer Radprofi in ernstem Zustand im Spital

Der belgische Radprofi Michael Goolaerts befindet sich nach einem Herzstillstand, den er nach einem Sturz bei Paris – Roubaix erlitt, in einem ernsten Zustand. Das teilte die medizinische Abteilung der Rennorganisation ASO mit.

Goolaerts, der für das zweitklassige Team Veranda's Willems-Crelan fährt und sich erstmals am Start dieses Rennens befand, war nach einem Sturz auf einer Kopfsteinpflaster-Passage gut 148 Kilometer vor dem Ziel noch an der Strecke reaniminiert worden. Mit einem Helikopter wurde der 23-Jährige in ein Spital in Lille geflogen.​

«Ich bin total geschafft. Es war hart, aber ich bin einfach bis zum Ende gefahren», so Sagan, der erstmals in Roubaix gewann.

Peter Sagan lässt sich feiern.

Für den 27-jährigen Aargauer Dillier, der in dieser Saison zum Team AG2R La Mondiale wechselte, ist es trotzdem der grösste Erfolg der Karriere. 2017 feierte er einen Etappensieg beim Giro d'Italia, im gleichen Jahr wurde er Schweizer Meister.

epa06655042 The pack of riders cycles through a cobblestone section during the 116th Paris Roubaix cycling race, France, 08 April 2018.  EPA/ETIENNE LAURENT

Diese Bilder sind weltbekannt: Das Feld auf den Pavés auf dem Weg nach Roubaix. Bild: EPA/EPA

Paris-Roubaix gewann in der Neuzeit nur ein Schweizer: Fabian Cancellara. Der Berner setzte sich 2006, 2010 und 2013 durch. 1923 trug sich zudem Heiri Suter in die Siegerliste ein.

epa06655274 Bora-hansgrohe team rider Peter Sagan of Slovakia lifts his trophy on the podium after winning the 116th Paris Roubaix cycling race, in Roubaix, France, 08 April 2018.  EPA/ETIENNE LAURENT

Endlich hat Peter Sagan den beliebtesten Pflasterstein der Velowelt. Bild: EPA/EPA

Für Stefan Küng geht der Rad-Klassiker Paris – Roubaix zu Ende, noch bevor er richtig lanciert ist. Der Thurgauer muss nach einem Sturz das Rennen aufgeben. Schon vor dem ersten der 29 Kopfsteinpflaster-Abschnitte war für den Thurgauer alles vorbei. Küng war nach rund 90 km in einen Sturz im Feld verwickelt und konnte nicht mehr weiterfahren. (fox)

Die grössten Erfolge von Fabian Cancellara

Bei Regenwetter Velo fahren? Unterirdisch geht das

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Video: watson

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 08.04.2018 19:14
    Highlight Highlight «Hauchdünn» war das nicht. Dillier ist ein sensationelles Rennen gefahren, aber den Schlusssprint hat er klar und nicht hauchdünn verloren.
    • maricana 08.04.2018 20:53
      Highlight Highlight 2er Sprint ohne Zeitabstand gemäss Rangliste ist "hauchdünn".
    • Bündn0r 08.04.2018 21:18
      Highlight Highlight Eine Sekunde auf 257 Kilometer sind sehrwohl hauchdünn. Das Rennen bestand bei weitem nicht nur aus dem Sprint (den er natürlich verloren hat)
      Hammer Leistung!
  • Finöggeli 08.04.2018 17:49
    Highlight Highlight https://media.tenor.co/images/f05c56833ff461e9b9aad3a509132f0d/raw das Rennen war einfach nur der Hammer - vor allem mit der sackstarken Leistung von Dillier
  • N. Y. P. D. 08.04.2018 17:27
    Highlight Highlight Sackgeiles Rennen mit bärenstarkem Dillier und Sagan.

    Gratulation an beide.
  • chnobli1896 08.04.2018 17:17
    Highlight Highlight Ganz starke Leistung, schade hats nicht bis ganz nach vorne gereicht :-(

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