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Ski: Rochat verpasst Podest beim Slalom in Schladming – Strasser siegt

Slalom der Männer, Schladming
1. Linus Strasser (GER) 1.45,20
2. Timon Haugan (NOR) +0,28
3. Clément Noël (FRA) +1,02
4. Marc Rochat (SUI) +1,08
5. Manuel Feller (AUT) +1,14
6. Henrik Kristoffersen (NOR) +1,15

8. Daniel Yule (SUI) +1,32
15. Luca Aerni (SUI) +2,20
16. Loïc Meillard (SUI) +2,23
Out: Reto Schmidiger (SUI)
epa11101989 Marc Rochat of Switzerland reacts in the finish area during the second run of the Men's Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Schladming, Austria, 24 January 2024. EPA/CHR ...
Er verpasst seinen ersten Podestplatz im Weltcup nur knapp: Marc Rochat wurde Vierter.Bild: keystone

Trotz starker Leistung weint Rochat Tränen der Enttäuschung – Strasser siegt in Schladming

Im Nachtslalom von Schladming verpasst Marc Rochat den Podestplatz hauchdünn. Gewonnen wird das Rennen von Linus Strasser, der bereits am Sonntag in Kitzbühel ganz oben stand.
24.01.2024, 22:19
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Es fehlte nur wenig und Marc Rochat wäre mit 31 Jahren zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere auf dem Weltcup-Podest gestanden. Der Waadtländer führte, als nur noch drei Fahrer oben standen. Den Franzosen Clément Noël hatte Rochat bei der letzten Zwischenzeit sogar schon hinter sich gelassen, doch dieser drehte im Schlussabschnitt nochmals auf und fuhr mit sechs Hundertstel Vorsprung ins Ziel.

Weil sich die Fahrer danach keine Blösse gaben, egalisierte Rochat zwar sein Karriere-Bestresultat und konnte auf seinen vierten Top-10-Platz in Serie blicken. Angesichts des knappen Rückstands auf den Drittplatzierten Noël schwang aber auch etwas Wehmut mit. «Sechs Hundertstel sind eigentlich nichts», sagte Rochat im TV-Interview, ehe ihm Tränen in die Augen schossen. «Trotzdem bin ich enorm stolz auf meine Leistung. Ich habe lange dafür gekämpft und nun funktioniert es.»

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Marc Rochat befindet sich in der besten Form seiner Karriere.Bild: keystone

Das sagt Marc Rochat:

«Ich bin ein bisschen enttäuscht, sechs Hundertstel sind nichts. Aber ich bin so stolz auf meine Leistung. Ich habe so lange gekämpft und plötzlich funktioniert es, das tut sehr gut. Ich habe immer daran geglaubt und gebe auch jetzt nicht auf. Ich fahre weiter, bis ich auf dem Podest stehe.»

Strasser siegt erneut

Ebenfalls stolz konnte der gleichaltrige Linus Strasser sein, der nahtlos an seine Leistung vom Sonntag in Kitzbühel anknüpfte. Dank zwei starken Läufen sicherte sich der Deutsche seinen insgesamt vierten Weltcup-Sieg im Slalom, den zweiten in Schladming nach 2022. In der Disziplinenwertung rückte er damit etwas näher an den Österreicher Manuel Feller heran. Der dreifache Saisonsieger musste sich beim Heim-Rennen mit dem 5. Platz begnügen.

epa11102106 Linus Strasser of Germany reacts in the finish area during the second run of the Men's Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Schladming, Austria, 24 January 2024. EPA/CHRI ...
Nach dem Triumph in Kitzbühel holte sich Linus Strasser den nächsten Sieg bei einem Klassiker.Bild: keystone

Zwischen Strasser und Noël klassierte sich Timon Haugan im 2. Rang. Für den Norweger war es das dritte Mal, das er sich im Slalom unmittelbar hinter dem Sieger einreihte. Einen Weltcup-Sieg hat Haugan bisher nur im Team-Parallelrennen errungen, in einer klassischen Disziplin wartet der 27-Jährige noch darauf.

Yule in den Top 10

Von den restlichen Schweizern schaffte es Daniel Yule neben Rochat ebenfalls in die Top 10. Der Dritte von Kitzbühel fiel im zweiten Lauf um zwei Plätze vom 6. auf den 8. Rang zurück, war aber trotzdem zufrieden. Luca Aerni und Loïc Meillard belegten die Plätze 15 und 16.

Reto Schmidiger, der sich als einer von nur zwei Fahrern mit einer Startnummer über 40 noch für den zweiten Lauf qualifiziert hatte, rutschte in diesem nach einer Kurve weg. Damit wartet der 31-jährige Nidwaldner, der derzeit keinem Swiss-Ski-Kader angehört, seit über zwei Jahren auf Weltcup-Punkte, sein letztes Top-30-Resultat war ein 23. Platz im Slalom von Wengen 2022. Seither schied er in sieben von acht Weltcup-Slaloms aus.

epa11101930 Reto Schmidiger of Switzerland in action during the second run of the Men's Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Schladming, Austria, 24 January 2024. EPA/CHRISTIAN BRUNA
Im 2. Lauf scheidet Reto Schmidiger aus.Bild: keystone

Das sagt Einzelkämpfer Schmidiger:

«Ich brauche noch einen Moment, um das zu verarbeiten. Mir entgeht durch den Fehler eine grosse Chance.»

Nicht im zweiten Lauf dabei war Ramon Zenhäusern. Der Walliser, der am Sonntag wegen Rückenproblemen auf den Start in Kitzbühel verzichtet hatte, war im oberen Teil so schnell unterwegs wie danach kein anderer Fahrer mehr, fiel unten jedoch aus dem Rhythmus und konnte sich nicht mehr retten. Es war nach Wengen sein zweiter Ausfall in dieser Saison. (nih/sda)

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Reiszeit
24.01.2024 22:34registriert November 2021
Super Leistung von Rochat. Wenn er weiter so konstant fährt, ist das Podium eine Frage der Zeit. Wäre ihm zu gönnen. Ich mag seinen Fahrstil sowieso.
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Tamisiech
24.01.2024 23:28registriert August 2015
So so schade für Rochat - aber bald wird es klappen. Beeindruckend seine Konstanz in dieser Saison.
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