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epa07240843 Federal Reserve Chairman Jerome H. Powell announces the Fed's decision to raise interest rates by a quarter point at a news conference following a Federal Open Market Committee meeting in Washington, DC, USA, 19 December 2018. The move comes in spite of President Trump's public appeals for the central bank not to raise interest rates. Powell also said the Fed is projecting two more hikes in 2019.  EPA/JIM LO SCALZO

Jerome Powell soll gemäss US-Medienberichten zufolge entlassen werden.  Bild: EPA/EPA

Trump erwägt bereits die nächste Entlassung – diesmal soll es den Notenbank-Chef treffen



US-Präsident Donald Trump hat laut Medienberichten erwogen, Fed-Chef Jerome Powell zu entlassen. Trump habe Kabinettsmitglieder im Vertrauen gefragt, ob er das Recht habe, Powell zu feuern, berichteten der US-Nachrichtensender CNN und die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Medien beriefen sich am Samstag auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, die nicht namentlich genannt wurden. Der Präsident war demnach erbost darüber, dass die Fed den Leitzins am Mittwoch zum vierten Mal in diesem Jahr leicht angehoben hatte.

Rücktritte und Entlassungen unter Trump:

Trump hatte in jüngster Zeit immer wieder seine Unzufriedenheit mit dem Vorgehen der US-Notenbank deutlich gemacht und dabei mit der Gepflogenheit gebrochen, dass US-Präsidenten die Unabhängigkeit der Fed anerkennen. Trump beschimpfte die Fed bereits als «verrückt» und «ausser Kontrolle» und bescheinigte ihr, sie sei eine grössere wirtschaftliche Bedrohung als der Rivale China. Noch am Dienstag hatte der Präsident die Notenbank davor gewarnt, bei der anstehenden Leitzins-Entscheidung einen «weiteren Fehler» zu begehen.

Allerdings hatte Trump Powell selbst zum Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen bestimmt. Im Februar trat Powell seine regulär vier Jahre dauernde Amtszeit an. Im Oktober erklärte Trump, er hab nicht vor, den Fed-Chef zu entlassen. Im November liess er jedoch wissen, er sei «nicht einmal ein kleines bisschen zufrieden» mit Powell.

President Donald Trump shakes hands with Federal Reserve board member Jerome Powell after announcing him as his nominee for the next chair of the Federal Reserve, in the Rose Garden of the White House in Washington, Thursday, Nov. 2, 2017. (AP Photo/Alex Brandon)

Der Schein trügt: Auch wenn Trump Powell im November die Hand schüttelte, so soll der Präsident mit ihm «nicht einmal ein kleines bisschen zufrieden» gewesen sein. Bild: AP/AP

Rechtliche Lage unklar

Eine vorzeitige Entlassung des Fed-Chefs wäre ein direkter Angriff auf die Unabhängigkeit der einflussreichen Notenbank. Ob Trump dies überhaupt darf, ist den Medienberichten zufolge unklar. Eine Fed-Sprecherin kommentierte die rechtliche Lage auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht.

Der US-Leitzins liegt mittlerweile im Bereich von 2.25 bis 2.5 Prozent. Für kommendes Jahr peilt die Fed nach eigenen Angaben immerhin noch zwei weitere Leitzinserhöhungen an.

Schlechteste Börsenwoche seit zehn Jahren

Der Aktienindex Dow Jones verbuchte diese Woche seine schlechteste Woche seit zehn Jahren. Trumps aggressive Handelspolitik und der starke US-Dollar haben die Sorge vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den USA und in der Welt insgesamt aufkommen lassen, was sich auch an den Aktienmärkten bemerkbar macht.

Trump hat seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren schon viele Amtsträger ausgewechselt. Zuletzt kündigte am Donnerstag US-Verteidigungsminister Jim Mattis seinen Rücktritt an, am Samstag tat es ihm der US-Sondergesandte für den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Brett McGurk, gleich. (sda/afp)

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Trump gerät in Rage und verbannt CNN-Reporter:

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ursus der Rächer 23.12.2018 15:59
    Highlight Highlight Trump sagt: Ich habe auch einige Noten auf einer Bank, also verstehe ich auch alles über die Notenbank. Ich bin doch das stabile Genie.
  • Ökonometriker 23.12.2018 15:32
    Highlight Highlight Trump hat nicht unrecht. Die steigenden Leitzinsen sind nicht absolut notwendig und sie werden das Wachstum dämpfen. Damit sinken seine Chancen auf eine Wiederwahl.
    Aber der Anstieg hilft, die Wirtschaft effizienter zu machen und Blasen zu bereinigen. Nach 10 Jahren ultralockerer Geldpolitik notwendig. Und die steigenden Kapitalkosten unterstützen seinen Tradewar.

    Daher sind seine Wutausbrüche wohl taktisch und er spielt Wut vor, um sich nachher im Wahlkampf als Opfer der FED platzieren zu können, wenn die Wirtschaft serbelt. Dann sind wieder alle ausser er selber Schuld.
  • Moelal 23.12.2018 15:25
    Highlight Highlight Wann endlich feuert er sich selbst?

    Er könnte damit sich, den USA und der ganzen Welt ein Weihnachtsgeschenk machen.
  • sowhat 23.12.2018 12:20
    Highlight Highlight Wie gefährlich kann ein US Präsident werden, bevor er ausgewechselt wird?
  • Gonzolino_2017 23.12.2018 12:00
    Highlight Highlight Es ist unglaublich, wie die Meisten hier von den Medien manipuliert werden! Geht mal nach Amerika und fragt die Menschen dort (und zwar nicht in den Metropolen)! Die Wirtschaft läuft, die Arbeitslosenzahlen noch nie so tief! Es ist also nicht alles schlecht an Trump, auch die anderen Präsidenten waren nicht makellos! Trump ist kein Politiker und daran stören wir uns! Dass ein Wirtschaftsmann mit den Entscheiden der FED nicht zwingend einverstanden ist, liegt jetzt wirklich auf der Hand und wenn das System es zulässt, dass er durch den Präsi entlassen werden kann, ist das nicht Trumps schuld!
    • Ursus der Rächer 23.12.2018 16:06
      Highlight Highlight Ich war gerade zwei Monate auf dem Land in den Staaten. Glauben Sie mir, die Südstaatler sind immer noch Rassisten und finden ihn nur deshalb gut. Wenn Sie aber die Infrastruktur in diesen Staaten sehen, kommt Ihnen das gleche Grauen, wie in den amerikanischen Grossstädten. Übeigens die ersten amerikanischen Autokonzerne, die Trump so gross machen wollte, protestieren schon sehr stark gegen seine Wirtschaftspolitik und drohen bereits offen, die Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Mal sehen, wie the greatest dann reagiert.
  • banda69 23.12.2018 11:49
    Highlight Highlight "Donald Trump ist neuer US-Präsident. Das Unmögliche wurde möglich. Genial."

    Roger Köppel, nach Trumps Wahl
    (Intelektueller Vorzeige-Politiker der SVP)

    Quelle: https://bit.ly/2R5W4jL
  • Martin Peppone 23.12.2018 10:21
    Highlight Highlight In einem Team hat er jetzt dann alle ausgewechselt!
    Wann wechselt er sich aus?
  • TocK 23.12.2018 09:51
    Highlight Highlight Ich bin mir sicher er wird nochmals gewählt!
  • Gummibär 23.12.2018 09:46
    Highlight Highlight Erstaunlich was eine konstante Diät von Coca Cola und McDonald's Big Mac anrichten kann.
    Seid gewarnt und ernährt Euch vernünftig !
  • sherpa 23.12.2018 09:35
    Highlight Highlight Wann endlich merken die Politiker und das Volk von der Straße dass Dumpy absolut und in allen Situationen unfähig ist, das Amt eines Präsidenten auszuführen und er am besten in die Wüste geschickt wird. Wann endlich merken all diese Leute, was für eine Niete sie gewählt haben und wann merken all diese Leute endlich, dass die USA mit diesem Mann an der Spitze sich je länger desto mehr der Lächerlichkeit preisgeben. Nein, sie die Amis, merken es nicht und werden es wohl nie merken, aber das wiederum ist deren ureigenes Problem.
  • rodolofo 23.12.2018 09:04
    Highlight Highlight Das zeigt wieder einmal sehr eindrücklich, wie verheerend es ist, wenn der Chef (könnte auch eine Chefin sein, wenn sich die Gleichberechtigung der Geschlechter einmal wirklich durchsetzt) ein Psychopath ist.
    Sehr viele zum Teil sehr fähige und motivierte MitarbeiterInnen von Unternehmen, oder von Institutionen werden zermürbt, unterfordert, entlassen, geraten in Abwärts-Spiralen, werden straffällig, usw.
    Aber der eigentliche Verursacher all dieser Leiden wird nie zur Kasse gebeten und muss vor keinem Strafgericht Rechenschaft ablegen:
    "Der Chef" hat immer recht und handelt rechtens...
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 23.12.2018 09:26
      Highlight Highlight Hatte mehrere solcher Chefs.
      Wehrt man sich, fliegt man raus, wehrt man sich nicht, wird man systematisch kaputt gemacht, nur damit der Chef Schluss am Ende recht behalten kann.
      Mittlerweile gibt es einfach zu viele solcher unfähiger Psychos.
  • Heidi73 23.12.2018 08:52
    Highlight Highlight Wenn Trump den Fed-Chef wirklich entlassen kann ist das wieder ein Skandal erster Güte🤬
    • Waggis 23.12.2018 14:39
      Highlight Highlight Also wenn jemand jemanden anstellen kann, dann sollte er auch das Recht haben, diese Person wieder zu entlassen!
  • N. Y. P. 23.12.2018 08:18
    Highlight Highlight Donald, jetzt mal ganz unter uns. Stimmt mit dir etwas nicht ?

    Eine weitere Frage, die du dir stellen solltest :
    Hast du oder Fed-Chef Jerome Powell mehr Ahnung von der Währungs- und Zinspolitik. Du, als stabiles Genie, bist natürlich auch unerreicht, aber der Jerome hat vielleicht noch EINEN HAUCH mehr Ahnung von der Materie.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 23.12.2018 09:27
      Highlight Highlight Du hast gerade etwas geschrieben, dass so böse an Trumps Ego kratzt, dass er sich genötigt fühlen könnte, noch mehr zu weinen und zu toben.
      Aber schön auf den Punkt gebracht. 😀
  • plaga versus 23.12.2018 06:57
    Highlight Highlight Habe gehört, dass die Kitaleiterin des Kapitols entlassen werden soll. Ist da was dran?
    • Brett-vorm-Kopf 23.12.2018 07:36
      Highlight Highlight Qja, weil Klein-Donnie kein bisschen zufrieden mit ihr ist
  • Sauäschnörrli 23.12.2018 02:13
    Highlight Highlight Wir sehen hier einen Ford F150, stellvertretend für die amerikanische Wirtschaft und einen Dummy, stellvertretend für Trump.
    Benutzer Bild
    • The IT Guy 23.12.2018 10:23
      Highlight Highlight Accurate! 😂
  • Juliet Bravo 23.12.2018 02:01
    Highlight Highlight Könnte es sein, dass er einfach unfähig ist?
    Eine derartige Fluktuation sagt einiges aus.
    • Zeezoo 23.12.2018 04:47
      Highlight Highlight Mehr als unfähig Juliet...die letzten Äusserungen...ääh Tweets.... deuten auserdem darauf hin, dass er jetzt völlig durchdreht...das ganze ist beängstigend
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 23.12.2018 09:33
      Highlight Highlight Das ist normal wenn geistesgestörte ein Land führen wollen.
      Mein liebstes Beispiel war Ahmadinedschad.
      Der Typ hielt sich effektiv für den Wegbereiter des muslimischen Messias, der einem Brunnen in Teheran entsteigen sollte.
      Solche Leute schwafeln dem Volk nach dem Mund und wenn sie die macht haben, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Bei Trump wird's jetzt dafür eng, weil er nicht so wüten kann, wie er gerne würde. Was die U.S.A. leider auch zu einem Pulverfass macht. Es stehen immer noch genügend militante Neonazigruppen hinter ihm.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 23.12.2018 11:19
      Highlight Highlight Ich muss jetzt einfach mal wieder Lloyd Bridges zitieren: "Die müssen nicht beweisen dass ich inkompetent bin. Das kann ich selbst am besten."

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