1. Marco Odermatt (SUI) 2.11,66
2. Patrick Feurstein (AUT) +0,08
3. Stefan Brennsteiner (AUT) +0,12
4. Luca Aerni (SUI) +0,23
5. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,24
…
9. Loïc Meillard (SUI) +0,57
11. Gino Caviezel (SUI) +0,84
25. Thomas Tumler (SUI) +1,80
Out: Lucas Pinheiro Braathen, Manuel Feller
Nicht im 2. Lauf: Fadri Janutin, Sandro Zurbrügg, Livio Simonet

Marco Odermatt trotzte in Frankreich schwierigsten Umständen.Bild: keystone
Marco Odermatt kehrt im Riesenslalom in einem kuriosen Rennen zum Siegen zurück. Der Nidwaldner gewinnt nach drei Ausfällen am Stück in Val d'Isère zum vierten Mal in Folge. Luca Aerni überrascht mit Rang 4.
14.12.2024, 08:3014.12.2024, 18:06
Acht Hundertstel blieben Odermatt am Ende als Vorsprung übrig in einem im zweiten Durchgang vom grossen Umsturz im Klassement geprägten Riesenslalom. Um diese minime zeitliche Differenz hielt der Innerschweizer den unerwarteten Zweitklassierten Patrick Feurstein hinter sich. Der Österreicher, im ersten Lauf lediglich auf Platz 24, schaffte es im Weltcup zum ersten Mal unter die ersten drei. Noch geringer, nämlich vier Hundertstel, war Feursteins Marge auf seinen Landsmann Stefan Brennsteiner, der sich Rang 3 sicherte.
Odermatts Fahrt zum Sieg.Video: SRF
Odermatts zweite Fahrt wurde zu einem reinen Kampf bei Bedingungen, die sich von Fahrer zu Fahrer verschlechtert hatten. Wie schwierig die Aufgabe war, zeigt ein Blick auf die einzelnen Laufzeiten. Odermatt büsste im zweiten Durchgang nicht weniger als 3,19 Sekunden auf die Bestzeit von Luca Aerni ein.
Odermatt fielen nach diesem besonderen Rennen gleich mehrere Steine vom Herzen. Sein Sieg kam einer Erleichterung gleich. Die Ausfälle beim Finale der letzten Saison in Saalbach, in Sölden und am vergangenen Sonntag in Beaver Creek waren auch am Nidwaldner nicht spurlos vorbei gezogen. Mit Weltcup-Sieg Nummer 39, womit Odermatt noch einen Erfolg hinter dem Schweizer Rekordhalter Pirmin Zurbriggen liegt, dürfte der Weltmeister da und dort aufgekommene Zweifel ein für allemal aus der Welt geschafft haben.
Das sagte Marco Odermatt nach seinem Sieg.Video: SRF
Aerni sorgt für grosse Überraschung
Ein besonderes Kapitel in diesem besonderen Riesenslalom schrieb Luca Aerni. Der Berner, der in dieser Disziplin erst zum elften Mal am Start war, schaffte mit der Nummer 62 als Letztgestarteter mit Rang 30 gerade noch die Qualifikation für den zweiten Durchgang - und nutzte die in der ersten Phase noch perfekten Bedingungen zu einem neuerlichen grossen Sprung nach vorne. Dank Bestzeit machte er nicht weniger als 26 Positionen gut.
Aernis brillanter zweiter Lauf im Video.Video: SRF
Rang 4 bedeutet für Aerni, der einen Podiumsplatz um elf Hundertstel verpasste, eine deutliche Steigerung in Weltcup-Riesenslaloms. Bestes seiner bisherigen drei zählbaren Ergebnisse in dieser Sparte war Rang 21, den er vor sieben Jahren in Alta Badia erreicht hatte.
Drittbester Schweizer war Loïc Meillard, der im zweiten Lauf um sechs Ränge auf Platz 9 zurückfiel. Dahinter folgte Gino Caviezel, der sich am Nachmittag um drei Ränge auf Platz 11 verbesserte. Zu den Fahrern, die den umgekehrten Weg in der Rangliste gingen, zählte neben Meillard auch Thomas Tumler. Der Sieger vom Riesenslalom in Beaver Creek stürzte von Platz 6 auf Position 25.
Das sagt Überraschungsmann Luca Aerni.Video: SRF
Clément Noël mit Knöchelverstauchung
Clément Noël bangt um den Start im Weltcup-Slalom am Sonntag vor heimischer Kulisse in Val d'Isère. Der Franzose hat bei seinem Sturz im ersten Lauf des Riesenslaloms am Samstag gemäss Angaben der Teamverantwortlichen eine Verstauchung am linken Knöchel erlitten. Ausserdem hat sich Noël, der die ersten zwei Slaloms dieser Weltcup-Saison in Levi und in Gurgl gewonnen hat, beim Zwischenfall zwei Zähne beschädigt.
(dab/sda)
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Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.
Die Kommunikations-Abteilung der PostFinance bestätigt auf Anfrage: «Ja, das Konzept wird wie angekündigt umgesetzt.» Und im Detail wird ausgeführt: «Unsere Ligapartnerschaften mit der National League und der PostFinance Women’s League stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Alle Klubs beider Ligen profitieren weiterhin von der Topscorer-Prämie, die direkt an die Klubs ausgezahlt wird. Zusätzlich engagieren wir uns gezielt im Sponsoring von einzelnen Klubs. Ab der nächsten Saison ist eine der Voraussetzungen für ein solches Sponsoring, dass der Klub sowohl in der National League als auch in der PostFinance Women’s League ein Team stellt. Mit den betroffenen NL-Klubs haben wir bereits vor über einem Jahr das Gespräch gesucht und unsere Strategieanpassung frühzeitig kommuniziert. Die Partnerschaften mit dem HC Ambri-Piotta und dem SC Bern sind verlängert worden.»
Mit der Vorgeschichte im Riesen war der Druck schon gross genug. Aber das dann bei diesen Bedingungen so durchzuziehen - unglaublich! Da hat er enorme mentale Stärke gezeigt!
Wie oft die wohl schon den Champagner kaltgestellt hatten und dann noch Odermatt kam.
Er ist nunmal der König des Skizirkuses im Moment und auch wenn der Saisonstart nicht sein dominantister war, können wir uns auf eine gute Saison von ihm freuen.