Spektakuläres Naturphänomen lockt Touristen auf iranische Insel
Bei viel Niederschlag kommt es auf der iranischen Insel Hormus jeweils zu einem spektakulären Naturphänomen: dem sogenannten Blutregen. So sieht das aus:
Grund für die unheimlichen, blutroten Bäche, die ins Meer stürzen, ist der hohe Eisenoxidgehalt der vulkanischen Böden von Hormus. Mit echtem Blut oder anderen organischen Substanzen hat das Phänomen also nichts zu tun. Stattdessen vermischen sich die in der Erde enthaltenen Mineralien mit dem Wasser und färben es rot. Die eisenreiche Erde hat sogar einen eigenen Namen: «Golak». Sie wird wegen ihrer Pigmente für künstlerische, industrielle und kulturelle Zwecke geschätzt.
Hormus ist eine Insel im Süden des Irans und liegt in der gleichnamigen Strasse von Hormus, einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Sie ist nur 42 Quadratkilometer gross.
Die Insel ist heute weitgehend unberührt und spärlich besiedelt. Geologische Gegebenheiten sorgen für eine vielfarbige Landschaft, deshalb ist Hormus auch als «Regenbogeninsel» bekannt. Touristinnen und Touristen aus der ganzen Welt besuchen sie übers ganze Jahr. Auch das Naturschauspiel «Blutregen» wird als Attraktion konkret vermarktet, etwa auf Social Media.
Blütezeit liegt weit zurück
Hormus war früher nicht nur touristisch von Bedeutung. Im 16. Jahrhundert war es unter der Herrschaft der Portugiesen einer der wichtigsten Handelsplätze der Region und zählte bis zu 40'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Als Persien, das Vorgängerreich des heutigen Irans, die Insel eroberte, verlor sie zunehmend an Bedeutung. (lzo)
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