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Olympia 2026: Arzt zweifelt an Lindsey Vonn – ihr Konter kommt sofort

epa12709301 Lindsey Vonn of the United States looks on in the finish area during the training of the Women's Downhill of the Alpine Skiing competition, at the Milano Cortina 2026 Winter Olympic,  ...
Lindsey Vonn nach dem Abfahrtstraining in Cortina.Bild: keystone

Internet-Arzt spielt Vonns Verletzung herunter – ihr Konter kommt sofort

Lindsey Vonn will am Sonntag in der Abfahrt in Cortina mit einem gerissenen Kreuzband ihre vierte olympische Medaille gewinnen. Damit beeindruckt sie die Sportwelt – ein Sportarzt spielt die Leistung nun aber herunter.
07.02.2026, 09:2507.02.2026, 09:30

Lindsey Vonn beeindruckt gerade die Sportwelt. Obwohl sie in der letzten Abfahrt vor den Olympischen Spielen in Crans-Montana ihr Kreuzband gerissen und Knochenprellungen erlitten hat, möchte sie am morgigen Sonntag in der Olympia-Abfahrt starten. Schon am gestrigen Freitag stand sie im Training wieder am Start und fuhr die neuntbeste Zeit jener, die den Lauf ohne Fehler absolvierten – sieben Tage nach ihrem schweren Unfall im Wallis.

Doch ein US-amerikanischer Sportarzt zweifelt nun an Vonns Verletzung. So schreibt Brian Sutterer, der gemäss seinen Profilen in den sozialen Medien einen Doktortitel besitzt, auf X: «Ich glaube nicht, dass dies ein frischer Kreuzbandriss ist, wie alle denken.» Sollte das der Fall sein, «wäre es nicht so überraschend, was sie gerade tut».

Denn wenn ein Knie bereits so funktioniere, als wäre das vordere Kreuzband gerissen, könne sich der Körper über die Zeit anpassen und die Muskeln neu trainieren, um das Knie zu stützen. Dies vermutet Sutterer im Falle von Vonn. Zudem seien «die Schwellung und die Schmerzen bei Personen, die bereits einen Kreuzbandriss oder eine Operation daran hinter sich haben, nicht so stark».

Mit Sutterers Ferndiagnose kann Vonn aber nicht viel anfangen. Die 41-jährige US-Amerikanerin kontert auf X umgehend. «LOL, danke, Doc», schrieb sie dort und stellte klar: «Mein Kreuzband hat bis letzten Freitag vollständig funktioniert. Nur, weil es in deinen Augen unmöglich erscheint, ist es das nicht. Und ja, mein Kreuzband ist zu 100 Prozent gerissen. Nicht zu 80 oder 50 Prozent. Es ist zu 100 Prozent weg.»

Auf die Nachfrage des Arzts, ob es in ihrem Knie bereits zuvor Kreuzbandverletzungen gegeben habe, antwortete Vonn nicht mehr. Sutterer erklärte zudem, dass er Vonns «unfassbar beeindruckende Errungenschaft» nicht mindern wolle. Er wolle die Öffentlichkeit lediglich darüber aufklären, dass es bei Kreuzbandrissen und wie schnell Sportlerinnen und Sportler danach wieder funktionieren können Unterschiede gebe. Ausserdem wünschte er Vonn: «Viel Glück, ich drücke dir wirklich die Daumen.»

Während Vonn im rechten Bein eine Titan-Teilprothese hat, galt das linke bisher als «gesundes Knie». Auch dort plagten sie in der Vergangenheit bereits Probleme, doch war es eigentlich ihre stärkere Seite. Wie gut dieses hält und ob sie sich den Traum einer weiteren Olympiamedaille – Vonn wurde 2010 bereits Abfahrts-Olympiasiegerin und holte zudem noch zweimal Bronze – erfüllen kann, zeigt sich am Sonntag. Die Abfahrt beginnt um 11.30 Uhr.

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quelle: keystone / wu hao
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