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FILE - This Dec. 1, 2012 file photo shows a silhouette of a crucifix and a stained glass window inside a Catholic Church in New Orleans. As U.S. Catholic bishops gather for an important national assembly, the clergy sex abuse crisis dominates their agenda. But it's only one of several daunting challenges facing the nation's largest religious denomination. While federal and state law enforcement agencies widen their investigations of abuse, the church finds itself with ever fewer priests and nuns in service. (AP Photo/Gerald Herbert)

Fast 700 Geistliche sollen sich im US-Bundesstaat Illinois an Kindern vergangen haben.   Bild: AP/AP

Schock in Illinois: 700 Geistliche sollen Kinder missbraucht haben



Der Skandal um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche des US-Staates Illinois hat offenbar weitaus grössere Ausmasse als bisher angenommen.

Die Kirche habe die Namen von mindestens 500 Priestern zurückgehalten, die des sexuellen Missbrauches von Kindern beschuldigt worden seien, teilte die Generalstaatsanwältin von Illinois, Lisa Madigan, in ihrem vorläufigen Bericht am Mittwoch (Ortszeit) mit. Zudem sei die Kirche vielen Vorwürfen gar nicht oder nicht angemessen nachgegangen.

Sechs Diözesen in Illinois hatten zuvor öffentlich 185 Geistliche genannt, gegen die es "glaubhafte" Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger gebe, wie Madigan weiter sagte.

Illinois Attorney General Lisa Madigan speaks during a news conference Thursday, Aug. 21, 2014, in Chicago. Madigan says one-third of the state's $300 million share of a $16.65 billion national settlement with Bank of America will go toward consumer relief. (AP Photo/M. Spencer Green)

Staatsanwältin Lisa Madigan. Bild: AP/AP

Die Ermittlungen in Illinois folgen auf den grossangelegten Missbrauchsskandal, den die Staatsanwaltschaft des US-Staats Pennsylvania in der dortigen katholischen Kirche im August offengelegt hatte. Ihrem Bericht zufolge hatten sich mehr als 300 Priester in den vergangenen 70 Jahren an mehr als 1000 Kindern und Jugendlichen vergangen.

Die Kirchenoberen hatten nach Überzeugung der Ermittler trotz Kenntnis der Vorgänge teils nicht durchgegriffen oder Vorfälle sogar vertuscht. Die meisten Fälle sind strafrechtlich verjährt.

Ihr vorläufiger Untersuchungsbericht zeige, dass die katholische Kirche in Illinois sich nicht selbst beaufsichtigen könne, sagte Madigan. Die Diözesen hätten für gewöhnlich gesagt, zum Zeitpunkt der Anschuldigungen seien die Priester entweder schon tot gewesen oder hätten ihr Amt nicht mehr ausgeübt. Deshalb sei es zu keinen Ermittlungen gekommen.

Der Kardinal der in Illinois gelegenen Metropole Chicago, Blase Cupich, drückte in einer Mitteilung sein tiefes Bedauern darüber aus, dass die Kirche damit gescheitert sei, die "Geissel des sexuellen Missbrauchs" seitens Geistlicher anzugehen. Seine Erklärung druckte die Zeitung "Chicago Tribune". (sda/dpa)

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«Es ist kein sexueller Missbrauch, es ist Vergewaltigung»:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sophia 21.12.2018 12:15
    Highlight Highlight Was glauben diese Gläubigen eigentlich? Mir ist schon lange klar geworden, dass Menschen, die an eine "unbefleckte" Empfängnis, an die Auferstehung von Toten, und an änliches dummes Zeugs glauben, auch für alles andere empfänglich sind. Warum sollten sie nicht auch glauben, dass sie die Kinder mit ihren Perversionen glücklich und selig machen und zum Paradies führen?
  • Stichelei 21.12.2018 09:04
    Highlight Highlight Wie hier schon mehrfach erwähnt, sind solche Hiobsbotschaften aus der kath. Kirche mittlerweile leider kein Schock mehr, sondern nur Bestätigung, um was für eine scheinheilige und verbrecherische Organisation es sich hier handelt. Und es wird nicht besser, solange die Kirche im Staat einzigartige Privilegien geniessen kann und meint, sich mit dem kanonischen Recht nicht der weltlichen Justiz unterordnen zu müssen. Bei der Scharia löst das bei uns einen gesunden, massiven Abwehrreflex aus. Wieso nicht bei unseren „Grundpfeilerreligionen“?
  • infomann 20.12.2018 11:21
    Highlight Highlight Ich weiss es ist eine Illusion...
    Liebe Katholische Schäfchen, austreten, austreten aus diesem unmöglichen Verein.
    Hoffentlich zu hunderttausenden, nur das hilft.
    Die verstehen nur die Sprache Geld und Macht.
  • infomann 20.12.2018 11:18
    Highlight Highlight Ich weiss es ist
  • G. Schmidt 20.12.2018 11:06
    Highlight Highlight Ist es wirklich noch ein Schock?
  • Pafeld 20.12.2018 11:02
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, der islamistische Terrorismus würde jedes Jahr in den westlichen Staaten x-hundert Kinder sexuell missbrauchen. Ich kann mir die drastischen Forderungen der Konservativen in einem solchen Fall gar nicht ausmalen.

    Aber solangs halt nur die Katholiken sind, Scheiss drauf. Einen Vergewaltiger in der eigenen Familie zeigt man eben nicht so leicht an.
    • tea_is_love 20.12.2018 12:12
      Highlight Highlight stimmt, der IS macht ja nur Sexsklaven (Achtung, Ironie)
  • Tamtam87 20.12.2018 10:40
    Highlight Highlight Das katholische Kirchen ein auffangbecken für schwule pädophile sind, die darin die möglichkeit der Erlösung, Legitimation oder Auslebung ihrer Triebe sehen, ist inzwischen kein Geheimniss mehr.

    Ich fordere:

    1. Einen entabuisierter Umgang mit Homosexualität sowie sexualität algemein innerhalb der Kirche.

    2. Drakonische Strafen für die noch lebenden Täter sowie auch für die Kirche als Institution.
    • Mietzekatze 20.12.2018 11:18
      Highlight Highlight Ich glaube das ist nicht ein pädophilie oder schwulen Problem (wobei dies noch dazu kommt). Der Mensch benötigt körperliche Nähe, andernfalls geht er kaputt. Wenn man diese Nähe nun nicht offiziell und gesund leben darf, wird man Zuneigung von dort holen wo man sie am einfachsten erhält (sieht man ja auch im Gefängnis, das Heteros plötzlich gleichgeschlechtliche Nähe suchen). Dass dies dann noch vom Chef vertuscht und so indirekt unterstützt wird, bestätigt die Täter ja noch darin. Ich glaube aber, würde man das Zölibat abschaffen, gäbe es den grössten Teil solchen Missbrauchs nicht.
    • Bronko 20.12.2018 11:21
      Highlight Highlight Mahagoni, deine Forderungen finde ich richtig. Nicht aber deine Pauschalformulierung. Es gibt Schwule, Pädophile und Kinderschänder. Und Priester, welche keinerlei Sexualität ausleben dürfen. Genauso funktioniert dann Kindsmissbrauch: Finde eine Schwachstelle im Machtgefälle und nutze sie in triebgesteuerter Notgeilheit aus. Kombiniert mit verklemmter Prüderie. Hat nichts zwingend mit Neigungen u. Religion, sondern mit egoistischer Skrupellosigkeit zu tun, in einem System, dass einem dazu "ermuntert", indem keine Kontrolle herrscht und man sogar noch beschützt wird von der Organisation.
    • Tamtam87 20.12.2018 11:55
      Highlight Highlight Differenzierung ist an dieser stelle fehl am platz da es dem Problem die wichtigkeit nimmt. Es muss entlich in die Köpfe vordringen und etwas dagegen getan werden.



      Aber du hast natürlich trozdem Recht mit deiner ausgeführten differenzierungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bronko 20.12.2018 10:12
    Highlight Highlight Man kann es nicht mehr anders formulieren, als dass die katholische Kirche in ihrer Form sexuellen Missbrauch begünstigt(e) und somit fördert(e).

    Und wie sieht es wohl in anderen Religionen/Sekten aus, die noch nicht von der Dynamik einer "Säuberungswelle" erfasst wurden...?
  • Bunny Mcfly 20.12.2018 08:59
    Highlight Highlight Nicht wirklich ein Schock.
  • Nik G. 20.12.2018 08:46
    Highlight Highlight Hauptsache Homosexuelle als eine Modeerscheinung brandmarken.
  • Snowy 20.12.2018 07:15
    Highlight Highlight Vielleicht ist es künftig einfacher, diejenigen Priester speziell zu erwähnen, welche keine Kinder missbrauchen.

    Mir kommt das kalte Kotzen - einmal mehr!

    Religion poisons everything. ❤️
  • tea_is_love 20.12.2018 06:15
    Highlight Highlight Ich frage mich ernsthaft, wie so etwas noch ein Schock sein kann. Man weiss, dass die kath. Kirche (nicht nur sie) solche Taten begangen hat und noch begeht-und leider nicht wenige. Das Aufdecken dieser Verbrechen ist schmerzhaft, aber notwendig.
    Rein theoretisch besteht aber fast überall wo Kinder und Erwachsenen Kontakt haben, das Risiko einer Misshandlung.
    • DerewigeSchweizer 20.12.2018 10:00
      Highlight Highlight Der Modus Operandi
      - Taten vertuschen, Täter versetzen -
      ist/war auf jedem Kontinent derselbe,

      ... weil vom Vatikan zentral so angeordnet.

      Ist das der grösste Kinderschänderring weltweit?
    • El Vals del Obrero 20.12.2018 10:11
      Highlight Highlight Wenn nur Personen dort arbeiten dürfen, die keine "normale" Sexualität ausleben dürfen, ist das Risiko einfach um ein Vielfaches höher.

      Vielleicht sollte der Staat Zölibatszwang als unzulässige Arbeitsbestimmung schlicht verbieten dürfen. Der Schutz von Kindern sollte höher gewichtet werden als Religionsauslegungsfreiheit.
    • tea_is_love 20.12.2018 11:38
      Highlight Highlight @Waedliman
      Keine Hysterie sondern traurige Wahrheit. Ob im Turnverein, Jugendverin KiTa, Familie; wo ein Erwachsener eine Bezugsperson darstellt, besteht theoretisch auch ein Risiko.
      Und auch in protestantischen Kirchen gibts das; Pastor Rommert googlen
  • Kant 20.12.2018 05:53
    Highlight Highlight Wäre diese Organisation nicht die katholische Kirche, hätte man wohl die Organisation schon längst als kriminelle Organisation eingestuft.
    Missbräuche scheinen weltweit aufzutreten und System zu haben. Seit Jahrzehnten gibt es praktisch in jedem Jahr und in unzähligen Ländern ähnliche Berichte von Priestern, Nonnen und Mönchen. Oftmals stellt sich dann heraus, dass die Täler von höheren Amtsträgern der Kirche geschützt oder einfach nur versetzt wurden.
    Was braucht es noch, bis die Kirche wirklich etwas dagegen unternimmt?
    • JackMac 20.12.2018 09:15
      Highlight Highlight Die Frage ist eher, wieviel es noch braucht, bis der hinterletzte aus dieser ehrenwerten Organisation austritt.

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